{"id":24192,"date":"2026-03-09T15:05:59","date_gmt":"2026-03-09T15:05:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.coinspeaker.com\/de\/?p=24192"},"modified":"2026-03-09T15:05:59","modified_gmt":"2026-03-09T15:05:59","slug":"oel-schock-trifft-maerkte-warum-der-krypto-markt-in-extremer-angst-festhaengt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.coinspeaker.com\/de\/oel-schock-trifft-maerkte-warum-der-krypto-markt-in-extremer-angst-festhaengt\/","title":{"rendered":"\u00d6l-Schock trifft M\u00e4rkte: Warum der Krypto-Markt in extremer Angst festh\u00e4ngt"},"content":{"rendered":"
Bitcoin h\u00e4lt sich am Montag zwar wieder knapp an der 70.000 US-Dollar-Marke, von Entwarnung kann trotzdem keine Rede sein: Der Krieg zwischen den USA, Israel und Iran treibt den \u00d6lmarkt, belastet die Aktienb\u00f6rsen und versch\u00e4rft den Druck auf einen ohnehin nerv\u00f6sen Kryptomarkt.<\/p>\n
Bitcoin wirkt zum Wochenstart stabil, aber nur auf den ersten Blick. Dazu kommt eine Bitcoin-Dominanz<\/a> von gut 58,7 Prozent. Das spricht nicht f\u00fcr eine breite Risikofreude, sondern eher f\u00fcr einen Markt, der sich im Zweifel weiter in die gr\u00f6\u00dfte und liquideste Kryptow\u00e4hrung fl\u00fcchtet. Zum Hintergrund, klar als Einordnung: Vom Allzeithoch bei 126.080 US-Dollar am 6. Oktober 2025 ist Bitcoin noch immer deutlich entfernt, genauer gesagt 45 Prozent.<\/p>\n Der eigentliche Gegenwind kommt derzeit nicht aus dem Kryptosektor selbst, sondern von au\u00dfen. Reuters berichtet, dass Brent am Montag zeitweise auf 119,50 US-Dollar und WTI auf 119,48 US-Dollar sprang. Das w\u00e4re jeweils der h\u00f6chste Stand seit Mitte 2022. Ausl\u00f6ser ist die eskalierende Kriegslage rund um Iran, Israel und die USA sowie die Sorge vor anhaltenden St\u00f6rungen rund um die Stra\u00dfe von Hormus.<\/p>\n F\u00fcr Risikoanlagen ist das ein ziemlich ungem\u00fctlicher Mix. Dazu kommt, dass S&P 500 seine schw\u00e4chste Woche seit Mitte Oktober verzeichnete. Parallel dazu zeigte der offizielle US-Arbeitsmarktbericht f\u00fcr Februar einen R\u00fcckgang der Nonfarm Payrolls um 92.000 Stellen bei einer Arbeitslosenquote von 4,4 Prozent. Wenn Energie teurer wird und die Konjunkturdaten zugleich weicher aussehen, steigt an den M\u00e4rkten die Angst vor einem Umfeld, in dem Wachstum schw\u00e4chelt, Inflationsdruck aber hoch bleibt. Genau das dr\u00fcckt gerade auf Krypto.<\/p>\n Dass die Nervosit\u00e4t nicht nur ein US-Ph\u00e4nomen ist, zeigt der Wochenauftakt in Asien. Medienberichte zufolge fielen am Montag auch die Aktienm\u00e4rkte in Japan, S\u00fcdkorea und China deutlich, w\u00e4hrend S&P-500-Futures um rund zwei Prozent und Nasdaq-Futures um rund 2,3 Prozent nachgaben. Bitcoin l\u00e4uft in diesem Umfeld eben nicht als sicherer Hafen, sondern weiter als Risikoasset mit.<\/p>\n Das erkl\u00e4rt, warum die Stimmung im Kryptosektor so miserabel bleibt. Der Crypto Fear & Greed Index liegt aktuell bei acht Punkten und damit tief im Bereich \u201eExtreme Fear\u201c. Das ist keine normale Zur\u00fcckhaltung mehr, sondern ein regelrechter Kapitulationsmodus.<\/p>\n Auch unter der Oberfl\u00e4che sieht es fragil aus. Glassnode<\/a> schreibt in seinem aktuellen Wochenbericht, dass nur noch rund 57 Prozent des Bitcoin-Angebots im Gewinn liegen. Im Umkehrschluss bedeutet das: ungef\u00e4hr 43 Prozent des Angebots liegen derzeit unter Wasser. Glassnode ordnet dieses Niveau historisch in die Fr\u00fchphase tieferer B\u00e4renmarktregime ein. Wer die Mechanik solcher Phasen besser einordnen will, findet im Evergreen\u00a0Was ist ein B\u00e4renmarkt?<\/a>\u00a0eine saubere Grundordnung.<\/p>\n Auch interessant: Bitcoin-ETFs unter Druck<\/a>.<\/p>\n As Bitcoin moved lower, a wave of long liquidations (+- $300M) kicked in, amplifying sell pressure and driving the price down further.https:\/\/t.co\/SNARRJEk3V<\/a> pic.twitter.com\/egbu60bR9I<\/a><\/p>\n \u2014 glassnode (@glassnode) January 30, 2026<\/a><\/p><\/blockquote>\n Ganz hoffnungslos ist das Bild trotzdem nicht. So h\u00e4tten sich die Abfl\u00fcsse aus US-Spot-Bitcoin-ETFs zuletzt stabilisiert, w\u00e4hrend bei den Optionen die akute Absicherungsangst nachlasse. Das ist noch keine echte Trendwende, aber immerhin ein Signal, dass der Markt nicht mehr ganz so panisch verkauft wie noch vor wenigen Wochen. Wer die Stimmungsseite des Marktes vertiefen will, findet dazu bei CoinSpeaker auch den Beitrag\u00a0Bitcoin News: Extreme Angst \u2013 oder antizyklische Chance?<\/a>.<\/p>\n Unterm Strich bleibt damit ein Markt, der sich zwar nicht im freien Fall befindet, aber weiter auf wackligem Fundament steht. Die Kurse halten sich, die Stimmung nicht. Solange \u00d6l, Inflationserwartungen und geopolitische Risiken den Takt vorgeben und gro\u00dfe Marktteilnehmer eher verteilen als aggressiv akkumulieren, bleibt jede Erholung bei Bitcoin verd\u00e4chtig fragil.<\/p>\n
<\/p>\nOn-Chain-Daten senden weiter Warnsignale<\/h2>\n
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Was jetzt f\u00fcr Bitcoin z\u00e4hlt<\/h2>\n