{"id":30265,"date":"2026-09-05T13:48:00","date_gmt":"2026-09-05T11:48:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.coinspeaker.com\/de\/?p=30265"},"modified":"2026-09-05T13:48:00","modified_gmt":"2026-09-05T11:48:00","slug":"polymarket-perpetuals-zehn-maerkte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.coinspeaker.com\/de\/polymarket-perpetuals-zehn-maerkte\/","title":{"rendered":"Zehn M\u00e4rkte: Polymarket erweitert sein Handelsangebot"},"content":{"rendered":"
Polymarket hat Perpetual Futures f\u00fcr zehn Krypto-, Aktien-, Index- und Rohstoffm\u00e4rkte gestartet. Berechtigte internationale Nutzer k\u00f6nnen ab sofort mit bis zu 20-fachem Hebel<\/strong> long oder short gehen. US-Kunden bleiben von der internationalen Perps-Plattform ausgeschlossen \u2013 eine Konsequenz aus Polymarkets regulatorischer Vergangenheit in den Vereinigten Staaten.<\/p>\n Bislang war Polymarket vor allem f\u00fcr seine Event-Kontrakte bekannt: Wetten darauf, ob ein bestimmtes Ereignis bis zu einem festgelegten Zeitpunkt eintritt oder nicht. Die neuen Perpetuals funktionieren anders \u2013 sie bilden die Preisbewegung eines Referenzwerts ab und haben kein planm\u00e4\u00dfiges Ablaufdatum. Eine Position bleibt offen, solange der Trader die geforderte Margin h\u00e4lt oder die Position selbst schlie\u00dft.<\/p>\n Der strukturelle Unterschied wirkt sich direkt auf die Auszahlung aus. W\u00e4hrend Event-Kontrakte nach einem definierten Ergebnis zu einem festen Wert abgerechnet werden, erzeugen Perpetuals fortlaufende Gewinne oder Verluste, solange die Position l\u00e4uft. Damit Kontrakt und Referenzpreis nicht auseinanderlaufen, wechseln in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden Funding-Zahlungen zwischen Long- und Short-Seite \u2013 ein Mechanismus, der auch von etablierten Perpetual-Plattformen wie Hyperliquid<\/a> genutzt wird.<\/p>\n Zum Start stehen Perpetuals auf Bitcoin, Ethereum, Solana und Hyperliquids HYPE-Token bereit. Dazu kommen Gold, Silber und West Texas Intermediate sowie der S&P 500 und der Nasdaq 100. Komplettiert wird die Auswahl durch SPCX, einen Kontrakt auf den Preis von SpaceX-Aktien, der jedoch weder Eigentums- noch Stimmrechte oder einen Anspruch auf Unternehmensverm\u00f6gen verleiht.<\/p>\n Nutzer k\u00f6nnen in jedem der M\u00e4rkte Long- oder Short-Positionen er\u00f6ffnen. Die maximal angegebene Hebelwirkung liegt bei 20x, wobei die tats\u00e4chliche Grenze laut Polymarket je nach Kontrakt, Positionsgr\u00f6\u00dfe und Margin-Regeln variieren kann. Bei voller Ausnutzung kann ein Dollar Margin damit eine Position im Wert von bis zu 20 Dollar kontrollieren \u2013 was Gewinne ebenso vergr\u00f6\u00dfert wie Verluste. Polymarket bewirbt die Plattform als besonders liquidit\u00e4tsstark und g\u00fcnstig, legte zur Markteinf\u00fchrung aber keine Vergleichsdaten vor, wie auch im Wettbewerbsumfeld um Hyperliquid<\/a> h\u00e4ufig unbelegte Liquidit\u00e4tsanspr\u00fcche kursieren.<\/p>\n Positionen bleiben laut Polymarket nur aktiv, solange die erforderliche Margin gedeckt ist. Nach einer ung\u00fcnstigen Kursbewegung kann die Plattform liquidieren \u2013 ein Standardrisiko bei gehebelten Derivaten, das mit steigendem Hebel zunimmt.<\/p>\n Der Zugang ist zudem geografisch beschr\u00e4nkt: Der Start richtet sich an berechtigte internationale Nutzer in zul\u00e4ssigen Jurisdiktionen, US-Kunden k\u00f6nnen die internationale Perps-Plattform derzeit nicht nutzen. Grund daf\u00fcr ist Polymarkets Vergleich mit der US-Terminb\u00f6rsenaufsicht CFTC aus dem Jahr 2022, der eine Zivilstrafe von 1,4 Millionen US-Dollar sowie die Verpflichtung umfasste, US-Kunden vom Zugang zur internationalen Plattform auszuschlie\u00dfen.<\/p>\n Parallel zum Produktstart arbeitet Polymarket an der Handelsinfrastruktur. Ziel ist eine Kapazit\u00e4t von 200.000 Orders pro Sekunde, wobei die zugrunde liegende Architektur perspektivisch mehr als 400.000 Orders pro Sekunde verarbeiten soll. In Tests soll sich die p99-Latenz \u2013 ein Ma\u00df f\u00fcr die langsamsten Transaktionen bei hoher Auslastung \u2013 um das 10- bis 20-Fache verbessert haben, eine vollst\u00e4ndige unabh\u00e4ngige Leistungsbewertung liegt laut Bericht bislang aber nicht vor.<\/p>\n Die internationale Perps-Schnittstelle bleibt dabei strikt von Polymarkets separat regulierter US-Plattform getrennt, die seit Mai 2026 unter CFTC-Aufsicht l\u00e4uft. F\u00fcr gehebelte Derivate m\u00fcssen sich amerikanische Nutzer weiterhin an CFTC-regulierte B\u00f6rsen und Vermittler halten, mit jeweils eigenen Margin- und Zulassungsregeln.<\/p>\n Gehebelte Krypto-Derivate wie Polymarkets neue Perpetuals bergen erhebliche Verlustrisiken bis hin zur vollst\u00e4ndigen Liquidation der eingesetzten Margin \u2013 Interessierte sollten Positionsgr\u00f6\u00dfen und Hebel entsprechend vorsichtig w\u00e4hlen. Da Kryptow\u00e4hrungen weitgehend pseudonym gehandelt werden, verlangen die meisten Plattformen inzwischen KYC-Verifizierungen, bevor ein Zugang zu solchen Produkten m\u00f6glich ist. Mehr zum aktuellen DeFi-Umfeld, in dem sich derartige Handelsplattformen bewegen, findet sich im \u00dcberblick zu aktuellen DeFi-Entwicklungen<\/a>.<\/p>\n Quelle:<\/strong> crypto.news<\/a><\/p>\nPolymarket macht aus Event-M\u00e4rkten eine breitere Handelsplattform<\/strong><\/h2>\n
Zehn M\u00e4rkte und bis zu 20x Hebel bilden den Kern des Starts<\/strong><\/h2>\n

Hebel, Margin und Zugang begrenzen das Angebot<\/strong><\/h2>\n
Polymarket baut parallel die technische Reichweite aus<\/strong><\/h2>\n
\n