{"id":30253,"date":"2026-09-05T11:00:00","date_gmt":"2026-09-05T09:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.coinspeaker.com\/de\/?p=30253"},"modified":"2026-09-05T11:00:00","modified_gmt":"2026-09-05T09:00:00","slug":"cftc-clarity-act-krypto-aufsicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.coinspeaker.com\/de\/cftc-clarity-act-krypto-aufsicht\/","title":{"rendered":"CLARITY Act wichtiger als neue CFTC-Kommissare"},"content":{"rendered":"
Das Wei\u00dfe Haus pr\u00fcft laut CNBC-Berichten Kandidaten f\u00fcr alle vier vakanten Sitze der Commodity Futures Trading Commission (CFTC). Aktuell stimmt Vorsitzender Michael Selig<\/strong> allein ab, w\u00e4hrend die Beh\u00f6rde \u00fcber Marktregeln f\u00fcr digitale Verm\u00f6genswerte entscheidet, die direkt in den US-Kryptomarkt hineinwirken. Eine vollst\u00e4ndige Neubesetzung w\u00fcrde die Aufsicht strukturell ver\u00e4ndern, muss aber nicht bedeuten, dass Krypto dadurch mehr regulatorische Sicherheit erh\u00e4lt \u2013 wie Trumps bisherige Krypto-Politik<\/a> bereits zeigt.<\/p>\n Der Commodity Exchange Act sieht f\u00fcnf Kommissare mit gestaffelten Amtszeiten von jeweils f\u00fcnf Jahren vor. Jeder Kommissar muss vom Senat best\u00e4tigt werden, den Vorsitz bestimmt der Pr\u00e4sident. Das Gesetz legt lediglich eine Obergrenze fest: Nicht mehr als drei Sitze d\u00fcrfen einer Partei angeh\u00f6ren \u2013 ein Mindestma\u00df an Vertretung der Gegenpartei schreibt es nicht vor. Drei Republikaner neben zwei unbesetzten Sitzen w\u00e4ren damit rechtlich zul\u00e4ssig.<\/p>\n Die letzte vollst\u00e4ndige Kommission bestand aus einer demokratischen Mehrheit um Rostin Behnam<\/strong>, Kristin Johnson<\/strong> und Christy Goldsmith Romero<\/strong> sowie den republikanischen Sitzen von Summer Mersinger<\/strong> und Caroline Pham<\/strong>. Behnam forderte durchgehend mehr Befugnisse f\u00fcr digitale Rohstoffe und lie\u00df zugleich gegen nicht registrierte Plattformen vorgehen, w\u00e4hrend Johnson und Goldsmith Romero sich besonders f\u00fcr Kundengeld- und Retail-Schutz einsetzten. Mersinger widersprach dem ersten Verfahren gegen eine dezentrale Organisation, Pham stimmte der Uniswap-Einigung nicht zu und schlug stattdessen ein kontrolliertes Testprogramm f\u00fcr Krypto-Unternehmen vor.<\/p>\n Rechnerisch erg\u00e4ben Selig plus zwei republikanische Kommissare eine Mehrheit, die zwei demokratische Minderheitsvertreter nicht \u00fcberstimmen k\u00f6nnten. Verhindern k\u00f6nnten Letztere den Kurs damit zwar nicht, wohl aber verz\u00f6gern: etwa durch geforderte Kosten-Nutzen-Analysen, verl\u00e4ngerte Stellungnahmefristen oder aufgeschobene Genehmigungen f\u00fcr Perpetuals und Margin-Produkte. Die fr\u00fchere Kommission zeigte bereits, wie unterschiedlich Kundenschutz und Derivate-Fragen selbst innerhalb einer Partei bewertet wurden.<\/p>\n Der eigentliche Verhandlungspunkt liegt nicht in der Kommissionsbesetzung, sondern im CLARITY Act, der die Aufsicht \u00fcber digitale Verm\u00f6genswerte zwischen CFTC und SEC gesetzlich aufteilen soll. Ein vollst\u00e4ndiges Gremium gilt als Preis, den Senatsdemokraten f\u00fcr ihre Zustimmung verlangen. Die Wahrscheinlichkeit einer Verabschiedung vor der Verfahrensabstimmung am 15. September wurde zuletzt als gering eingesch\u00e4tzt, wie fr\u00fchere Verz\u00f6gerungen im Senat<\/a> nahelegen. Ein an dem Gesetzentwurf beteiligter Republikaner sagte gegen\u00fcber CNBC sinngem\u00e4\u00df, das Wei\u00dfe Haus werde die offenen Sitze wohl nicht besetzen, sollte das Gesetz scheitern \u2013 denn ein Gesetz bindet die CFTC dauerhafter als jede Richtlinie eines einzelnen Vorsitzenden.<\/p>\n Drei republikanische Kommissare neben zwei unbesetzten Sitzen w\u00e4ren rechtlich m\u00f6glich, garantieren aber keine stabile oder langfristig vorhersehbare Krypto-Regulierung. Der entscheidende Termin bleibt die Verfahrensabstimmung zum CLARITY Act am 15. September. Bis dahin steht die Branche vor der Wahl, welcher Unsicherheit sie den Vorzug gibt: einer unvollst\u00e4ndigen Kommission unter Selig oder einem verbindlichen Gesetz mit offenem Ausgang.<\/p>\n Risikohinweis:<\/strong> Kryptow\u00e4hrungen sind trotz pseudonymer Wallet-Adressen regulatorisch zunehmend erfasst \u2013 B\u00f6rsen mit Sitz im DACH-Raum unterliegen KYC-Pflichten, und geplante Gesetze wie der CLARITY Act k\u00f6nnen Marktzugang und Produktangebote kurzfristig ver\u00e4ndern. Wer sich n\u00e4her mit den Folgen eines m\u00f6glichen Scheiterns befassen m\u00f6chte, findet Hintergr\u00fcnde im Beitrag zu den Konsequenzen eines gescheiterten CLARITY Acts<\/a>.<\/p>\n Quelle:<\/strong> BeInCrypto<\/a><\/p>\nWie die CFTC k\u00fcnftig besetzt und zust\u00e4ndig sein k\u00f6nnte<\/strong><\/h2>\n
Keine automatische Mehrheit f\u00fcr Krypto<\/strong><\/h2>\n
Der CLARITY Act entscheidet \u00fcber die dauerhafte Struktur<\/strong><\/h2>\n
Fazit und Einordnung<\/strong><\/h2>\n
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