{"id":19926,"date":"2026-01-05T22:57:26","date_gmt":"2026-01-05T22:57:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.coinspeaker.com\/de\/?p=19926"},"modified":"2026-01-05T22:57:26","modified_gmt":"2026-01-05T22:57:26","slug":"bullen-wieder-da-bitcoin-knackt-94-000-us-dollar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.coinspeaker.com\/de\/bullen-wieder-da-bitcoin-knackt-94-000-us-dollar\/","title":{"rendered":"Bullen wieder da: Bitcoin knackt 94.000 US-Dollar"},"content":{"rendered":"
Der Jahresauftakt hat\u2019s in sich: Bitcoin schiebt sich am Montag, dem\u00a05. Januar 2026, \u00fcber die\u00a094.000er-Marke. Woran liegt das? Die Hintergr\u00fcnde.<\/p>\n
Bitcoin startet 2026 mit einem Satz nach vorn: Am 5. Januar notiert der Bitcoin-Kurs zur Zeit des Schreibens laut CoinGecko bei\u00a094.000 US-Dollar\u00a0und liegt damit\u00a03,2 Prozent\u00a0im Plus auf Sicht von 24 Stunden. Im Tagesverlauf reichte die Handelsspanne dabei gar bis\u00a094.634 US-Dollar\u00a0\u2013 die\u00a094.000er-Marke\u00a0wurde also zwischenzeitlich sauber \u00fcbersprungen.<\/p>\n
Wenn Bitcoin in wenigen Stunden gleich mehrere Tausender-Marken abr\u00e4umt, d\u00fcrfte das am Zusammenspiel mehrerer Faktoren liegen: Der Sprung wirkt weniger wie ein einzelner \u201eNews-Pump\u201c, sondern eher wie ein Zusammenspiel aus neuen Zufl\u00fcssen \u00fcber ETFs, Hebel-Positionierung im Derivatemarkt und einem Makro-Narrativ, das gerade wieder hei\u00df l\u00e4uft.<\/p>\n
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Die geopolitische Lage liefert dem Markt ein neues Risiko-Setting \u2013 und damit Stoff f\u00fcr Absicherungs- und Risiko-Trades. Die Nachrichtenlage wird dominiert vom US-Angriff auf Venezuela<\/a> und dem juristischen wie diplomatischen Fallout, in deren Folge Venezuelas Pr\u00e4sident Nicol\u00e1s Maduro festgesetzt wurde.<\/p>\n Auf diplomatischer Ebene ist das Thema eigentlich l\u00e4ngst eskaliert: UN-Generalsekret\u00e4r Ant\u00f3nio Guterres lie\u00df \u00fcber einen Sprecher ausrichten, die Entwicklungen seien ein gef\u00e4hrlicher Pr\u00e4zedenzfall und er sei \u201etief besorgt\u201c, dass Regeln des internationalen Rechts nicht respektiert worden seien.\u00a0In einer weiteren, an den UN-Sicherheitsrat adressierten Stellungnahme warnte Guterres zudem vor einer m\u00f6glichen\u00a0Zunahme der Instabilit\u00e4t\u00a0und betonte erneut die v\u00f6lkerrechtliche Dimension der Operation.<\/p>\n F\u00fcr Bitcoin ist Geopolitik selten ein \u201edirekter\u201c Kurstreiber im Sinne einer messbaren Kausalit\u00e4t \u2013 aber sie ver\u00e4ndert das Umfeld, in dem Kapital Risiko einpreist. In unsicheren Phasen greifen manche Investoren schneller zu Narrativen wie \u201eAbsicherung\u201c oder \u201eAlternative zum klassischen System\u201c. Daher m\u00f6glicherweise auch der signifikante Kurssprung heute.<\/p>\n Das kann jedoch nat\u00fcrlich auch nach hinten losgehen. Wenn aus politischer Spannung ein echtes Risiko-Event wird, kippt Stimmung oft abrupt zu \u201eRisk-off\u201c \u2013 und dann wird auch Bitcoin nicht automatisch verschont.<\/p>\n Nach einer Reihe zahlreicher Tage mit deutlichen Abfl\u00fcssen, verbuchte der 02. Januar laut Daten von Farside<\/a> wieder positive Zufl\u00fcsse von 471,3 Milliarden US-Dollar in Bitcoin-ETFs. BlackRocks\u00a0iShares Bitcoin Trust (IBIT)\u00a0wie so oft stark dabei mit rund\u00a0287 Millionen US-Dollar; Fidelitys FBTC folgte mit\u00a088 Millionen US-Dollar, Bitwise mit\u00a041,5 Millionen US-Dollar.<\/p>\n Diese Zahlen sind deshalb so relevant, weil ETF-Flows das \u201elangweilige\u201c Geld abbilden, das nicht bei jedem roten Kerzchen nerv\u00f6s wird. Live-Updates dazu findest du hier: Bitcoin: Charts, ETFs und Makrodaten im Live-Ticker!<\/a><\/p>\n Ohne Hebel passiert im Kryptomarkt selten etwas \u201esanft\u201c. Stops fliegen, Shorts werden gezwungen zu kaufen, Momentum frisst sich durch Orderb\u00fccher. Im Zuge der Aufw\u00e4rtsbewegung des Bitcoin-Kurses wurden\u00a0laut Coinglass<\/a>-Daten rund 422 Millionen US-Dollar\u00a0an gehebelten Positionen liquidiert. Diesmal ging es haupts\u00e4chlich Shortsellern an den Kragen: rund 333 Millionen US-Dollar sind verpufft.<\/p>\n Liquidationen zwingen Marktteilnehmer, Positionen zu schlie\u00dfen \u2013 was Bewegung beschleunigt, egal ob nach oben oder unten. Hier findest du eine Anleitung zum Bitcoin kaufen<\/a>.<\/p>\n Der n\u00e4chste Termin, auf den Makro-Trader reflexartig schauen, ist die US-Notenbank und der n\u00e4chste gro\u00dfe Katalysator liegt nur wenige Wochen entfernt: Die Federal Reserve f\u00fchrt laut offiziellem Kalender ihre n\u00e4chste regul\u00e4re FOMC-Sitzung am\u00a027.\u201328. Januar 2026\u00a0durch.<\/p>\n Ob es dort direkt eine weitere Zinssenkung gibt, wird am Markt derzeit eher skeptisch gesehen. In Bezug auf das\u00a0**CME FedWatch<\/a>-Tool** liegt die Wahrscheinlichkeit f\u00fcr ein Gleichbleiben des aktuellen Zinssatzes bei\u00a083 Prozent.\u00a0Auf Polymarket<\/a> wird gar von 90-prozentiger Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen, dass es eine Zinspause geben wird.<\/p>\n Unterm Strich bleibt ein eher n\u00fcchternes Bild: Bitcoin hat sich zum Jahresstart sich wieder in n\u00f6rdlichere Gefilde begeben, durchbricht wieder die 94.000 US-Dollar-Marke und zeigt, dass K\u00e4ufer bei steigender Unsicherheit nicht automatisch verschwinden.<\/p>\n Gleichzeitig zeigt die Datenlage, dass Kapital \u00fcber ETFs wieder sichtbar in den Markt flie\u00dft und der Derivatehebel die Bewegung sp\u00fcrbar verst\u00e4rkt. Aber wie stabil bleiben die ETF-Zufl\u00fcsse und wie \u201edovish\u201c oder \u201ehawkish\u201c liest sich die Fed-Kommunikation Ende Januar?<\/p>\n Die geopolitische Lage rund um Venezuela liefert zus\u00e4tzlich ein Risiko-Narrativ, das M\u00e4rkte typischerweise nerv\u00f6s und damit beweglicher macht; in diesem Fall positiv f\u00fcr den Bitcoin-Kurs. Was sich daraus\u00a0aber nicht\u00a0sauber ableiten l\u00e4sst ist, dass Bitcoin \u201ewegen Venezuela\u201c steigt oder dass die Rallye damit automatisch einen neuen, stabilen Trend eingel\u00e4utet hat. F\u00fcr belastbare Aussagen fehlt bislang eine eindeutige, belegbare Kette aus Ursache und Wirkung. Was man dagegen seri\u00f6s sagen kann: Der Markt hat zu Jahresbeginn Liquidit\u00e4t gefunden; und die n\u00e4chste gro\u00dfe Bew\u00e4hrungsprobe ist der\u00a0Fed-Termin Ende Januar.<\/p>\nETF-Geld aus den USA: Wall Street liefert wieder R\u00fcckenwind<\/h2>\n
<\/a><\/p>\nDer Derivate-Markt brodelt<\/h2>\n
Fed-Sitzung am 27.\u201328. Januar: Kommt eine weitere Zinssenkung?<\/h2>\n
<\/p>\nWas jetzt z\u00e4hlt<\/h2>\n