{"id":1871,"date":"2025-06-23T10:48:08","date_gmt":"2025-06-23T10:48:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.coinspeaker.com\/de\/?p=1871"},"modified":"2025-06-23T10:48:46","modified_gmt":"2025-06-23T10:48:46","slug":"bitcoin-etf-risiko-fidelity-blackrock-abfluesse-gefahr-krypto","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.coinspeaker.com\/de\/bitcoin-etf-risiko-fidelity-blackrock-abfluesse-gefahr-krypto\/","title":{"rendered":"Bitcoin-ETFs Risiko nimmt zu: Kapitalabfl\u00fcsse bei Fidelity"},"content":{"rendered":"
Der ETF-Sektor wird von vielen als legitimer Eintritt institutionellen Kapitals in den Krypto-Markt gefeiert. Das stimmt. Doch sie k\u00f6nnen ebenso zur\u00a0Katalysatorstruktur f\u00fcr systemische Kursverwerfungen\u00a0werden.<\/p>\n
W\u00e4hrend der typische Kleinanleger ETF-Sparpl\u00e4ne m\u00f6glicherweise als Altersvorsorge betrachtet, haben institutionelle Investoren l\u00e4ngst pr\u00e4zise definierte Renditeziele und Ausstiegsszenarien parat. Fidelity beispielsweise verwaltet derzeit laut Daten<\/a> rund 11,5 Milliarden US-Dollar in Bitcoin-Trusts, BlackRock mit dem \u201eiShares Bitcoin Trust\u201c satte 51 Milliarden. Zusammengerechnet liegen damit \u00fcber\u00a062 Milliarden US-Dollar<\/strong>\u00a0in ETFs.<\/p>\n Blackrock und Fidelity haben am meisten Kapital in Bitcoin-ETFs, Quelle: Fasrige<\/p><\/div>\n Es gab bereits ein Kapitalabfluss von rund 40 Millionen US-Dollar, der\u00a0noch vor dem j\u00fcngsten US-Luftangriff auf die iranischen Atomanlagen\u00a0erfolgte. Das legt nahe, dass zumindest Teile des Marktes nicht auf geopolitische Ereignisse reagieren, sondern antizipieren sie, bevor sie \u00fcberhaupt eintreten. In einem Umfeld hochvernetzter Informationsstr\u00f6me und algorithmischer Entscheidungsprozesse keine gro\u00dfe \u00dcberraschung. Gleichwohl entsteht daraus ein strukturelles Risiko: Werden gr\u00f6\u00dfere Mengen an BTC abgesto\u00dfen, w\u00fcrde dies das Angebot auf dem Markt kurzfristig deutlich erh\u00f6hen mit potenzieller Talfahrt hinsichtlich des Kursverlaufs.<\/p>\n Auch wenn ETFs im Volksmund als langfristiger Sparplan gehandelt werden, institutionelle Anleger sehen das m\u00f6glicherweise ein bisschen anders. Wer mit Family Offices oder institutionellen Verm\u00f6gensverwaltern spricht, wei\u00df: Hinter jedem Investment steht ein klarer Plan. Liegt das Renditeziel \u2013 etwa bei zehn Prozent \u2013 vor, wird die Position in der Regel geschlossen. Gar nicht aus Misstrauen gegen\u00fcber dem Asset, sondern einfach weil das Renditeziel nunmal erreicht ist.<\/p>\n Umgekehrt gilt das auch f\u00fcr Verlustgrenzen. Zwei Prozent Minus? Manche ziehen dann sofort die Rei\u00dfleine. Andere lassen f\u00fcnf oder zehn Prozent zu. Aber es geht nach Plan.<\/p>\n Was allerdings genau im Hintergrund l\u00e4uft, wei\u00df niemand, denn solche\u00a0Exit-Szenarien\u00a0werden nicht \u00f6ffentlich kommuniziert. Und je gr\u00f6\u00dfer der Topf wird, desto gef\u00e4hrlicher kann das f\u00fcr den Gesamtmarkt werden; je mehr Kapital in diesen Strukturen geb\u00fcndelt ist, desto gr\u00f6\u00dfer die Gefahr, dass ein pl\u00f6tzlicher Abverkauf den Kurs auf Talfahrt schickt.<\/p>\n Ob die Institutionellen nun alle fluchartig verkaufen? Wohl kaum. Dennoch sollte das Szenario abrufbereit im Hinterkopf bleiben, besonders in der aktuellen Lage mit erh\u00f6hter, globaler geopolitischer Spannung.<\/p>\n Als Reaktion auf den iranischen Angriff sackte der Bitcoin-Kurs gestern kurzfristig unter die Marke von 100.000 US-Dollar<\/a>. Ein technischer wie psychologischer Schwellenwert. Mittlerweile hat sich Bitcoin die wichtige Marke bereits zur\u00fcckerk\u00e4mpft und notiert zur Zeit des Schreibens bei 101.500 US-Dollar.<\/p>\n Quelle: Tradingview<\/p><\/div>\n Dieser Artikel soll keine Panik verbreiten, wohl aber ein Bewusstsein daf\u00fcr schaffen, dass Bitcoin-ETFs Risiken mitbringen.<\/p>\n Bitcoin ist seit seiner Entstehung bisher noch immer ein Vehikel f\u00fcr individuelle Unabh\u00e4ngigkeit gewesen. Aber wer glaubt, dass die Wall Street mit Bitcoin-ETFs<\/a> denselben Freiheitsgedanken teilt, verkennt die Realit\u00e4t.<\/p>\n Die Kapitalm\u00e4rkte funktionieren anders und schnell: alles stabil, solange die \u00e4u\u00dferen Bedingungen konstant bleiben, aber anf\u00e4llig f\u00fcr Schockmomente. Ganz besonders in einem Umfeld geopolitischer Unsicherheit, wie es derzeit mit Blick auf Iran, Ukraine und Taiwan gegeben ist.<\/p>\n
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<\/a><\/p>\nExit-Strategien der Institutionellen<\/strong><\/h2>\n
Starke Volatilit\u00e4t m\u00f6glich<\/h2>\n
<\/a>Fazit: Was passiert, wenn Bitcoin-ETFs Kapital verlieren?<\/h2>\n