{"id":21840,"date":"2026-01-27T20:28:13","date_gmt":"2026-01-27T20:28:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.coinspeaker.com\/de\/?p=21840"},"modified":"2026-01-27T20:28:13","modified_gmt":"2026-01-27T20:28:13","slug":"bitcoin-hashrate-bricht-ein-wie-sicher-ist-das-netzwerk","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.coinspeaker.com\/de\/bitcoin-hashrate-bricht-ein-wie-sicher-ist-das-netzwerk\/","title":{"rendered":"Bitcoin-Hashrate bricht ein: Wie sicher ist das Netzwerk?"},"content":{"rendered":"
Ein massiver, kurzfristiger Einbruch der Bitcoin-Hashrate hat in den letzten Tagen f\u00fcr Sorgenfalten in der Mining-Szene gesorgt. Zeitweise wurden rund 200 EH\/s vom Netz genommen, die durchschnittliche Blockzeit verl\u00e4ngerte sich sp\u00fcrbar. Die USA standen als Mining-Hotspot im Fokus. Wie robust reagiert Bitcoins Anreizsystem auf externe Schocks?<\/p>\n
Die Hashrate beschreibt vereinfacht, wie viel Rechenleistung Miner ins Netzwerk werfen, um g\u00fcltige Bl\u00f6cke zu finden. Die \u201eexakte\u201c Hashrate l\u00e4sst sich nicht direkt messen, sondern wird aus Blockfunden und Difficulty gesch\u00e4tzt, weshalb kurzfristige Ausschl\u00e4ge auch statistische Effekte enthalten k\u00f6nnen. So k\u00f6nnen dann Tageswerte wegen der Zuf\u00e4lligkeit der Blockfindung schwanken, aber Durchschnittswerte (z. B. \u00fcber sieben Tage) liefern meist ein saubereres Bild.<\/p>\n
Die Hashrate ist deswegen auch als Sicherheitsbarometer relevant, weil mehr Power im Netzwerk die Widerstandsf\u00e4higkeit gegen Angriffe erh\u00f6ht. Die Hashrate ist also eine Art Indikator daf\u00fcr, wie sicher die Blockchain gegen Angreifer ist.<\/p>\n
Nun gab es einen kurzfristigen 40-prozentigen Einbruch der Hashrate und der Markt bleibt nerv\u00f6s. Bitcoin notiert laut CoinGecko am 27. Januar 2026 bei rund 88.082,92 US-Dollar bei einer Marktkapitalisierung von rund 1,76 Billionen US-Dollar.<\/p>\n
\nBitcoin mining (demand response) and batteries worked together to stabilize Texas‘ grid in the face of recent extreme weather https:\/\/t.co\/13hz6bp03K<\/a><\/p>\n
\u2014 Daniel Batten (@DSBatten) January 26, 2026<\/a><\/p><\/blockquote>\n
Der Einbruch ab dem 20. Januar durch Wintersturm<\/h2>\n
Was ist konkret passiert? In den USA zog ein Wintersturm durch mehrere Regionen, begleitet von extremer K\u00e4lte, Schnee, Eis und teils gro\u00dffl\u00e4chigen Stromproblemen. In dieser Lage reduzierten Mining-Unternehmen und Mining-Pools ihre Aktivit\u00e4t \u2013 teils wegen Ausf\u00e4llen, teils im Rahmen von Lastmanagement.<\/p>\n
Der Miner-Dienst TheMinerMag<\/a> beschreibt, dass vor allem nordamerikanische Pools einen scharfen R\u00fcckgang sahen, w\u00e4hrend eine \u201eArctic blast\u201c \u00fcber die USA rollte und Netzbetreiber Spar- und Conservation-Hinweise ausgaben. Dort hei\u00dft es auch, FoundryUSA sei von knapp 340 EH\/s am Freitag auf etwa 242 EH\/s gefallen, Luxor von rund 45 EH\/s auf rund 26 EH\/s \u2013 zusammen mehr als 110 EH\/s weniger. Die Blockzeit stieg auf etwa 12 Minuten und die gesch\u00e4tzte Netzwerk-Hashrate sank zeitweise um \u00fcber vierzig Prozent ab, bevor sie sich wieder erholte.<\/p>\n
Die Bitcoin Hashrate konnte sich inzwischen etwas erholen. Laut Daten von CoinWarz<\/a> am 27. Januar 2026 betr\u00e4gt die Bitcoin-Hashrate 856,84 EH\/s; also wieder klar \u00fcber den dramatischsten Tiefs, aber trotzdem noch im Nachhall der St\u00f6rung.<\/p>\n
Wer die Debatte auf Coinspeaker vertiefen will: Der konkrete Sturm-Trigger und der Hashrate-R\u00fcckgang sind dort als eigener Beitrag aufbereitet (News-Link).<\/p>\n
Immer auf dem neusten Stand bleiben: Live Bitcoin Prognose<\/a><\/p>\n
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Sicherheitsfrage: Wird ein 51%-Angriff pl\u00f6tzlich realistischer?<\/h2>\n
Bei einer 51%-Attacke ist die Sicherheitsdebatte gro\u00df. Das ist die Situation, in der eine Miner-Gruppe mehr als die H\u00e4lfte der Mining-Hashrate kontrollieren k\u00f6nnte und dadurch theoretisch Transaktionen blockieren oder auch umorganisieren kann.<\/p>\n
Ein kurzfristiger Hashrate-R\u00fcckgang senkt zwar das \u201eSicherheitsniveau\u201c im technischen Sinn, aber er bedeutet nicht automatisch, dass ein Angreifer pl\u00f6tzlich nahe an die Mehrheit kommt und grunds\u00e4tzlich Schaden anrichten kann im Netzwerk.<\/p>\n
Au\u00dferdem ist die Blockproduktion \u00fcber Pools verteilt: Foundry USA und AntPool kommen in der momentanen Verteilung zusammen auf gerade mal gut 40 Prozent<\/a>, dahinter folgen weitere gro\u00dfe Pools wie SpiderPool. Die \u201eMehrheit\u201c landet also trotz eines Sturms nicht pl\u00f6tzlich bei einem einzelnen Pool \u2013 zumal der Sturm laut Berichten gerade US-lastige Pools am st\u00e4rksten traf.<\/p>\n
Trotzdem hei\u00dft das nicht, dass wenn ein erheblicher Teil der Hashrate geografisch oder infrastrukturell konzentriert ist, externe Schocks wie Wetter oder Netzengp\u00e4sse ein reales Betriebsrisiko darstellen k\u00f6nnen; wenn auch meist kurzfristig.<\/p>\n
Dass die USA als Mining-Standort hochrelevant sind, wird auch in der aktuellen Berichterstattung betont, inklusive der Rolle von Demand-Response-Programmen.<\/p>\n
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Warum die Blockzeit hochging \u2013 und warum das im Protokoll vorgesehen ist<\/h2>\n
Der zweite sichtbare Effekt war die Blockzeit: Im Netz werden Bl\u00f6cke tempor\u00e4r langsamer gefunden, im Schnitt um die zw\u00f6lf Minuten statt um zehn. Das ist eine logische Folge, wenn Hashrate kurzfristig wegbricht, bevor die Difficulty nachzieht. Die Difficulty wird alle 2.016 Bl\u00f6cke (etwa alle zwei Wochen) angepasst, damit die durchschnittliche Zeit zwischen Bl\u00f6cken bei zehn Minuten bleibt. Die n\u00e4chste Anpassung findet voraussichtlich am 08. Februar statt.<\/p>\n
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