{"id":30310,"date":"2026-09-07T11:00:00","date_gmt":"2026-09-07T09:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.coinspeaker.com\/de\/?p=30310"},"modified":"2026-09-07T11:00:00","modified_gmt":"2026-09-07T09:00:00","slug":"liquid-netzwerk-softwarefehler-reserve","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.coinspeaker.com\/de\/liquid-netzwerk-softwarefehler-reserve\/","title":{"rendered":"Softwarefehler legt Liquid-Reserve fast vollst\u00e4ndig offen"},"content":{"rendered":"
Das Bitcoin-Sidechain-Netzwerk Liquid hat nach einem Sicherheitsvorfall neue Transaktionen angehalten. Angebliche White-Hat-Hacker zogen nach Angaben des Netzwerks rund 4.000 der 4.200 Bitcoin aus der Federation-Wallet ab. Der Betrag entsprach zum Zeitpunkt des Vorfalls etwa 320 Millionen US-Dollar<\/strong>. Liquid warnte zudem vor Beeintr\u00e4chtigungen bei Wallets, w\u00e4hrend die Federation-Mitglieder an einer Wiederherstellung des Betriebs arbeiten.<\/p>\n
Liquid verbindet schnelle Abwicklung mit zentralen Bitcoin-Reserven<\/h2>\n
Liquid wurde 2018 von Blockstream<\/strong> gestartet und dient B\u00f6rsen als Abwicklungsschicht. Das Netzwerk soll ein praktisches Problem im Bitcoin-Handel adressieren: die vergleichsweise langsame Abwicklung auf der Bitcoin-Blockchain. Daf\u00fcr gibt Liquid L-BTC gegen Bitcoin aus, die in Reserve gesperrt werden, damit Transaktionen und Handelsgesch\u00e4fte schneller abgewickelt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n
Die Infrastruktur wird von einer Federation aus mehr als 80 B\u00f6rsen, Infrastrukturunternehmen und Asset-Managern beaufsichtigt. Der Vorfall lenkt den Blick auf das Reservemodell, da ein Gro\u00dfteil der Bitcoin aus der Federation-Wallet abfloss. Liquid pausierte neue Transaktionen, w\u00e4hrend die Beteiligten an einer L\u00f6sung arbeiten.<\/p>\n
Ein Softwarefehler legte fast die gesamte Reserve offen<\/h2>\n
Laut Liquid Network wurden rund 4.000 der 4.200 BTC aus der Federation-Wallet entfernt. Blockstream f\u00fchrte den Vorfall nach eigenen Angaben auf einen Softwarefehler in Elements zur\u00fcck und nicht auf kompromittierte private Schl\u00fcssel. Die betroffenen Mittel bewegten sich \u00fcber die zugelassene Handelsplattform SideSwap.<\/p>\n
Andere auf Liquid ausgegebene Verm\u00f6genswerte seien laut Netzwerk nicht betroffen. Berichten zufolge konnte SideSwap nicht unterscheiden, welche Coins aus dem Softwarefehler stammten und welche regul\u00e4r waren, weshalb sie gleich behandelt wurden. Der genaue technische Ablauf bleibt damit ein wesentlicher Punkt bei der Aufarbeitung des Vorfalls.<\/p>\n
Die White-Hat-Erkl\u00e4rung \u00e4ndert nichts an der offenen Haftungsfrage<\/h2>\n
Die mutma\u00dflichen Angreifer bezeichnen sich selbst als White-Hat-Hacker. Nach Angaben von Liquid und Blockstream erfolgt die Kontaktaufnahme \u00fcber signierte Nachrichten beziehungsweise On-Chain-Bitcoin-Transaktionen. Den vorliegenden Berichten zufolge wurde eine R\u00fcckgabe der Mittel nach Behebung der Schwachstelle in Aussicht gestellt.<\/p>\nPhoto by Tibe De Kort on Pexels<\/a><\/figcaption><\/figure>\n