{"id":30534,"date":"2026-09-17T16:36:00","date_gmt":"2026-09-17T14:36:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.coinspeaker.com\/de\/?p=30534"},"modified":"2026-09-17T16:36:00","modified_gmt":"2026-09-17T14:36:00","slug":"digitaler-euro-haendler-pilot","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.coinspeaker.com\/de\/digitaler-euro-haendler-pilot\/","title":{"rendered":"Online-H\u00e4ndler gesucht: Digital-Euro-Pilot soll 2027 starten"},"content":{"rendered":"
Die Europ\u00e4ische Zentralbank hat die Bewerbungsphase f\u00fcr Online- und Mobile-Commerce-H\u00e4ndler im Euroraum er\u00f6ffnet, die am Pilotprojekt zum digitalen Euro teilnehmen m\u00f6chten. Ausgew\u00e4hlte Unternehmen sollen w\u00e4hrend eines zw\u00f6lfmonatigen Tests, der voraussichtlich in der zweiten H\u00e4lfte 2027 beginnt, mit der EZB und den nationalen Zentralbanken zusammenarbeiten. Die Bewerbungsfrist l\u00e4uft bis zum 27. Oktober 2026.<\/p>\n
Das Eurosystem gab den Aufruf am 15. September 2026 bekannt, nachdem zuvor bereits die teilnehmenden Zahlungsdienstleister ausgew\u00e4hlt worden waren. Im Rahmen des Pilotprojekts wird eine Beta-Version des digitalen Euro in einer kontrollierten Umgebung eingesetzt, sodass H\u00e4ndler Zahlungen testen und R\u00fcckmeldungen geben k\u00f6nnen, bevor eine Entscheidung \u00fcber die Einf\u00fchrung der W\u00e4hrung f\u00e4llt.<\/p>\n
Getestet werden technische Funktionalit\u00e4t, operative Prozesse und Nutzererfahrung. Die teilnehmenden H\u00e4ndler erm\u00f6glichen Beta-Digital-Euro-Zahlungen f\u00fcr Fernabsatzk\u00e4ufe und pr\u00fcfen, wie sich die W\u00e4hrung in bestehende Checkout- und Zahlungsprozesse einf\u00fcgt – ein Testfeld, das an \u00e4hnliche Praxisversuche mit programmierbaren digitalen Zahlungen<\/a> erinnert, wie sie in anderen europ\u00e4ischen Projekten bereits erprobt wurden.<\/p>\n Die Teilnahme ist laut EZB freiwillig und unentgeltlich. Bewerbungen werden anhand von Zulassungsvoraussetzungen und gewichteten Kriterien gepr\u00fcft, zu denen Marktreichweite, operative Einsatzbereitschaft und die F\u00e4higkeit des H\u00e4ndlers zur Unterst\u00fctzung des Pilotprojekts z\u00e4hlen. Ausgew\u00e4hlte H\u00e4ndler schlie\u00dfen anschlie\u00dfend eine Vereinbarung mit der EZB und richten ihre Beziehung zu einem teilnehmenden Acquiring-Zahlungsdienstleister ein oder passen diese an.<\/p>\n Die Zentralbank veranstaltet am 6. Oktober 2026 eine Informationsveranstaltung, um Pilotprojekt und Bewerbungsprozess zu erl\u00e4utern. Interessierte k\u00f6nnen zudem vor Fristablauf schriftliche Fragen \u00fcber ein eigenes Formular einreichen.<\/p>\n Die Beta-Version soll dem in den Gesetzentw\u00fcrfen beschriebenen digitalen Euro sehr nahekommen, besitzt jedoch keinen Status als gesetzliches Zahlungsmittel. Die kontrollierte Umgebung soll zeigen, wie die geplante W\u00e4hrung in allt\u00e4glichen Zahlungssituationen funktioniert – ein Ansatz, der methodisch an begrenzte Pilotprojekte digitaler W\u00e4hrungen mit klar definiertem Teilnehmerkreis<\/a> erinnert.<\/p>\n Das Feedback von H\u00e4ndlern, Zahlungsdienstleistern und dem Eurosystem soll laut EZB in die weitere Entwicklung des digitalen Euro einflie\u00dfen, einschlie\u00dflich Zahlungserfahrung und operativer Abl\u00e4ufe. Die endg\u00fcltige Entscheidung \u00fcber die Einf\u00fchrung h\u00e4ngt jedoch von der Verabschiedung der entsprechenden EU-Gesetzgebung ab. Die EZB betonte, dass ihre Vorbereitungen weiterhin mit dem Gesetzgebungsprozess abgestimmt bleiben.<\/p>\n Parallel zum Bewerbungsverfahren arbeitet die EZB weiter am technischen Rahmenwerk und bereitet die Ver\u00f6ffentlichung technischer Standards vor. Private Intermedi\u00e4re sollen voraussichtlich die kundenseitigen Wallets verwalten, w\u00e4hrend das Eurosystem die zugrunde liegende Abwicklungsinfrastruktur bereitstellt – ein Modell, das strukturell an Zahlungsintegrationen erinnert, wie sie etwa bei digitalen W\u00e4hrungen \u00fcber bestehende Kartenprogramme<\/a> zu beobachten sind.<\/p>\n Zus\u00e4tzlich ist die EZB eine Partnerschaft mit G+D, Nexi und Capgemini eingegangen, um eine Offline-Zahlungsfunktion f\u00fcr die Digital-Euro-Serviceplattform zu entwickeln. Der Pilot selbst nimmt erst nach Fristende Formen an: Startpunkt bleibt die zweite H\u00e4lfte 2027, eine Ausgabeentscheidung folgt fr\u00fchestens nach Abschluss des EU-Gesetzgebungsprozesses.<\/p>\nPilot soll Technik und Zahlungsabl\u00e4ufe vor einer Ausgabeentscheidung pr\u00fcfen<\/h2>\n
Technischer Rahmen und m\u00f6gliche Einf\u00fchrung bleiben n\u00e4chste Meilensteine<\/h2>\n
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