{"id":23149,"date":"2026-02-20T11:34:20","date_gmt":"2026-02-20T11:34:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.coinspeaker.com\/de\/?p=23149"},"modified":"2026-02-20T11:34:20","modified_gmt":"2026-02-20T11:34:20","slug":"hacker-schickt-320-bitcoin-zurueck-staatsanwaltschaft-holt-sich-die-coins-wieder","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.coinspeaker.com\/de\/hacker-schickt-320-bitcoin-zurueck-staatsanwaltschaft-holt-sich-die-coins-wieder\/","title":{"rendered":"Hacker schickt 320 Bitcoin zur\u00fcck: Staatsanwaltschaft holt sich die Coins wieder"},"content":{"rendered":"
320,88 Bitcoin sind in staatlicher Verwahrung in S\u00fcdkorea verschwunden und Monate sp\u00e4ter pl\u00f6tzlich wieder aufgetaucht: Genau das meldeten s\u00fcdkoreanische Medien und die Staatsanwaltschaft in Gwangju diese Woche. Der Vorgang wirkt wie aus einem Lehrbuch dar\u00fcber, wie unbarmherzig \u00f6ffentlich nachvollziehbare Blockchains sein k\u00f6nnen: Wer stiehlt, hinterl\u00e4sst Spuren; wer verkaufen will, braucht oft doch wieder Gegenparteien.<\/p>\n
Nach Angaben der\u00a0Lawtimes\u00a0teilte die Staatsanwaltschaft am\u00a019. Februar 2026\u00a0mit, sie habe die durch einen Phishing-Zugriff verlorenen\u00a0320 Bitcoin\u00a0nach rund\u00a0sechs Monaten\u00a0vollst\u00e4ndig zur\u00fcckerlangt.\u00a0Am\u00a017. Februar\u00a0seien\u00a0320,88 Bitcoin\u00a0in die urspr\u00fcnglich genutzte Cold-Wallet zur\u00fcck\u00fcberwiesen worden.\u00a0Anschlie\u00dfend seien die Best\u00e4nde zur Sicherung in eine Wallet bei einer\u00a0inl\u00e4ndischen Kryptob\u00f6rse\u00a0transferiert worden.<\/p>\n
Einen \u00dcberblick f\u00fcr die besten Kryptowallets findest du hier: Krypto Wallet Vergleich 2026: Sicherheit, Funktionen und Top-Anbieter im Check<\/a><\/p>\n Eine Festnahme ist damit nicht automatisch verbunden \u2013 im Gegenteil: Laut den Berichten ist die Identit\u00e4t der T\u00e4ter:innen weiterhin ungekl\u00e4rt, die R\u00fcckgabe wird eher als taktischer Schritt interpretiert.<\/p>\n NEW: Hacker returns 320.8 BTC ($21.4M) to \ud83c\uddf0\ud83c\uddf7 South Korean authorities\u2019 wallet after they blocked his transactions on centralized exchanges. pic.twitter.com\/Aqm7nap7Fa<\/a><\/p>\n \u2014 Bitcoin News (@BitcoinNewsCom) February 19, 2026<\/a><\/p><\/blockquote>\n Die plausibelste Erkl\u00e4rung, die in S\u00fcdkorea selbst kursiert: Der T\u00e4ter stie\u00df beim Versuch, die Bitcoin zu Geld zu machen, auf harte Grenzen.\u00a0Denn die Staatsanwaltschaft habe \u2013 nachdem der Diebstahl intern erkannt worden war \u2013 die Spur der Coins bis zur zuletzt genutzten Wallet nachverfolgt und Ma\u00dfnahmen eingeleitet, um Bewegungen zu erkennen und zu blockieren.<\/p>\n Die Staatsanwaltschaft habe\u00a0rund f\u00fcnfzig\u00a0in- und ausl\u00e4ndische Handelspl\u00e4tze kontaktiert und per Schreiben<\/a> sowie richterlichen Anordnungen darum gebeten, Einzahlungen aus den verd\u00e4chtigen Wallets zu\u00a0stoppenbeziehungsweise Konten zu\u00a0einfrieren.\u00a0Gleichzeitig sei die Wallet-\u00dcberwachung so eingerichtet worden, dass neue Transaktionen automatisiert auffallen.\u00a0In dieser Logik ist die R\u00fcck\u00fcberweisung weniger Reue als Kalk\u00fcl: Wenn jeder Abzweig in Richtung \u201cExit\u201d zur Sackgasse wird, ist das Zur\u00fcckschicken pl\u00f6tzlich die Option mit dem kleinsten Schaden.<\/p>\n Der heikle Teil an der Geschichte ist nicht die R\u00fcckgabe, sondern der urspr\u00fcngliche Verlust. So wurden die Bitcoin im Zuge eines\u00a0Beh\u00f6rdenvorgangs\u00a0kompromittiert: Ermittler:innen seien beim Zugriff auf eine\u00a0**Phishing-Seite<\/a>** gelandet und h\u00e4tten dadurch die Verwahrung gef\u00e4hrdet.\u00a0Es ging um eine\u00a0USB-\u00e4hnliche Cold-Wallet, deren Informationen beim Pr\u00fcfen der Best\u00e4nde \u00fcber eine Phishing-Seite nach au\u00dfen gelangt seien.<\/p>\n Auch der Ursprung der Coins ist dokumentiert: Die beschlagnahmten Bitcoin stammten in einem\u00a0Fall aus einem Online Casino<\/a>; Ertr\u00e4ge eines\u00a0illegalen Gl\u00fccksspielnetzwerks. Das versp\u00e4tete Erkennen des Diebstahls in S\u00fcdkorea hat eine Debatte \u00fcber die Verwahrprozesse ausgel\u00f6st.<\/p>\n Die Staatsanwaltschaft macht in ihrem Statement klar, dass die Geschichte nicht mit der R\u00fcck\u00fcberweisung endet: Sie f\u00fchrt die Ermittlungen gegen die T\u00e4ter fort und pr\u00fcft auch, ob es\u00a0interne Beihilfe\u00a0gegeben haben k\u00f6nnte.\u00a0Parallel laufen Untersuchungen zu den Phishing-Seiten und zu Domain-Strukturen beziehungsweise beteiligten Dienstleistern.<\/p>\n Und genau da liegt der wunde Punkt f\u00fcr Beh\u00f6rden weltweit: Beschlagnahmte Krypto-Assets sind kein Bankschlie\u00dffach. Wer Seed-Phrases, Zug\u00e4nge oder operative Prozesse nicht sauber trennt, macht aus Beweismitteln eine Zielscheibe.<\/p>\n\n
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