Bitcoin Prognose: Rallye dank China-Boom? Neue Gerüchte wecken Fantasie

On Feb. 18, 2026 at 1:14 am UTC by · 3 Min. read

Die Stimmung am Kryptomarkt bleibt angespannt. Bitcoin verliert in den letzten 24 Stunden rund 2 Prozent, auf Wochensicht summiert sich das Minus auf etwa 2,5 Prozent. In den vergangenen drei Monaten büßte die größte Kryptowährung rund ein Viertel ihres Wertes ein, vom Allzeithoch notiert sie inzwischen mehr als 40 Prozent entfernt – definitionsgemäß ein Bärenmarkt. […]

Die Stimmung am Kryptomarkt bleibt angespannt. Bitcoin verliert in den letzten 24 Stunden rund 2 Prozent, auf Wochensicht summiert sich das Minus auf etwa 2,5 Prozent. In den vergangenen drei Monaten büßte die größte Kryptowährung rund ein Viertel ihres Wertes ein, vom Allzeithoch notiert sie inzwischen mehr als 40 Prozent entfernt – definitionsgemäß ein Bärenmarkt.

Die Abwärtsstruktur ist intakt, das Momentum schwach. Doch während der Chart klar von Vorsicht geprägt ist, mehren sich im Hintergrund Entwicklungen, die auf strukturelle Nachfrage hindeuten könnten – womöglich sogar aus einer unerwarteten Richtung.

China-Gerüchte und IBIT als Brücke

Auslöser neuer Spekulationen ist ein Beitrag von Jeff Park, der auf auffällige Details in den jüngsten 13F-Filings verweist. Demnach tauchte mit „Laurore Ltd.“ ein neuer, bislang unbekannter Investor im Aktionärsregister des iShares Bitcoin Trust auf. Hinter dem Vehikel steht laut Einreichung eine Person namens Zhang Hui mit Sitz in Hongkong – ein Name, der in China ähnlich verbreitet ist wie „Max Mustermann“ im deutschsprachigen Raum. Die Konstruktion wirkt bewusst generisch, nahezu unauffindbar im statistischen Rauschen.

Brisant ist vor allem die Struktur: „Ltd.“ deutet auf eine klassische Offshore-Hülle etwa auf den Cayman Islands oder den British Virgin Islands hin – gängige Jurisdiktionen für den Zugang zu US-Kapitalmärkten.

Noch auffälliger ist das Portfolio: Es besteht ausschließlich aus Anteilen am iShares Bitcoin Trust (IBIT) von BlackRock – im Gegenwert von rund 436 Millionen US-Dollar. Kein diversifiziertes Mandat, kein Mischportfolio, sondern ein reines Bitcoin-Exposure über einen regulierten US-ETF.

Warum dieser Umweg? In China ist der direkte Handel mit Bitcoin für inländische Investoren faktisch untersagt. Kapitalverkehrskontrollen erschweren zudem den Abfluss größerer Summen ins Ausland. Ein regulierter ETF in den USA, gehalten über eine Offshore-Struktur, könnte eine legale Grauzone darstellen – transparent gegenüber der US-Börsenaufsicht, aber zugleich diskret hinsichtlich der wirtschaftlich Berechtigten. Jeff Park spricht von möglicher Kapitalflucht, von einem „Dawn“-Moment – passend zur möglichen Herleitung des Namens „Laurore“ aus dem Französischen „l’aurore“, die Morgenröte.

Sollte sich diese Interpretation bestätigen, wäre dies mehr als eine Randnotiz. Es könnte ein frühes Signal dafür sein, dass chinesisches Kapital – zumindest in Teilen – beginnt, über institutionelle Kanäle in Bitcoin zu fließen. Nicht über Kryptobörsen oder intransparente OTC-Deals, sondern über das Herzstück der Wall Street: einen ETF von BlackRock.

Bitcoin Ausblick:Institutionelles Kapital bleibt am Ball

Unabhängig von möglichen China-Strömen bleibt das institutionelle Interesse laut mehreren Marktteilnehmern hoch. Coinbase betonte jüngst, dass institutionelle Investoren auch 2026 weiter Bitcoin akkumulieren dürften. Die Begründung ist nüchtern: Bitcoin sei über neun der letzten zwölf Jahre hinweg die am besten performende Anlageklasse gewesen. Volatilität allein habe bislang kein ernsthaft engagiertes Institut abgeschreckt.

Wer die Due-Diligence-Arbeit einmal geleistet habe, ziehe sich nicht wegen typischer Drawdowns zurück.

Auch ARK Invest rahmt Bitcoin zunehmend als eigenständige institutionelle Assetklasse. Strukturelle ETF-Nachfrage, zunehmende regulatorische Klarheit in den USA sowie im Vergleich zu früheren Zyklen geringere Drawdowns stützen diese These. Zwar steigt die Volatilität aktuell wieder an, doch sie liegt weiterhin deutlich unter den Extremwerten vergangener Bullen- und Bärenmärkte. Das spricht für eine graduelle Reifung des Marktes.

Gleichzeitig bleibt offen, welche makroökonomische Rolle Bitcoin langfristig einnehmen wird. Ist er digitales Gold, ein High-Beta-Tech-Proxy oder ein eigenständiger Wertspeicher in einem multipolaren Finanzsystem? Die Antwort ist noch nicht abschließend geklärt.

Doch genau diese Suchbewegung macht den Vermögenswert für institutionelle Strategen interessant: Als unkorrelierter Baustein in Multi-Asset-Portfolios, als Hedge gegen monetäre Unsicherheiten oder als asymmetrische Wachstumsposition.

In Summe entsteht ein Spannungsfeld: Kurzfristig dominiert der Bärenmarkt mit fallenden Kursen und angeschlagenem Sentiment. Mittelfristig jedoch verdichten sich Hinweise auf strukturelle Nachfrage – sei es über potenzielles chinesisches Kapital im IBIT oder über westliche Institutionen, die Bitcoin zunehmend als festen Portfolio-Bestandteil betrachten.

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