{"id":30268,"date":"2026-09-05T10:23:54","date_gmt":"2026-09-05T08:23:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.coinspeaker.com\/de\/krypto-betrugszentren-usa-grossbritannien\/"},"modified":"2026-09-05T10:23:54","modified_gmt":"2026-09-05T08:23:54","slug":"krypto-betrugszentren-usa-grossbritannien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.coinspeaker.com\/de\/krypto-betrugszentren-usa-grossbritannien\/","title":{"rendered":"89 Prozent mehr Verluste: Beh\u00f6rden b\u00fcndeln Kr\u00e4fte gegen Krypto-Betrug"},"content":{"rendered":"
Lead<\/h2>\n
Die US-Staatsanwaltschaft f\u00fcr den District of Columbia, der Crown Prosecution Service von England und Wales sowie die britische National Crime Agency haben ein Memorandum of Understanding unterzeichnet. Die Vereinbarung richtet sich gegen Betrugszentren, die in Krypto- und internetgest\u00fctzten Anlagebetrug verwickelt sind.<\/p>\n
Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund steigender gemeldeter Verluste in den USA. Nach Angaben des US-Justizministeriums stiegen die dem Internet Crime Complaint Center des FBI gemeldeten Verluste durch Krypto-Anlagebetrug von 4,57 Milliarden US-Dollar im Jahr 2023 auf 8,65 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025. Das entspricht einem Anstieg um 89 Prozent.<\/p>\n
Inhalt der Ma\u00dfnahme<\/h2>\n
Das US-Justizministerium bezeichnet die Vereinbarung als eine erstmalige internationale Kooperationsvereinbarung mit dem Ziel, organisierte Betrugszentren au\u00dfer Gefecht zu setzen. Die beteiligten Beh\u00f6rden wollen parallele Ermittlungen gegen gemeinsame Ziele f\u00fchren, Informationen \u00fcber Syndikate der organisierten Kriminalit\u00e4t austauschen und er\u00f6rtern, welche Gerichtsbarkeiten einzelne F\u00e4lle strafrechtlich verfolgen sollen.<\/p>\n
Nach Angaben des Justizministeriums wurden bereits \u00dcberschneidungen bei F\u00e4llen festgestellt. F\u00fcr Anfang Oktober ist in London ein gemeinsamer Vor-Ort-Einsatz mit Partnern aus dem Privatsektor geplant, der sich gegen entsprechende Strukturen richtet.<\/p>\n
Internationale Strafverfolgung im Vergleich<\/h2>\n
Die Vereinbarung steht im Zusammenhang mit weiteren grenz\u00fcberschreitenden Ma\u00dfnahmen gegen \u00e4hnliche Operationen. Am 29. April berichtete das US-Justizministerium \u00fcber eine von der Polizei in Dubai geleitete Operation unter Beteiligung des FBI und des chinesischen Ministeriums f\u00fcr \u00d6ffentliche Sicherheit. Dabei wurden 276 Menschen festgenommen und mindestens neun Krypto-Betrugszentren geschlossen.<\/p>\n
Sechs Menschen wurden wegen Machenschaften angeklagt, bei denen mutma\u00dflich gef\u00e4lschte Krypto-Anlageplattformen eingesetzt worden sein sollen, um Opfer zu Einzahlungen zu bewegen. Auch die Milit\u00e4rregierung Myanmars hatte am 15. Mai einen Gesetzentwurf vorgelegt, der f\u00fcr Betrug mit digitalen W\u00e4hrungen Strafen von zehn Jahren bis lebenslanger Haft vorsieht. Die Todesstrafe k\u00f6nnte verh\u00e4ngt werden, wenn zur Arbeit in Betrugszentren gezwungene Menschen get\u00f6tet wurden. Das Parlament stimmte dem Entwurf am 28. Juli zu; eine Best\u00e4tigung der Zustimmung des Pr\u00e4sidenten lag zuletzt nicht vor.<\/p>\nPhoto by Roger Brown on Pexels<\/a><\/figcaption><\/figure>\n