{"id":24727,"date":"2026-03-19T12:58:08","date_gmt":"2026-03-19T12:58:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.coinspeaker.com\/de\/?p=24727"},"modified":"2026-03-19T12:58:41","modified_gmt":"2026-03-19T12:58:41","slug":"powell-warnt-vor-nahost-inflation-bitcoin-rutscht-an-die-70-000-dollar-marke","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.coinspeaker.com\/de\/powell-warnt-vor-nahost-inflation-bitcoin-rutscht-an-die-70-000-dollar-marke\/","title":{"rendered":"Powell warnt vor Nahost-Inflation: Bitcoin rutscht an die 70.000-Dollar-Marke"},"content":{"rendered":"
Die Fed hat zwar nicht an der Zinsschraube gedreht, den M\u00e4rkten aber auch keinen Grund gegeben, wieder aggressiv auf geldpolitische Entspannung zu wetten. Powell macht klar, dass der Nahost-Konflikt f\u00fcr den Inflationspfad eben kein Nebenger\u00e4usch ist. Genau deshalb steht Bitcoin jetzt nicht vor einem klassischen Fed-Befreiungsschlag, sondern vor der Frage, ob die 70.000-Dollar-Zone auch dann h\u00e4lt, wenn \u00d6l, Inflation und Risikoaversion weiter gleichzeitig steigen.<\/p>\n
Die US-Notenbank hat geliefert, was der Markt erwartet hatte und den Ton trotzdem versch\u00e4rft. Der Leitzins bleibt in der Spanne von\u00a03,5 bis 3,75 Prozent, doch das eigentliche Signal steckt diesmal im Ausblick: Die Fed bezeichnet die Inflation weiter als \u201esomewhat elevated\u201c, spricht von einem erh\u00f6ht unsicheren Umfeld und verweist ausdr\u00fccklich auf die unklaren Folgen der Entwicklungen im Nahen Osten f\u00fcr die US-Wirtschaft.<\/p>\n
Offiziell blieb die Fed bei ihrer abwartenden Haltung. Doch die neuen Projektionen zeigen, dass die Notenbank den Inflationspfad wieder h\u00f6her ansetzt. In der aktualisierten\u00a0Summary of Economic Projections<\/a>\u00a0liegt die Median-Prognose f\u00fcr die\u00a0PCE-Inflation 2026 bei 2,7 Prozent, ebenso die Median-Prognose f\u00fcr die\u00a0Kern-PCE-Inflation. Gleichzeitig sieht die Fed f\u00fcr 2026 ein reales BIP-Wachstum von\u00a02,4 Prozent\u00a0und eine Arbeitslosenquote von\u00a04,4 Prozent.<\/p>\n Noch wichtiger f\u00fcr die M\u00e4rkte ist der Zinsausblick. Die Verteilung der Fed-Dots f\u00fcr Ende 2026 konzentriert sich so, dass der Median auf einen Zielwert von\u00a03,375 Prozent\u00a0hinausl\u00e4uft. Gegen\u00fcber dem aktuellen Mittelpunkt der Fed Funds Range von\u00a03,625 Prozent\u00a0entspr\u00e4che das faktisch nur\u00a0einer weiteren Zinssenkung um 25 Basispunkte\u00a0in diesem Jahr. Das ist deutlich restriktiver, als viele Anleger noch vor wenigen Wochen gehofft hatten.<\/p>\n FOMC RECAP: March 18, 2026<\/p>\n The Fed held rates at 3.50%-3.75%. Vote was 11-1, with one member pushing for a cut.<\/p>\n DOT PLOT \u2014 TFTC (@TFTC21) March 18, 2026<\/a><\/p><\/blockquote>\n Der eigentliche Belastungsfaktor kommt von au\u00dfen. Die Fed musste ihre Sitzung vor dem Hintergrund eines Energieschocks im Nahen Osten einordnen. In ihrer Erkl\u00e4rung schreibt sie, die wirtschaftlichen Folgen der Entwicklungen in der Region seien ungewiss. Powell wurde in der Pressekonferenz noch konkreter: Was im Nahen Osten geschehe, werde ein\u00a0\u201ebig factor\u201c\u00a0f\u00fcr den weiteren Ausblick sein. Reuters fasst seine Aussagen so zusammen, dass die Fed den j\u00fcngsten Energieschub aus dem Iran-Konflikt sehr wohl als Inflationsrisiko wahrnimmt, auch wenn Powell das aktuelle Umfeld nicht mit den 1970er-Jahren gleichsetzen will.<\/p>\n Dass diese Sorge nicht aus der Luft gegriffen ist, zeigte bereits der Inflationsvorlauf vom Mittwochmorgen. Laut\u00a0Bureau of Labor Statistics\u00a0stieg der US-Erzeugerpreisindex im Februar um\u00a00,7 Prozent\u00a0zum Vormonat und um\u00a03,4 Prozent\u00a0im Jahresvergleich. Das war der st\u00e4rkste Jahresanstieg seit Februar 2025. Vor allem die G\u00fcterseite zog an, inklusive Energie. Wer auf schnelle Disinflation gesetzt hatte, bekam damit schon vor Powells Auftritt einen D\u00e4mpfer.<\/p>\n Parallel eskaliert die Lage auf dem Energiemarkt. Reuters berichtete am Donnerstag, dass nach dem Angriff auf Irans South-Pars-Gasfeld und Gegenschl\u00e4gen auf Energieinfrastruktur in der Golfregion die Verwundbarkeit des globalen \u00d6l- und Gasmarktes offen zutage tritt.<\/p>\n F\u00fcr den Kryptomarkt ist das ein unangenehmer Mix.\u00a0Bitcoin\u00a0notiert laut CoinGecko<\/a> bei knapp unter\u00a070.000 US-Dollar\u00a0und liegt auf 24-Stunden-Sicht\u00a04 Prozent\u00a0im Minus.\u00a0Von Stabilit\u00e4t kann also nur relativ die Rede sein: BTC h\u00e4lt die 70.000-Dollar-Zone bislang, aber eben nur knapp.<\/p>\n Lies hier die Coinspeaker Bitcoin Prognose<\/a>.<\/p>\n\n
\nMedian projection still calls for one 25bp cut in 2026 and one more in 2027. But 7 of 19 members see no cuts at all this year. The committee is split.\u2026 pic.twitter.com\/0qpYyERC1O<\/a><\/p>\nPowell macht klar: Der \u00d6l-Schock ist f\u00fcr die Fed kein Nebenger\u00e4usch<\/h2>\n
Bitcoin bricht erneut die 70.000-Dollar-Zone<\/h2>\n
<\/p>\n