{"id":23907,"date":"2026-03-04T16:29:29","date_gmt":"2026-03-04T16:29:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.coinspeaker.com\/de\/?p=23907"},"modified":"2026-03-04T16:29:37","modified_gmt":"2026-03-04T16:29:37","slug":"ray-dalio-wettert-gegen-bitcoin-das-digitale-gold-sei-nicht-sicher-genug","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.coinspeaker.com\/de\/ray-dalio-wettert-gegen-bitcoin-das-digitale-gold-sei-nicht-sicher-genug\/","title":{"rendered":"Ray Dalio wettert gegen Bitcoin: Das \u201cdigitale Gold\u201d sei nicht sicher genug"},"content":{"rendered":"
Ray Dalio stellt das \u201edigitale Gold\u201c-Narrativ infrage. Seine Kernaussage: F\u00fcr Zentralbanken sei BTC schon wegen fehlender Privatsph\u00e4re und langfristiger Technikrisiken kein sinnvoller Reserveanker. Gleichzeitig zeigt der Kurs: Es geht wieder vorw\u00e4rts: Der Bitcoin-Kurs schoss heute im Lauf des Tages bis zur Zeit des Schreibens knapp \u00fcber 73.000 US-Dollar<\/p>\n
Ray Dalio, Gr\u00fcnder von Bridgewater Associates, hat seine Bitcoin-Skepsis in einem k\u00fcrzlichen Podcast erneut zugespitzt.<\/p>\n
Im Kern sagt er: Bitcoin habe zwar Eigenschaften von \u201ehartem Geld\u201c, aber als Geldform sei der Markt \u201eklein\u201c im Verh\u00e4ltnis zu Gold \u2013 und Gold bleibe das einzige echte Gold.<\/p>\n
Entscheidend ist bei ihm weniger die Volatilit\u00e4t, sondern die Institutionenfrage: Zentralbanken seien Teil des \u201eGeldfundaments\u201c \u2013 und genau diese K\u00e4uferseite sieht er bei Bitcoin nicht.<\/p>\n
Der Timing-Effekt ist bemerkenswert. W\u00e4hrend an den M\u00e4rkten wegen der Nahost-Eskalation der Puls hochgeht, springt Bitcoin wieder \u00fcber die Marke von 73.000 US-Dollar.<\/p>\n
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Dalios \u201eZentralbanken wollen kein BTC\u201c ist eine These \u2013 aber sie trifft einen Punkt, der sich an den Reserven ablesen l\u00e4sst: Gold ist weiterhin das klassische Notenbank-Asset.<\/p>\n
Der World Gold Council<\/a> meldet f\u00fcr Januar Nettozuk\u00e4ufe von\u00a0f\u00fcnf Tonnen\u00a0\u2013 weniger als der Durchschnitt von 2025, aber weiterhin ein Plus.<\/p>\n Parallel gibt es neue staatliche Goldprogramme, etwa in Uganda, wo die Zentralbank ab M\u00e4rz ein eigenes Kaufprogramm starten will.<\/p>\n F\u00fcr Bitcoin ist das keine Petitesse, sondern die Messlatte: Wenn BTC wirklich \u201edigitales Gold\u201c sein soll, m\u00fcsste er irgendwann auch in Reserveportfolios institutionell \u201enormal\u201c werden \u2013 inklusive Verwahrung, Bilanzierung und politischer Akzeptanz.<\/p>\n Wer Dalios makropolitische Grundlinie nachlesen will: In einer fr\u00fcheren Einordnung zur br\u00f6ckelnden Weltordnung und Michael Saylors Bitcoin-Konter<\/a> greift Coinspeaker genau dieses Spannungsfeld \u201eGeopolitik trifft Verm\u00f6gensschutz\u201c auf.<\/p>\n \ud83d\udea8 NEW: RAY DALIO WARNS BITCOIN \u2018UNLIKELY\u2019 TO BE A LONG-TERM SAFE HAVEN<\/p>\n Billionaire investor Ray Dalio said Bitcoin is unlikely to serve as a long-term store of value or hedge asset, arguing it lacks central bank backing and faces unresolved privacy and quantum computing risks. pic.twitter.com\/kJ1ET5AClc<\/a><\/p>\n \u2014 Coin Bureau (@coinbureau) March 4, 2026<\/a><\/p><\/blockquote>\n Dalios sch\u00e4rfster Satz im Podcast zielt auf Privatsph\u00e4re: Bitcoin biete \u201ekeine privacy\u201c, Transaktionen k\u00f6nnten \u00fcberwacht und indirekt sogar kontrolliert werden.<\/p>\n Technisch ist das nicht aus der Luft gegriffen: Das Bitcoin-Projekt selbst betont, dass Bitcoin mit einem ungew\u00f6hnlich hohen Transparenzgrad funktioniert \u2013 Transaktionen sind \u00f6ffentlich, nachvollziehbar und dauerhaft im Netzwerk gespeichert.<\/p>\n Das hei\u00dft nicht, dass jede Adresse automatisch eine Identit\u00e4t ist, aber: Sobald Adressen mit Realwelt-Daten verkn\u00fcpft werden, wird die Kette r\u00fcckw\u00e4rts pl\u00f6tzlich sehr hell.<\/p>\n Der politische Teil dieser Debatte wird gerade in Europa lauter. Bei Coinspeaker findet sich dazu ein Hintergrundst\u00fcck \u00fcber DAC8<\/a> und die kommende Steuertransparenz, die Krypto-Dienstleister zu umfangreicher Datenerfassung verpflichtet.<\/p>\n Als zweites Langfristrisiko nennt Dalio Quantencomputer \u2013 die Idee, dass k\u00fcnftige Systeme heute g\u00e4ngige Kryptografie knacken k\u00f6nnten.<\/p>\n Post-Quantum-Kryptografie k\u00f6nnte explizit als Antwort auf die \u201ek\u00fcnftige Bedrohung\u201c durch Quantencomputer gesehen werden, die viele heute verbreitete Verfahren potenziell brechen k\u00f6nnten.<\/p>\n Ein ausreichend leistungsf\u00e4higer Quantencomputer k\u00f6nnte theoretisch Private Keys aus Public Keys ableiten. Allerdings liegt die daf\u00fcr n\u00f6tige Hardware weit \u00fcber dem heutigen Stand.<\/p>\n Coinspeaker hatte Ende 2025 die Debatte um Quantum Computing und Bitcoin<\/a> bereits ausf\u00fchrlich aufgedr\u00f6selt, inklusive der Frage, welche Zeitachsen realistisch sind.<\/p>\n\n
Privatsph\u00e4re: Bitcoin ist transparent, nicht anonym<\/h2>\n
Quantencomputer: Risiko, aber nicht morgen fr\u00fch<\/h2>\n