{"id":24555,"date":"2026-03-16T13:31:33","date_gmt":"2026-03-16T13:31:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.coinspeaker.com\/de\/?p=24555"},"modified":"2026-03-16T13:31:33","modified_gmt":"2026-03-16T13:31:33","slug":"arthur-hayes-sieht-ki-als-ausloeser-der-naechsten-bankenwelle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.coinspeaker.com\/de\/arthur-hayes-sieht-ki-als-ausloeser-der-naechsten-bankenwelle\/","title":{"rendered":"Arthur Hayes sieht KI als Ausl\u00f6ser der n\u00e4chsten Bankenwelle"},"content":{"rendered":"
Arthur Hayes warnt vor einem KI-Schock, der Kreditausf\u00e4lle und neue Turbulenzen bei US-Banken ausl\u00f6sen k\u00f6nnte. F\u00fcr Bitcoin w\u00e4re das laut dem BitMEX-Mitgr\u00fcnder erst einmal schlecht \u2013 bis die Notenbanken wieder Liquidit\u00e4t ins System pumpen<\/p>\n
Arthur Hayes bleibt sich treu: gro\u00dfe These, gro\u00dfes Risiko, gro\u00dfe Bitcoin-Folge. In seinem aktuellen Essay \u201eThis Is Fine\u201c entwirft er das Szenario einer KI-getriebenen Kreditkrise. Die Logik dahinter ist schnell erkl\u00e4rt. Wenn k\u00fcnstliche Intelligenz gut bezahlte Wissensarbeit schneller ersetzt als neue Jobs entstehen, geraten Konsumkredite, Autokredite und Hypotheken unter Druck. Genau diese Forderungen liegen als Aktiva in den Bankbilanzen. Hayes st\u00fctzt seine Rechnung dabei auf ein US-Konsumentenkreditvolumen von rund 5,1 Billionen US-Dollar und kommt f\u00fcr sein Stressszenario auf einen sp\u00fcrbaren Kapitalschaden bei Gesch\u00e4ftsbanken.<\/p>\n
Neu ist daran weniger die Grundangst vor Automatisierung als die Verbindung zur Bankenfrage. Hayes argumentiert, dass vor allem kleinere und mittelgro\u00dfe Institute verwundbar w\u00e4ren, wenn aus KI-bedingten Stellenstreichungen echte Zahlungsausf\u00e4lle werden. In seinem Text zieht er ausdr\u00fccklich Parallelen zur Regionalbankenkrise von 2023 und erwartet im Extremfall erneuten Einlagenabzug Richtung Gro\u00dfbanken.<\/p>\n
\n„This Is Fine“ is an essay on why $BTC<\/a> is predicting an AI-adoption driven financial crisis which will be „solved“ with printed monay!https:\/\/t.co\/sp2NBHWorM<\/a> pic.twitter.com\/RTtEbogYAR<\/a><\/p>\n
\u2014 Arthur Hayes (@CryptoHayes) February 17, 2026<\/a><\/p><\/blockquote>\n
Erst Risikoasset, dann Liquidit\u00e4tsgewinner<\/h2>\n
Der interessante Punkt an Hayes\u2019 These ist: Er malt gerade\u00a0kein<\/strong>\u00a0sofort bullishes Bitcoin-Bild. Im Gegenteil. In seinem Essay<\/a> \u201cThis is fine\u201d schreibt er ausdr\u00fccklich, dass Bitcoin in einem ersten Schockmoment weiter unter Druck geraten k\u00f6nnte. Entweder sei der R\u00fccksetzer von 126.000 auf rund die H\u00e4lfte bereits der Gro\u00dfteil der Bewegung gewesen, oder Bitcoin k\u00f6nne noch einmal tiefer rutschen, w\u00e4hrend die Aktienm\u00e4rkte den Kreditstress erst noch einpreisen. Erst wenn die Fed gezwungen w\u00e4re, mit Liquidit\u00e4tsprogrammen oder einer Art neuem \u201eBrrr\u201c-Moment einzugreifen, w\u00fcrde sich das Blatt f\u00fcr knappe Assets wie Bitcoin drehen.<\/p>\n
Hier weiterlesen:\u00a0Arthur Hayes warnt: Divergenz zwischen Bitcoin und Nasdaq signalisiert Stress bei der Dollar-Liquidit\u00e4t<\/a><\/p>\n
Genau an dieser Stelle wird aus der d\u00fcsteren Makroerz\u00e4hlung eine Bitcoin-Story. Hayes\u2019 Kernthese lautet nicht, dass KI automatisch bullish f\u00fcr Krypto w\u00e4re. Seine These lautet: KI k\u00f6nnte Deflations- und Kreditschocks ausl\u00f6sen, die die Notenbank am Ende zu expansiver Politik zwingen. Und von genau dieser Liquidit\u00e4tswende w\u00fcrde Bitcoin profitieren. Eine \u00e4hnliche Geldmengenlogik hatte Hayes laut Milk Road<\/a> zuletzt auch im Kontext des Nahostkriegs skizziert. Dort hie\u00df es, ein l\u00e4ngerer Konflikt k\u00f6nne die Fed fr\u00fcher oder sp\u00e4ter ebenfalls in eine lockerere Haltung dr\u00e4ngen.<\/p>\n