Bitcoin auf 500.000 USD: Trump sieht BTC als US-Waffe

Updated 5 Stunden ago by · 3 Min. read

Bei einer Veranstaltung im Weißen Haus am 6. Juli hat Präsident Donald Trump seine Unterstützung für Bitcoin in explizit geopolitische Bahnen gelenkt. Er argumentierte, dass ein Rückzug bei digitalen Vermögenswerten China einen strategischen Vorteil verschaffen würde – eine Haltung, die die Aufmerksamkeit erneut auf die bestehende Prognose von Standard Chartered gelenkt hat. Diese Einschätzung wurde […]

Bei einer Veranstaltung im Weißen Haus am 6. Juli hat Präsident Donald Trump seine Unterstützung für Bitcoin in explizit geopolitische Bahnen gelenkt. Er argumentierte, dass ein Rückzug bei digitalen Vermögenswerten China einen strategischen Vorteil verschaffen würde – eine Haltung, die die Aufmerksamkeit erneut auf die bestehende Prognose von Standard Chartered gelenkt hat.

Diese Einschätzung wurde von Geoffrey Kendrick, dem Global Head of Digital Assets Research der Bank, bekräftigt. Er erklärte, dass Bitcoin noch vor dem Ende von Trumps Amtszeit die Marke von 500.000 USD erreichen werde. Da BTC zum Zeitpunkt des Yahoo-Finance-Berichts vom 9. Juli bei etwa 64.000 USD notierte, impliziert dieses Ziel fast eine Verachtfachung (7,8x) des aktuellen Niveaus.

Dabei handelt es sich nicht um eine einfache Preisprognose. Es ist eine institutionelle These über das Zusammenspiel von staatlicher Adaption, ETF-Zuflüssen und einem regulatorischen Umfeld, das sich seit Januar 2025 massiv verändert hat. Hinzu kommt nun die Variable eines Präsidenten, der die Glaubwürdigkeit der nationalen Sicherheit öffentlich mit dem Erfolg von Krypto verknüpft hat.

Trumps Krypto-Haltung: Das China-Narrativ und seine Grenzen

Trumps Äußerungen am 6. Juli waren deutlich: „Niemand versteht auch nur ansatzweise, wie mächtig Bitcoin ist. Die Kapitalströme – niemand begreift ihre Macht“, sagte er laut der Primärquelle. Den zentralen Grund für seine Unterstützung sieht er im geopolitischen Wettbewerb: „Wenn wir es nicht haben, wird China es haben.“

Diese Darstellung ist zwar strategisch nützlich, analytisch jedoch unpräzise. China hält seit 2021 an einem der weltweit strengsten Verbote für Krypto-Handel und Mining fest, während es gleichzeitig die Entwicklung einer eigenen digitalen Zentralbankwährung (CBDC) vorantreibt.

Trumps Verweis auf China ist daher eher als regulatorisches Grundsatzargument zu verstehen – Krypto als Domäne amerikanischer Finanzmacht –, denn als Beschreibung eines aktiven Wettbewerbsdrucks auf dem Spotmarkt.

Dennoch ist das politische Signal für den BTC-Ausblick 2026 entscheidend. Trumps regulatorische Agenda seit seiner Rückkehr ins Amt hat laut den Forschungsberichten der Bank den politischen Rückenwind geliefert, auf dem Kendricks Modell basiert.

Die anhaltende gesetzgeberische Unsicherheit bei der Krypto-Regulierung bleibt jedoch der strukturelle Hintergrund dieser These, wobei Fortschritte Berichten zufolge durch laufende Streitigkeiten erschwert werden.

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Die 500.000 USD Prognose: Wo Standard Chartered wirklich steht

Kendrick verkündete die 500.000-Dollar-Prognose für Bitcoin erstmals im Februar 2025 während eines Auftritts bei CNBC. Damals prognostizierte er, dass Bitcoin noch im selben Jahr 200.000 USD erreichen würde und die 500.000 USD vor Ablauf von Trumps Amtszeit fallen würden. Das Ziel für 2025 wurde jedoch deutlich verfehlt: Das Allzeithoch von Bitcoin lag im Oktober bei 126.198 USD und blieb damit weit hinter der 200.000-Dollar-Marke zurück.

Nachfolgende Analysen zeigten, dass Standard Chartered das Ziel für Ende 2026 Anfang desselben Jahres auf 100.000 USD nach unten korrigierte. Laut einer Research-Note von Standard Chartered vom Dezember 2025 verschob die Bank den Meilenstein von 500.000 USD offiziell auf das Jahr 2030, nachdem man ursprünglich 2028 anvisiert hatte.

Die Revision wurde auf eine geringere Beteiligung von Unternehmenskäufen (Corporate Treasury) und langsamer als erwartete Zuflüsse aus börsengehandelten Fonds (ETFs) zurückgeführt. Trotz dieser Anpassungen halten Standard Chartered und Kendrick das ganze Jahr 2026 über an ihrem langfristigen Ziel von 500.000 USD fest.

Die aktualisierte Argumentation der Bank stützt sich auf die erwartete Adaption von Bitcoin durch Staatsfonds und staatliche Pensionskassen, die als nächste Welle institutioneller Investoren angesehen werden.

Derzeit liegt das Jahresendziel von Standard Chartered für 2026 bei 100.000 USD, was das konservative Ende des Analystenspektrums darstellt. Die allgemein bullische Haltung der Bank gegenüber digitalen Vermögenswerten verdeutlicht jedoch, dass ihre Bitcoin-These Teil einer systematischen Sicht auf die Krypto-Adoption ist und keine isolierte Vorhersage bleibt.

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