Bitcoin notiert am Sonntagmittag bei rund 68.000 US-Dollar und setzt damit seine Konsolidierung der vergangenen Tage fort. Die Schwankungsbreite ist zuletzt deutlich zurückgegangen, größere Impulse bleiben aus. Weder dominieren bullische Anschlusskäufe noch ist starker bärischer Verkaufsdruck zu erkennen. Der Markt wirkt abwartend, Momentum fehlt auf beiden Seiten. Dennoch bleibt das übergeordnete Bild angeschlagen: In den […]
Bitcoin notiert am Sonntagmittag bei rund 68.000 US-Dollar und setzt damit seine Konsolidierung der vergangenen Tage fort. Die Schwankungsbreite ist zuletzt deutlich zurückgegangen, größere Impulse bleiben aus. Weder dominieren bullische Anschlusskäufe noch ist starker bärischer Verkaufsdruck zu erkennen.
Der Markt wirkt abwartend, Momentum fehlt auf beiden Seiten. Dennoch bleibt das übergeordnete Bild angeschlagen: In den vergangenen drei Monaten hat Bitcoin rund ein Viertel seines Werts eingebüßt, vom Allzeithoch aus beträgt das Minus inzwischen mehr als 40 Prozent.
Die aktuelle Seitwärtsphase ändert somit nichts daran, dass der langfristige Trend derzeit klar abwärtsgerichtet ist.
Bitcoin Analyse: 88 % Wahrscheinlichkeit für steigende Kurse?
Der Analyst Timothy Peterson verweist auf eine von ihm entwickelte, bewusst einfache Zyklus-Kennzahl. Er misst, wie viele der vergangenen 24 Monate positiv abgeschlossen wurden – es geht also um die Häufigkeit positiver Monate, nicht um deren Stärke.
Aktuell seien 50 % der zurückliegenden 24 Monate positiv gewesen. Historisch – mit Daten zurück bis 2011 – habe ein solcher Wert statistisch eine hohe Eintrittswahrscheinlichkeit dafür signalisiert, dass Bitcoin zehn Monate später höher notiert. Konkret leitet Peterson daraus eine 88-prozentige Chance ab, dass der Kurs in zehn Monaten über dem heutigen Niveau liegt.
50% of the past 24 months have been positive.
This implies a 88% chance that Bitcoin will be higher 10 months from now.
The average return is exp(60%)-1 = 82% => $122,000.
Data goes back to 2011. https://t.co/k4IjTisuTH pic.twitter.com/ZxfTyequjt— Timothy Peterson (@nsquaredvalue) February 21, 2026
Zusätzlich verweist er auf die durchschnittliche Vorwärtsrendite in vergleichbaren Konstellationen. Diese beziffert er mit exp(60 %) – 1, was rund 82 % entspricht. Auf Basis eines Kurses von etwa 68.000 US-Dollar ergäbe sich daraus ein rechnerisches Ziel im Bereich von rund 122.000 US-Dollar. Wichtig ist dabei sein Hinweis, dass die Kennzahl ausschließlich die Frequenz positiver Monate misst. Ein Markt kann mehrere Monate seitwärts laufen, wodurch der Anteil positiver Monate sinkt, ohne dass massive Kursverluste auftreten.
Die zugrunde liegende Grafik zeigt zudem, dass niedrige Werte dieser 24-Monats-Quote historisch häufig mit attraktiven Vorwärtsrenditen korrelierten. Peterson interpretiert dies als zyklisches Muster: Wenn die Stimmung gedrückt ist und die positive Monatsfrequenz nur durchschnittlich oder unterdurchschnittlich ausfällt, steigt statistisch die Wahrscheinlichkeit einer späteren Erholung.
Gleichwohl handelt es sich um eine Wahrscheinlichkeitsaussage – keine Garantie. Makroökonomische Faktoren, Liquidität und institutionelle Ströme bleiben entscheidend für die tatsächliche Kursentwicklung bis Jahresende.
Bitcoin Saisonalität: Erholung im März als historisches Muster?
Ein weiterer Punkt, den Timothy Peterson hervorhebt, betrifft die Saisonalität in früheren Bärenmärkten. Laut seiner Analyse befanden sich drei von vier Bitcoin-Bärenmärkten bis März bereits wieder in einer Erholungsphase. Die Grafik vergleicht die Jahre 2014, 2018, 2019 und 2022 und legt nahe, dass nach einer schwachen Phase zwischen Dezember und Februar häufig eine Stabilisierung oder Trendwende einsetzte.
3 out of 4 Bitcoin bear markets were in recovery by March. pic.twitter.com/QX3uiMY6g3
— Timothy Peterson (@nsquaredvalue) February 12, 2026
Besonders auffällig ist, dass sich die durchschnittliche Entwicklung ab März tendenziell aufhellte. Zwar verläuft kein Zyklus identisch, doch das wiederkehrende Muster deutet darauf hin, dass das erste Quartal historisch oft den Übergang von Kapitulation zu vorsichtiger Akkumulation markierte. Sollte sich diese saisonale Struktur erneut bestätigen, könnte der aktuelle Zeitraum eine entscheidende Phase für die mittelfristige Trendbildung darstellen.
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