{"id":3954,"date":"2025-07-11T11:33:02","date_gmt":"2025-07-11T11:33:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.coinspeaker.com\/de\/?p=3954"},"modified":"2025-07-11T11:33:02","modified_gmt":"2025-07-11T11:33:02","slug":"marktanalyse-bitcoin-knackt-ath-krypto-vor-mega-bullrun","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.coinspeaker.com\/de\/marktanalyse-bitcoin-knackt-ath-krypto-vor-mega-bullrun\/","title":{"rendered":"Marktanalyse: Bitcoin knackt ATH! Krypto vor Mega-Bullrun?"},"content":{"rendered":"

In dieser Marktanalyse zeigen wir, warum es sich f\u00fcr Krypto-Langzeit-Hodler oft lohnt, geduldig zu bleiben. Die j\u00fcngsten Zinssignale der US-Notenbank Federal Reserve sowie fallende Inflationsdaten l\u00f6sen neue Euphorie an den Krypto-M\u00e4rkten aus. Bitcoin mit neuem Allzeithoch und Ethereum erklimmt die 3000 US-Dollar-Marke zur\u00fcck \u2013 steht der gro\u00dfe Bullenmarkt jetzt endg\u00fcltig vor der T\u00fcr?<\/p>\n

Bitcoin und Altcoins auf H\u00f6henflug \u2013 Endlich gr\u00fcnes Licht f\u00fcr den Bullenmarkt?<\/h2>\n

Gerade Bitcoin Longterm-Hodler freuen sich aktuell sicherlich wieder, dass es sich lohnt jahrelang geduldig zu bleiben. Innerhalb eines Tages schoss die f\u00fchrende Kryptow\u00e4hrung um satte 6,7 Prozent nach oben und knackt exakt zur Zeit des Schreibens bei 188.676 US-Dollar ein neues Allzeithoch. Das j\u00fcngste Kursfeuerwerk rei\u00dft auch die Altcoins mit: Ethereum \u00fcberwindet erstmals seit Januar die wichtige 3.000-US-Dollar-Marke, was den Run f\u00fcr Altcoins vorbereiten k\u00f6nnte. Der gesamte Markt leuchtet ausnahmslos tiefgr\u00fcn und die Euphorie nimmt sp\u00fcrbar zu. Der Fear-and-Greed-Index ist mit 67 Punkten wieder in der Gier gelandet.<\/p>\n

Ist das jetzt endlich der Beginn des ersehntes Mega-Bullruns wie 2020? Gibt es dieses Jahr vielleicht gar kein Sommerloch? Die Anlegerstimmung spricht jedenfalls f\u00fcr ein bullisches Momentum, aber auch weitere Fundamentaldaten stellen die Weichen f\u00fcr einen gr\u00fcnen Ritt gen Norden.<\/p>\n

\"Marktanalyse<\/p>\n

Federal-Reserve-Protokoll: Uneinigkeit \u00fcber Zinssenkungen<\/h2>\n

Die US-Notenbank Federal Reserve hat diese Woche das Protokoll ihrer letzten FOMC-Sitzung<\/a> vom 17\/18. Juni ver\u00f6ffentlicht und damit einen Blick hinter die Kulissen der Zinsdebatte gew\u00e4hrt. Daraus geht hervor, dass es im Offenmarktausschuss deutliche\u00a0Meinungsverschiedenheiten \u00fcber das weitere Zinstempo\u00a0gibt.<\/a><\/p>\n

Nur ein paar Mitglieder pl\u00e4dierten daf\u00fcr, die Zinsen eventuell bereits\u00a0diesen Monat\u00a0zu senken, w\u00e4hrend\u00a0einige\u00a0Vertreter\u00a0\u00fcberhaupt keine Zinssenkung\u00a0f\u00fcr notwendig erachten.<\/a> Die Mehrheit der W\u00e4hrungsh\u00fcter zeigte sich vorerst besorgt \u00fcber anhaltenden Inflationsdruck, insbesondere aufgrund von neuen Importz\u00f6llen<\/a>, die Ex-Pr\u00e4sident Donald Trump im Handelsstreit eingesetzt hat.<\/p>\n

Trump selbst forderte zuletzt sogar eine drastische Zinssenkung um mindestens\u00a03 Prozentpunkte\u00a0und den R\u00fccktritt von Fed-Chef Jerome Powell<\/a>. Doch von einer derart historischen Lockerung ist die Fed meilenweit entfernt. Im Gegenteil unterstreichen die Protokolle viel eher, dass es\u00a0kaum Unterst\u00fctzung f\u00fcr eine sofortige Zinssenkung gibt. Vielmehr hielten die Meisten moderate\u00a0Zinssenkungen, jedoch erst im sp\u00e4teren Jahresverlauf, f\u00fcr angemessen. Das alles unter der Annahme, dass der inflationsf\u00f6rdernde Effekt der Z\u00f6lle nur\u00a0vor\u00fcbergehend oder moderat\u00a0ausfallen d\u00fcrfte. Entsprechend entschied die Fed im Juni einstimmig, den Leitzins vorerst in der Spanne von 4,25\u20134,50\u202fProzent zu belassen.<\/p>\n

Die Fed befindet sich in einer Zwickm\u00fchle. Einerseits mahnt ein Teil der Notenbanker zur Geduld und Vorsicht, solange die Konjunktur robust und die Inflation hartn\u00e4ckig bleibt.<\/a> Andererseits w\u00e4chst intern die Erkenntnis, dass bei weiter nachlassendem Inflationsdruck\u00a0baldige Zinssenkungen vertretbar oder gar n\u00f6tig sein k\u00f6nnten. Es gilt weiter abwarten und Tee trinken.<\/p>\n

Inflation k\u00fchlt ab und setzt die Fed unter Druck<\/h2>\n

Tats\u00e4chlich gibt es allerdings Indizien daf\u00fcr, dass sich der Preisauftrieb schneller abschw\u00e4cht als erwartet. Der\u00a0Trueflation-Index,<\/a> ein unabh\u00e4ngiger Inflationsmesser mit t\u00e4glicher Aktualisierung, ist in den letzten zwei Wochen rapide abgesunden und liegt aktuell nur noch bei gerade mal 1,67 Prozent und damit\u00a0unter\u00a0dem 2%-Ziel der Fed.<\/p>\n

Sollte dieser deflation\u00e4re Trend anhalten,\u00a0steigt der Druck auf die Fed, den Kurs zu wechseln. Manch einer spekuliert vielleicht bereits, dass die Notenbank fr\u00fcher als gedacht zur Zinssenkung gezwungen sein k\u00f6nnte.<\/a> Ein unterzieliger Inflationswert w\u00fcrde der Fed den n\u00f6tigen Spielraum liefern, die straffe Geldpolitik zu lockern; sei es durch ein Ende des Quantitive Tightening oder durch erste Zinsschritte nach unten. Jede Andeutung eines solchen Pivot der Geldpolitik kann erhebliche Auswirkungen auf die Finanzm\u00e4rkte haben. Augen auf die FED-Sitzung im\u00a0September 2025.<\/p>\n

\"Marktanalyse<\/p>\n

Vorfreude der M\u00e4rkte: Steckt eine Risk-On-Rallye in den Startl\u00f6chern?<\/h2>\n

Die\u00a0Finanzm\u00e4rkte nehmen Entwicklungen vorweg, sie werden eingepreist. Schon die Erwartung k\u00fcnftiger Zinssenkungen hat historisch oft eine Rallye in riskanteren Anlageklassen ausgel\u00f6st und zwar\u00a0lange bevor\u00a0die Zentralbank tats\u00e4chlich den Zinshahn aufdreht. Genau das scheint sich nun abzuzeichnen.\u00a0Investoren antizipieren bereits mehrere Fed-Zinssenkungen bis Jahresende, wie die Fed-Funds-Futures<\/a> zeigen. So gehen im September bereits gute 60 Prozent davon aus, dass die Zinsen gesenkt werden. Ab Oktober sind es gar knapp 40 Prozent f\u00fcr eine drastischere Zinssenkung auf 375-400 Basispunkte und knapp 45 Prozent stehen f\u00fcr 400-425 Basispunkte.<\/p>\n

Dieses Umschwenken in der Erwartungshaltung ist Treibstoff f\u00fcr\u00a0Risk-On<\/strong>-Assets wie Krypto: Auch Aktienindizes erklimmen ihre neuen Hochs und der Kryptomarkt stellt sich nicht hinten an.<\/p>\n

An den US-B\u00f6rsen war diese Stimmungsver\u00e4nderung bereits sp\u00fcrbar: Trotz weiterhin restriktiver Geldpolitik markierte der S&P-500 j\u00fcngst neue Jahreshochs, angetrieben von vermehrt\u00a0bullishen T\u00f6nen\u00a0aus den Notenbanken. Bitcoin<\/a> zog mit \u2013 die gr\u00f6\u00dfte Kryptow\u00e4hrung \u00fcbersprang in der vergangenen Woche erstmals die Marke von 110.000\u202fUS-Dollar und setzte damit ein Ausrufezeichen im aktuellen Bullenmarkt.\u00a0Kurzum:\u00a0Die Aussicht auf einen Fed-Pivot hat die Risikoappetit der Anleger geweckt. Sollte die Fed tats\u00e4chlich in den n\u00e4chsten Monaten erste Lockerungsschritte signalisieren, k\u00f6nnte dies als Startschuss f\u00fcr eine noch st\u00e4rkere Krypto-Rallye dienen. Historisch gesehen markieren beginnende Zinssenkungszyklen h\u00e4ufig den \u00dcbergang in\u00a0hausseartige Phasen\u00a0an den M\u00e4rkten.<\/p>\n

\"Marktanalyse<\/p>\n

Social Interest: Hohe Kurse, trotzdem (noch) keine Euphorie<\/h2>\n

Trotz der deutlichen Kursgewinne bleibt ein Ph\u00e4nomen eigentlich doch mittlerweile ziemlich bedenkenswert: Von echter\u00a0Masseneuphorie\u00a0kann bislang kaum die Rede sein.\u00a0Das Crypto Apps-Ranking im App Store<\/a> und Google-Trends<\/a>\u00a0deuten darauf hin, dass das Interesse privater Kleinanleger weiterhin verhalten ist.<\/a> Unser aktueller Marktbericht stellt fest, dass die laufende Bitcoin-Rally vor allem von Institutionellen<\/a> getragen wird, w\u00e4hrend\u00a0Retail-Investoren\u00a0weitgehend noch an der Seitenlinie stehen, bereits ausgebrannt sind, oder sich noch gar nicht mit Krypto besch\u00e4ftigt haben.<\/p>\n