{"id":25913,"date":"2026-04-15T05:18:09","date_gmt":"2026-04-15T05:18:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.coinspeaker.com\/de\/?p=25913"},"modified":"2026-04-15T05:18:09","modified_gmt":"2026-04-15T05:18:09","slug":"politischer-stillstand-im-senat-neuer-vorschlag-zu-stablecoin-renditen-unter-beschuss","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.coinspeaker.com\/de\/politischer-stillstand-im-senat-neuer-vorschlag-zu-stablecoin-renditen-unter-beschuss\/","title":{"rendered":"Politischer Stillstand im Senat: Neuer Vorschlag zu Stablecoin-Renditen unter Beschuss"},"content":{"rendered":"
Der regulatorische Machtkampf zwischen der traditionellen Bankenwelt und der Krypto-Branche im US-Senat versch\u00e4rft sich weiter. Senator Thom Tillis<\/b> hat angek\u00fcndigt, in dieser Woche einen neuen Entwurf zu ver\u00f6ffentlichen, der den seit Monaten andauernden Streit um Stablecoin-Renditen beilegen soll. Das Vorhaben steht jedoch unter keinem guten Stern: Laut Berichten von Politico signalisieren sowohl Banken-Lobbyisten als auch Krypto-Vertreter bereits massiven Widerstand gegen den Kompromissvorschlag.<\/p>\nDie Fronten: Zinswettbewerb gegen Einlagensicherung<\/h2>\n
Im Kern der Debatte steht die Frage, ob Drittanbieter wie Krypto-B\u00f6rsen ihren Kunden Renditen auf Stablecoins auszahlen d\u00fcrfen. W\u00e4hrend der Krypto-Sektor dies als essenzielles Gesch\u00e4ftsmodell betrachtet, fordert die Banken-Lobby ein striktes Verbot. Die Bef\u00fcrchtung der Banken: Attraktive Stablecoin-Zinsen k\u00f6nnten eine massive Einlagenflucht<\/b> ausl\u00f6sen, da Kunden ihr Kapital von traditionellen Sparkonten hin zu digitalen Plattformen umschichten w\u00fcrden. Senator Tillis betonte, dass der Entwurf diese Sorgen zwar ernst nehme, die Skepsis auf beiden Seiten jedoch bestehen bleibe, da viele Akteure den vollst\u00e4ndigen Gesetzestext noch nicht gesichtet h\u00e4tten.<\/p>\nEin Gesetz in der Warteschleife<\/h2>\n
Das geplante Marktstrukturgesetz, das unter der Trump-Administration eine klare Zust\u00e4ndigkeitsverteilung zwischen den Aufsichtsbeh\u00f6rden schaffen soll, steckt seit der Verabschiedung des CLARITY Act<\/b> im Repr\u00e4sentantenhaus im Juli fest. Trotz dreier vom Wei\u00dfen Haus vermittelter Krisengipfel konnte bisher kein Konsens gefunden werden. Tillis gab an, dass zwar Fortschritte bei den Anti-Umgehungs-Vorschriften erzielt wurden, die Details zur rechtlichen Durchsetzung jedoch weiterhin der kritische Knackpunkt seien.<\/p>\nUltimatum des Senators<\/h2>\n
Sollte der nun ver\u00f6ffentlichte Entwurf keine Einigung herbeif\u00fchren, plant Tillis ein viertes Vermittlungstreffen, bei dem er die Entscheidung erzwingen will. Er k\u00fcndigte an, die verbleibenden Streitpunkte notfalls im direkten Austausch mit den Vertretern beider Lager final festzulegen („call balls and strikes“), um das Gesetzgebungsverfahren voranzutreiben. Das Ziel bleibt eine klare Regulierung, die sowohl die Finanzstabilit\u00e4t wahrt als auch den Forderungen der Krypto-Industrie nach institutioneller Rechtssicherheit gerecht wird.<\/p>\n