{"id":13614,"date":"2025-10-10T11:36:32","date_gmt":"2025-10-10T11:36:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.coinspeaker.com\/de\/?page_id=13614"},"modified":"2025-12-04T13:58:16","modified_gmt":"2025-12-04T13:58:16","slug":"cbdc-central-bank-digital-currency","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.coinspeaker.com\/de\/glossar\/cbdc-central-bank-digital-currency\/","title":{"rendered":"CBDC – Was ist das? Einfach erkl\u00e4rt"},"content":{"rendered":"

CBDCs polarisieren: Digitaler Euro, CBDC und Zentralbankgeld neu gedacht. Was bedeutet das eigentlich, und wie weit ist die Entwicklung bereits fortgeschritten?<\/p>\n

Was passiert mit dem Bargeld und wann kommt der digitale Euro? Wir haben die aktuellen Antworten:<\/p>\n

\n

Definition \u2013 Was bedeutet CBDC?<\/h2>\n

Eine CBDC ist das digitale Pendant zum Bargeld<\/strong>. Denn CBDC steht f\u00fcr Central Bank Digital Currency<\/strong>, also eine digitale W\u00e4hrung der Zentralbank.<\/p>\n

Sie kommt nicht von einer Gesch\u00e4ftsbank (wie Deutsche Bank oder N26), sondern direkt von der Zentralbank, also z. B. der EZB, der Federal Reserve oder der Bank of England. Man k\u00f6nnte sagen: staatlich geschaffenes, digitales Geld.<\/strong><\/p>\n

\"CBDC<\/p>\n

Soll das CBDC Bargeld ersetzen?<\/h3>\n

Nein, aktuell soll Bargeld nicht durch das CBDC ersetzt werden, wie auch die deutsche Bundesbank mitteilt<\/a>.<\/p>\n

Dennoch ist Bargeld in Form von M\u00fcnzen und Scheinen anonym und physisch greifbar. Eine CBDC dagegen w\u00e4re auf elektronischem Weg speicher- und transferierbar.<\/p>\n

Trotz allem h\u00e4tte sie in der Theorie eine \u00e4hnliche Funktion wie Bargeld: <\/strong>Ein allgemein akzeptiertes Zahlungsmittel, das von der Zentralbank garantiert wird. Die Europ\u00e4ische Zentralbank betont ebenfalls, dass ein digitaler Euro Bargeld erg\u00e4nzen, aber nicht ersetzen w\u00fcrde.<\/p>\n

Bargeld soll also weiterhin verf\u00fcgbar bleiben, w\u00e4hrend die CBDC zus\u00e4tzliche M\u00f6glichkeiten f\u00fcr digitales Bezahlen schafft.<\/p>\n

Dieser Satz aus der Europ\u00e4ischen Zentralbank bringt das Ziel auf den Punkt:<\/strong><\/p>\n

\u201eWir m\u00f6chten sicherstellen, dass Zentralbankgeld f\u00fcr die Allgemeinheit verf\u00fcgbar bleibt und \u00fcberall im Euroraum f\u00fcr allt\u00e4gliche Transaktionen verwendet werden kann. Nicht nur in physischer Form, sondern auch als digitale W\u00e4hrung.\u201c <\/em><\/p>\n

*Fabio Panetta, Direktoriumsmitglied in einer <\/span>Mitteilung der EZB<\/a><\/p><\/blockquote>\n<\/div><\/div>\n

Hat das digitale Geld etwas mit Kryptow\u00e4hrungen zu tun?<\/h3>\n

CBDCs werden oft mit Bitcoin & Co verglichen, doch au\u00dfer der digitalen Form haben sie wenig gemeinsam.<\/p>\n

Kryptow\u00e4hrungen sind dezentral und privat: Sie werden nicht von einer Bank ausgegeben, sondern durch dezentrale Netzwerke geschaffen, ihr Wert schwankt stark und sie sind kein gesetzliches Zahlungsmittel.<\/p>\n

Eine CBDC hingegen ist zentralisiert von der Zentralbank ausgegeben, an die Landesw\u00e4hrung gekoppelt und stabil im Wert.<\/p>\n

\n

\"was<\/p>\n

Was haben Stablecoins mit CBDC zu tun?<\/h3>\n

Stablecoins sind digitale Token, die an den Wert einer offiziellen W\u00e4hrung (wie den US-Dollar) oder andere Verm\u00f6genswerte gekoppelt sind.<\/p>\n

Der Wert eines Stablecoins ist (idealerweise) 1:1 durch Reserven in z.B. USD oder Euro gedeckt. Anders als CBDCs<\/strong> sind Stablecoins aber kein direktes Zentralbankgeld<\/strong>, sondern Forderungen gegen\u00fcber dem jeweiligen Herausgeber (etwa einem Unternehmen).<\/p>\n

Beispiele f\u00fcr Stablecoins sind USDT (Tether) oder USDC<\/strong>, die 1:1 an den USD gebunden sein sollen. Zwar versuchen Stablecoins, Stabilit\u00e4t zu bieten, doch sie werden von privaten Unternehmen<\/strong> herausgegeben und m\u00fcssen durch Reserven oder Algorithmen stabil gehalten werden.<\/p>\n

Es gibt selten gro\u00dfe Bewegungen in den Kursen zu sehen. Egal ob B\u00e4renmarkt<\/a> oder Bullenmarkt<\/a>.<\/p>\n

Vergleich: CBDC, Stablecoin, Bargeld und Kryptow\u00e4hrung<\/strong><\/p>\n

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Kategorie<\/b><\/span><\/th>\nCBDC<\/b><\/span><\/th>\nStablecoin<\/b><\/span><\/th>\nBargeld<\/b><\/span><\/th>\nKryptow\u00e4hrung<\/b><\/span><\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n
\ud83e\uddcd\u200d\u2642\ufe0fHerausgeber<\/strong><\/td>\nZentralbank<\/td>\nPrivates Unternehmen<\/td>\nZentralbank<\/td>\nDezentral, kein Herausgeber<\/td>\n<\/tr>\n
\ud83d\udcb1 Wertbindung<\/strong><\/td>\n1:1 an offizielle W\u00e4hrung<\/td>\nAn Fiat oder Assets gekoppelt<\/td>\nFester Nennwert<\/td>\nMarktabh\u00e4ngig, volatil<\/td>\n<\/tr>\n
\ud83d\udcdcStatus<\/strong><\/td>\nGesetzliches Zahlungsmittel<\/td>\nNicht staatlich anerkannt<\/td>\nGesetzliches Zahlungsmittel<\/td>\nKein offizielles Zahlungsmittel<\/td>\n<\/tr>\n
\ud83d\udcbbForm<\/strong><\/td>\nDigital<\/td>\nDigital<\/td>\nPhysisch<\/td>\nDigital<\/td>\n<\/tr>\n
\ud83d\udd0dTransparenz & Kontrolle<\/strong><\/td>\nStaatlich reguliert<\/td>\nTeilweise<\/td>\nAnonym<\/td>\n\u00d6ffentlich, pseudonym<\/td>\n<\/tr>\n
\ud83d\udca1Beispiel<\/strong><\/td>\nDigitaler Euro (in Planung)<\/td>\nUSDC, USDT<\/td>\nEuro-Schein<\/td>\nBitcoin, Ethereum<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div><\/div><\/div>
\n

Wie funktioniert eine CBDC?<\/h2>\n

Je nach Ausgestaltung kann sich der Mechanismus dahinter deutlich unterscheiden. Wie sich am Ende die Europ\u00e4ische Union festlegt, bleibt abzuwarten. Den Fortschritt kann man im \u00dcbrigen im sogenannten Progress Report<\/a> einsehen.<\/p>\n

Aktuell lassen sich zwei Haupttypen unterscheiden: Retail-CBDC<\/strong> und Wholesale-CBDC<\/strong>.<\/p>\n

\ud83d\udecd\ufe0fRetail-CBDC (f\u00fcr Endverbraucher)<\/strong><\/h3>\n

Dies ist die Variante, die Sie direkt im Alltag nutzen k\u00f6nnten. Es w\u00e4re das digitale Bargeld, dass wir selbst als B\u00fcrger nutzen w\u00fcrden. Sie k\u00f6nnen sich das wie ein Konto bei der Zentralbank vorstellen, \u00fcber das Sie Geld senden, empfangen oder per App direkt bezahlen.<\/p>\n

\u00dcber Retail-CBDCs wird derzeit am meisten diskutiert, da sie tats\u00e4chlich neues Terrain bedeuten.<\/p>\n

\ud83c\udfe6Wholesale-CBDC (Finanzdienstleister)<\/strong><\/h3>\n

Diese Form richtet sich ausschlie\u00dflich an Banken und Finanzinstitute. Tats\u00e4chlich existiert digitales Zentralbankgeld im Gro\u00dfhandelsbereich schon seit Jahrzehnten.<\/p>\n

Denn Banken halten Guthaben (Reserven) bei der Zentralbank und wickeln untereinander Zahlungen in Zentralbankgeld ab. Streng genommen sind diese Reserven bereits eine Art Wholesale-CBDC, nur eben auf zentralen Systemen.<\/p>\n

Mit dem Aufkommen der Blockchain-Technologie denken Notenbanken jedoch \u00fcber neue Wholesale-Systeme auf DLT-Basis nach (aus Effizienz-Gr\u00fcnden heraus).<\/p>\n

Oft wird angenommen, eine CBDC basiere zwangsl\u00e4ufig auf Blockchain-Technologie<\/strong><\/h2>\n

Tats\u00e4chlich ist das nicht zwingend der Fall. Zwar nutzen einige Pilotprojekte DLT (Distributed Ledger Technology). Etwa die Bahamas mit ihrem Sand Dollar<\/a> oder diverse Prototypen in Kooperation mit der BIZ,\u00a0 doch andere setzen auf zentralisierte Systeme.<\/p>\n

China<\/strong> etwa hat seinen digitalen Yuan (e-CNY) auf einer hochskalierten, teils zentralisierten Infrastruktur<\/strong> implementiert, die Millionen Transaktionen pro Tag bew\u00e4ltigen kann, ohne klassische Blockchain im \u00f6ffentlichen Sinne.<\/p>\n

In Europa testet die EZB sowohl Cloud-basierte zentrale Ans\u00e4tze<\/strong> als auch tokenbasierte Modelle in Zusammenarbeit mit Partnern, wie eine Mittelung der Europ\u00e4ischen Zentralbank<\/a> zeigt.<\/p>\n

Kommt der digitale Euro?<\/h2>\n

Aktuell werden Prototypen ausgearbeitet, ein Regelwerk erstellt und die passenden Methoden erforscht. Jetzt Ende 2025 steht eine grunds\u00e4tzlich neue Entscheidung an, die wir momentan selbst abwarten.<\/p>\n

Denn Ende dieses Jahres <\/strong>will der EZB-Rat dann auf Basis der Ergebnisse entscheiden, wie es weitergeht<\/strong>. Ob also tats\u00e4chlich die Einf\u00fchrung eines digitalen Euro angestrebt wird.<\/p>\n

Selbst wenn die EZB gr\u00fcnes Licht gibt, ist noch die Politik am Zug<\/h3>\n

EU-Parlament und EU-Rat m\u00fcssten im Rahmen des Gesetzgebungsprozesses die n\u00f6tigen Rechtsgrundlagen schaffen. Das bedeutet, ein echter Start des digitalen Euro<\/strong> w\u00e4re fr\u00fchestens in der zweiten H\u00e4lfte der 2020er Jahre<\/strong> zu erwarten. Realistisch gesehen nicht vor 2026 oder 2027<\/strong>, sofern die Entscheidung positiv ausf\u00e4llt. Fortschritte lassen sich \u00fcber die ECB Website<\/a> (am Ende der Seite) einsehen. So teilt die Bundesdruckerei mit<\/a>: \u201eEs ist besser, es richtig zu machen, als der Erste zu sein.\u201c<\/em><\/p>\n

Dieses Motto unterstreicht, dass Sorgfalt vor Eile geht bei der Einf\u00fchrung von CBDCs. Daher experimentieren viele Zentralbanken noch, um eine durchdachte L\u00f6sung zu entwickeln, bevor das digitale Zentralbankgeld breit ausgerollt wird.<\/p>\n

Vorteile von CBDCs<\/h2>\n

Zentralbanken erhoffen sich durch digitales Zentralbankgeld diverse Vorteile, von effizienteren Zahlungen bis hin zu finanzieller Inklusion. Folgendes l\u00e4sst sich momentan festhalten:<\/p>\n

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Indikator<\/b><\/span><\/th>\nM\u00f6glicher Vorteil<\/b><\/span><\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n
\ud83d\udee1\ufe0fSicherheit & Vertrauen<\/td>\nStaatlich garantiertes, ausfallsicheres Zentralbankgeld<\/td>\n<\/tr>\n
\u26a1Schnellere Zahlungen<\/td>\nEchtzeit-Transaktionen, auch grenz\u00fcberschreitend<\/td>\n<\/tr>\n
\ud83e\udd1dFinanzielle Inklusion<\/td>\nZugang zu digitalem Geld f\u00fcr alle<\/td>\n<\/tr>\n
\u2699\ufe0fEffizienz & Kostenersparnis<\/td>\nWeniger Bargeldkosten, h\u00f6here Produktivit\u00e4t<\/td>\n<\/tr>\n
\ud83d\udca1Innovationsf\u00f6rderung<\/td>\nBasis f\u00fcr neue digitale Bezahll\u00f6sungen<\/td>\n<\/tr>\n
\ud83c\udfdb\ufe0fW\u00e4hrungssouver\u00e4nit\u00e4t<\/td>\nUnabh\u00e4ngigkeit von privaten Zahlungsanbietern<\/td>\n<\/tr>\n
\ud83c\udfafGezielte Geldpolitik<\/td>\nDirekte geldpolitische Steuerungsm\u00f6glichkeiten<\/td>\n<\/tr>\n
\ud83d\udea8Bek\u00e4mpfung von Kriminalit\u00e4t<\/td>\nTransparente Transaktionen, weniger Geldw\u00e4sche<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div><\/div><\/div>
\n

Risiken & Kritikpunkte<\/h2>\n

Die Kritikpunkte sind durchaus ernst zu nehmen.<\/strong> Es geht um nichts weniger als das Fundament unseres Geldwesens<\/strong>. Entsprechend sorgf\u00e4ltig m\u00fcssen CBDCs gestaltet werden, um Nutzen zu bieten, ohne dabei Schaden anzurichten.<\/p>\n

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Indikator<\/b><\/span><\/th>\nM\u00f6glicher Kritikpunkt<\/b><\/span><\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n
\ud83d\udd75\ufe0f Datenschutz & \u00dcberwachung<\/td>\nGefahr des gl\u00e4sernen B\u00fcrgers durch Nachverfolgung<\/td>\n<\/tr>\n
\u26a0\ufe0fZentrale Kontrolle \/ Missbrauch<\/td>\nRisiko staatlicher Eingriffe und Machtmissbrauch<\/td>\n<\/tr>\n
\ud83c\udfe6Banken-Disintermediation<\/td>\nGefahr von Einlagenabzug und Bank-Runs<\/td>\n<\/tr>\n
\ud83d\udcb0Finanzierung der Wirtschaft<\/td>\nWeniger Kredite, m\u00f6gliche Wachstumsbremse<\/td>\n<\/tr>\n
\ud83d\udee1\ufe0fCybersecurity & Betriebssicherheit<\/td>\nHohe Angriffsgefahr auf zentrale Infrastruktur<\/td>\n<\/tr>\n
\ud83d\udcb8Implementierung & Kosten<\/td>\nTeure Einf\u00fchrung, unklarer Nutzen<\/td>\n<\/tr>\n
\ud83d\udcc9Geringe Adoption<\/td>\nRisiko fehlender Nutzerakzeptanz<\/td>\n<\/tr>\n
\ud83d\udd0cTechnologieabh\u00e4ngigkeit<\/td>\nGefahr digitaler Ausgrenzung \u00e4lterer Menschen<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div><\/div><\/div>
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\"CBDC<\/p>\n

3 Beispiele aus der Praxis<\/h2>\n

So testet etwa die Banque de France gemeinsam mit mehreren Privatbanken die Abwicklung von Wertpapiertransaktionen \u00fcber einen Wholesale-CBDC auf Blockchain-Basis.<\/p>\n

Die schwedische Reichsbank wiederum hat in ihrem e-Krona-Pilotprojekt untersucht<\/strong>, wie eine offline-f\u00e4hige CBDC-Karte<\/strong> funktionieren k\u00f6nnte. Beide Projekte liefern wertvolle Erkenntnisse, die indirekt auch in die europ\u00e4ische Diskussion einflie\u00dfen.<\/p>\n

Bahamas \u2013 Sand Dollar \ud83c\udf34\ud83d\udcf1<\/strong><\/h3>\n

2020 als erste nationale CBDC eingef\u00fchrt, 1:1 an den Bahama-Dollar gebunden.<\/p>\n

Ziel war, Finanzdienstleistungen auf abgelegenen Inseln zug\u00e4nglich zu machen und Hilfsgelder nach Naturkatastrophen schneller auszuzahlen.<\/p>\n

Nutzung \u00fcber Smartphone-Wallet m\u00f6glich, auch ohne Bankkonto.<\/p>\n

Trotz langsamen Wachstums gilt das Projekt als Vorreiter f\u00fcr finanzielle Inklusion.<\/p>\n

Nigeria \u2013 eNaira \ud83d\udcb8\ud83d\udcc9<\/strong><\/h3>\n

2021 als erste CBDC Afrikas gestartet, mit Zielen wie finanzieller Inklusion, g\u00fcnstigeren \u00dcberweisungen und weniger Bargeld im Umlauf.<\/p>\n

Nutzung blieb jedoch gering, nur 0,5 % der Bev\u00f6lkerung sindd aktiv. Versuche, durch Bargeldknappheit mehr Teilnehmer zu erzwingen, f\u00fchrten zu Protesten.<\/p>\n

Gr\u00fcnde f\u00fcr das Scheitern: Misstrauen gegen\u00fcber der Regierung, technische H\u00fcrden und starke Krypto-Alternativen.<\/p>\n

China \u2013 Digitaler Yuan (e-CNY) \ud83c\udfd9\ufe0f\ud83d\udcb9<\/strong><\/h3>\n

Ebenfalls seit 2020 finden umfangreiche Tests in \u00fcber 200 Szenarien, von \u00d6PNV bis E-Commerce statt. Rund 260 Millionen B\u00fcrger nahmen teil.<\/p>\n

Der e-CNY wird auch grenz\u00fcberschreitend getestet, etwa im mBridge-Projekt mit Hongkong und Thailand.<\/p>\n

Ziel ist, den RMB international zu st\u00e4rken und die Abh\u00e4ngigkeit vom US-Dollar zu verringern.<\/p>\n

Im Inland konkurriert er mit Alipay und WeChat Pay, bleibt aber strategisch zentral f\u00fcr Chinas digitale Finanzpolitik.<\/p>\n<\/div><\/div>

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Was bedeutet eine CBDC f\u00fcr den Alltag?<\/strong><\/h2>\n

Vermutlich h\u00e4tten Sie eine Smartphone-App <\/strong>(\u00e4hnlich Ihrer heutigen Banking- oder Wallet-App), \u00fcber die Sie mit digitalem Euro bezahlen. Im ersten Bericht \u00fcber den digitalen Euro<\/a> war es so gedacht.<\/p>\n

An der Ladenkasse w\u00fcrden Sie einen QR-Code scannen<\/strong> oder Ihr Handy ans Terminal halten. Die Zahlung ging sofort von Ihrer CBDC-Wallet an den H\u00e4ndler. Im Grunde kennen wir solche Methoden bereits und viele Europ\u00e4er nutzen Wallets, Apple Pay und Co, um vor-Ort zu bezahlen.<\/p>\n

Ein interessanter Anwendungsfall w\u00e4re sicherlich, den Fokus auf staatliche Leistungen <\/strong>und Steuern zu langen. Denn auch Zahlungen zwischen Staat und B\u00fcrgern w\u00fcrden direkter. Sozialleistungen, Renten oder Katastrophenhilfen k\u00f6nnten in Sekunden auf digitale Wallets flie\u00dfen.<\/p>\n

Ebenso k\u00f6nnten Steuern oder Geb\u00fchren direkt an Beh\u00f6rden gezahlt werden<\/strong>, ohne \u00dcberweisungsaufwand. Sogar automatische Rabatte f\u00fcr klimafreundliche Anschaffungen sind denkbar. Was nat\u00fcrlich die Frage der staatlichen Kontrolle offen l\u00e4sst.<\/p>\n

Fazit \u2013 Chancen und offene Fragen<\/h2>\n

Am Ende wird die Akzeptanz der Bev\u00f6lkerung der ausschlaggebende Faktor sein<\/strong>. Geld ist und bleibt, ein Vertrauensprodukt.<\/p>\n

\ud83d\udde3\ufe0fDie Menschen m\u00fcssen mitgenommen werden:<\/strong> durch Transparenz, Aufkl\u00e4rung und Bildung.<\/p>\n

\ud83e\udd14Nur so l\u00e4sst sich beantworten, was viele bewegt: Was habe ich davon? Wo liegen die Grenzen? Wer garantiert was?<\/p>\n

\ud83c\udfdb\ufe0fHier wartet auf Institutionen noch viel Arbeit. <\/strong>Denn das Thema ist technisch komplex, und zugleich halten sich hartn\u00e4ckig Mythen und Verschw\u00f6rungserz\u00e4hlungen, etwa \u00fcber eine vermeintliche \u201eAbschaffung des Bargelds\u201c.<\/p>\n

\ud83d\udcb6Kurzfristig wird uns Bargeld sicher erhalten bleiben<\/strong>. Doch langfristig k\u00f6nnte digitales Zentralbankgeld eine \u00e4hnliche Rolle \u00fcbernehmen, wie Bargeld sie im 20. Jahrhundert innehatte.<\/p>\n

\u23f3Nahezu alle gro\u00dfen Zentralbanken der Welt experimentieren inzwischen mit CBDCs. Es geht also nicht mehr um das \u201eOb\u201c<\/strong>, sondern um das \u201eWie\u201c und \u201eWann\u201c<\/strong>.<\/p>\n<\/div><\/div>\n

FAQs zu CBDC<\/strong><\/h2>\n
<\/time>