Es scheint, als ob Ethereum seit vielen Monaten nicht so richtig aus dem Quark kommt. Trotz mehrerer Anläufe scheitert die zweitgrößte Kryptowährung immer wieder an einem nachhaltigen Ausbruch nach oben. Der Bloomberg-Analyst Mike McGlone sieht darin nicht etwa eine gewöhnliche Konsolidierung, sondern ein strukturelles Warnsignal – vor allem in Anbetracht des makroökonomischen Umfelds und der zunehmenden Volatilität an den Aktienmärkten.
Analyst erklärt: „Ethereum steckt in einem zähen Seitwärtstrend fest“
Laut dem Bloomberg-Analysten Mike McGlone dümpelt Ethereum seit 2023 zwischen 2.000 und 4.000 US-Dollar und scheitert immer wieder daran, einen nachhaltigen Ausbruch über diesen Widerstand zu erwirken.
In einem X-Beitrag vom 26. Januar wies er darauf hin, dass jede Kursrallye bislang rasch an Momentum verliert:
Ether appears to be heading toward the lower end of its $2,000-$4,000 range since 2023. I see greater risks of it staying below $2,000 than above $4,000, especially when stock market volatility rebounds. pic.twitter.com/1IAMV10Jwe
— Mike McGlone (@mikemcglone11) January 25, 2026
Gewinne könnten nicht dauerhaft gehalten werden, während Korrekturen zunehmend die untere Begrenzung der etablierten Spanne anliefen. Dieses Muster sei aus seiner Sicht ein Warnsignal.
So interpretiert McGlone diese Entwicklung nicht als klassische Seitwärtskonsolidierung, sondern als Ausdruck eines wachsenden strukturellen Drucks auf Ethereum.
Allerdings seien dabei weniger krypto-spezifische Faktoren, sondern vielmehr das übergeordnete makroökonomische Umfeld. Entsprechend fällt auch seine Einschätzung klar aus:
„Ich sehe ein größeres Risiko darin, dass der Kurs unter 2.000 US-Dollar bleibt, als darin, dass er über 4.000 US-Dollar steigt.“
Darum ist die Volatilität des Aktienmarktes für Ethereum relevant
Die Warnung McGlones basiert auf einem zentralen Schlüsselfaktor, nämlich der Volatilität des Aktienmarktes:
Ethereum wird aus seiner Sicht wie ein klassisches Risikoasset gehandelt und weist in Stressphasen eine ausgeprägte Korrelation mit Aktien auf – vor allem dann, wenn Investoren ihr Risiko systematisch abbauen und Liquidität sichern.
Historisch betrachtet reagieren spekulative Anlagen bei Volatilitätsspitzen häufig mit dynamischen Abverkäufen. Auch Ethereum habe sich in solchen Marktphasen wiederholt deutlich schwächer entwickelt als andere Anlageklassen.
McGlone warnt daher, dass ein erneuter Anstieg der Volatilität am Aktienmarkt den Verkaufsdruck auf Ethereum weiter erhöhen könnte.
Im Zuge dieser Entwicklung sei es durchaus denkbar, dass der Kurs in Richtung des unteren Endes seiner seit Jahren bestehenden Handelsspanne um 2.000 US-Dollar fällt oder sogar unterschreitet.
Sollte die Marktstimmung also in Richtung Risikoaversion kippen, könnte sich zeigen, dass jene vermeintliche Kursuntergrenze weniger stabil ist, als viele Marktteilnehmer bislang angenommen haben.
Der Ethereum-Kurs im Überblick
Zum Zeitpunkt der Verfassung dieses Artikels notiert die führende Smart-Contract-Plattform bei 2.900 US-Dollar, was einem Anstieg von 0,2 Prozent in 24 Stunden und einem Rückgang von 6,53 Prozent auf 7-Tage-Basis entspricht.
Damit befindet sich der Preis auch aus kurzfristiger Perspektive im Bereich eines anhaltenden Seitwärtskanals zwischen 2.900 (orange) und 3.400 US-Dollar (gelb). Kann Ethereum diesen zentralen Support halten?
Die Liquidations-Heatmap von Coinglass verdeutlicht das empfindliche Marktumfeld und stellt weitere Rücksetzer in Aussicht:
Liquidationsdaten zeigen nämlich, dass es im Bereich von 2.890 und 2.880 US-Dollar alleine auf der Handelsbörse Binance zu Liquidierungen von jeweils 49 Millionen US-Dollar kommt.
Lies hier unsere Ethereum-Prognose!
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