{"id":30255,"date":"2026-09-05T16:36:00","date_gmt":"2026-09-05T14:36:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.coinspeaker.com\/de\/?p=30255"},"modified":"2026-09-05T16:36:00","modified_gmt":"2026-09-05T14:36:00","slug":"firo-hard-fork-spark-schwachstelle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.coinspeaker.com\/de\/firo-hard-fork-spark-schwachstelle\/","title":{"rendered":"Firo fordert Betreiber vor Spark-Hard-Fork zum Update auf"},"content":{"rendered":"
Der Privacy Coin Firo<\/strong> stand am fr\u00fchen Freitagmorgen kurz vor einem verpflichtenden Hard Fork, der eine im August entdeckte Schwachstelle im Spark-Transaktionssystem schlie\u00dfen soll. Der Fehler konnte laut Firo unter bestimmten Bedingungen die Erzeugung gef\u00e4lschter Coins erm\u00f6glichen und damit die Token-Versorgung aufbl\u00e4hen. Wallet-Nutzer, Node-Betreiber und B\u00f6rsen hatten nur noch wenige Stunden Zeit, um auf die reparierte Software-Version umzusteigen.<\/p>\n Ein Nachweis f\u00fcr eine tats\u00e4chlich unbegrenzte oder unentdeckte Ausnutzung im Mainnet liegt laut Prim\u00e4rquelle nicht vor \u2013 dokumentiert ist ein kontrollierter Test mit rund 200 FIRO.<\/p>\n Firo ver\u00f6ffentlichte die \u00f6ffentliche Mitteilung zur Schwachstelle am 13. August. Die Kette stand am 4. September um 01:45:47 UTC bei Block 1.370.847 \u2013 nur 153 Bl\u00f6cke vor der geplanten Aktivierung bei Block 1.371.000, die Firo ungef\u00e4hr f\u00fcr 10:00 UTC erwartete.<\/p>\n Entscheidend ist dabei die Blockh\u00f6he, nicht die Uhrzeit: Die neuen Regeln greifen exakt in dem Moment, in dem die Kette den Schwellenwert erreicht. Firo forderte Wallet-Nutzer, Full-Node- und Masternode-Betreiber, Miner, B\u00f6rsen und weitere Dienstleister explizit auf, vorher auf Version 0.14.18.0 zu wechseln. Wie schnell privacy-fokussierte Projekte auf solche Fehler reagieren m\u00fcssen, zeigt auch der j\u00fcngste Umbau bei Zcash nach dessen Ironwood-Upgrade<\/a>.<\/p>\n Der eigentliche Fehler steckte in Multi-Input-Spark-Ausgaben, also Zahlungen, die auf mehrere Spark-Coins gleichzeitig zugreifen. Firo erkl\u00e4rte, der Fehler habe weder Wallets noch Schl\u00fcssel kompromittiert und auch kein Entfernen von Coins aus fremden Adressen erm\u00f6glicht; Single-Input-Ausgaben blieben unber\u00fchrt.<\/p>\n Als \u00dcbergangsl\u00f6sung beschr\u00e4nkte die Version 0.14.17.2 Spark-Ausgaben auf einen einzigen Input. Das sch\u00fctzte die Supply-Integrit\u00e4t, schw\u00e4chte aber die Privatsph\u00e4re, da gr\u00f6\u00dfere Zahlungen in mehrere Einzelbetr\u00e4ge aufgesplittet werden mussten, die sich leichter korrelieren lie\u00dfen. Version 0.14.18.0 f\u00fchrt laut Release Notes einen neuen, versionierten Chaum-V2-Beweis samt aktualisiertem Transaktionsformat ein und stellt nach der Aktivierung die normale Multi-Input-Funktion wieder her, w\u00e4hrend historische Spark-Transaktionen weiterhin validiert werden. Wie teuer solche Schwachstellen werden k\u00f6nnen, verdeutlicht ein fr\u00fcherer Vorfall mit weitreichenden Folgen<\/a>.<\/p>\n Bestehende Spark-Coins, Guthaben, Adressen und Wallet-Schl\u00fcssel bleiben durchgehend g\u00fcltig. Nutzer m\u00fcssen ihre Guthaben weder migrieren noch neu erzeugen lassen.<\/p>\n Die Upgrade-Pflicht trifft ausschlie\u00dflich Betreiber von Firo-Software und -Infrastruktur, nicht passive Guthaben ohne laufende Aktivit\u00e4t. Wer die Node-Software jedoch nicht aktualisiert, verliert nach Erreichen des Schwellenwerts die Kompatibilit\u00e4t mit dem restlichen Netzwerk. Firo teilte zudem mit, bis zum 13. August keine Hinweise auf weitere Inflation gefunden zu haben.<\/p>\n Firo k\u00fcndigte an, nach der Aktivierung eine vollst\u00e4ndige technische Offenlegung samt Post-mortem zu ver\u00f6ffentlichen. Bis dahin bleibt der belegte Kern \u00fcberschaubar: Reparatur der Spark-Regeln, Wiederherstellung der Multi-Input-Funktion und eine klare Upgrade-Frist f\u00fcr alle Betreiber.<\/p>\n Kryptow\u00e4hrungen bleiben pseudonym, nicht anonym \u2013 On-Chain-Aktivit\u00e4t l\u00e4sst sich nachverfolgen, und je nach Handelsplatz greifen KYC-Pflichten. Wie tief die Folgen einer \u00fcbersehenen Sicherheitsl\u00fccke reichen k\u00f6nnen, zeigt dieser Einblick in einen besonders schwerwiegenden Krypto-Hack<\/a>.<\/p>\nFiro erreicht den Hard Fork nach einer kritischen Spark-Schwachstelle<\/h2>\n
Der Fix sch\u00fctzt die Token-Versorgung und stellt Multi-Input-Spark wieder her<\/h2>\n
Keine Migration \u2013 aber veraltete Nodes verlieren die Kompatibilit\u00e4t<\/h2>\n

Nach dem Fork soll eine vollst\u00e4ndige technische Aufarbeitung folgen<\/h2>\n
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