Krypto News: Erst KI-Blase, dann Bitcoin-Rallye? Bestseller-Autorin optimistisch

On Feb. 21, 2026 at 11:53 pm UTC by · 3 Min. read

Die vergangenen Wochen waren für Bitcoin-Anleger alles andere als einfach. Zwar notiert die größte Kryptowährung der Welt aktuell wieder bei rund 68.000 US-Dollar, doch vom Allzeithoch ist Bitcoin weiterhin mehr als 40 Prozent entfernt. Das Sentiment bleibt fragil, Angst dominiert viele Marktindikatoren. Während klassische Risk-Assets zumindest selektiv Stärke zeigen, wirkt der Kryptomarkt angeschlagen. Besonders auffällig: […]

Die vergangenen Wochen waren für Bitcoin-Anleger alles andere als einfach. Zwar notiert die größte Kryptowährung der Welt aktuell wieder bei rund 68.000 US-Dollar, doch vom Allzeithoch ist Bitcoin weiterhin mehr als 40 Prozent entfernt.

Das Sentiment bleibt fragil, Angst dominiert viele Marktindikatoren. Während klassische Risk-Assets zumindest selektiv Stärke zeigen, wirkt der Kryptomarkt angeschlagen. Besonders auffällig: Der Fokus vieler Investoren liegt derzeit klar auf Künstlicher Intelligenz statt auf digitalen Währungen.

KI-Aktien dominieren Schlagzeilen, Kapitalströme und Narrative. Viele Bitcoiner fragen sich daher zunehmend skeptisch: Was steckt hinter dieser relativen Schwäche – und kommt die nächste große Bewegung womöglich aus einer ganz anderen Richtung?

Lyn Alden: Erst KI-Blase, dann Bitcoin-Rallye?

Die Makroökonomin Lyn Alden sieht die Ursache für die bislang enttäuschende Bitcoin-Performance in diesem Zyklus vor allem in der massiven Kapitalbindung durch KI-Aktien. In einem Gespräch mit Natalie Brunell im Podcast Coin Stories erklärte sie, dass insbesondere AI-nahe Titel – von GPU- bis RAM-Herstellern – enorme Renditen erzielt hätten und damit Bitcoin direkt Konkurrenz machten.

Während Bitcoin solide performte, explodierten KI-Aktien regelrecht. Investoren, die auf Momentum und narratives Wachstum setzen, mussten sich entscheiden: Bitcoin oder Nvidia? Laut Alden floss ein erheblicher Teil des spekulativen Kapitals in KI-Unternehmen, die sich in einem regelrechten Investitions-Wettrüsten befinden – etwa beim Bau energieintensiver Rechenzentren. Diese kapitalintensive Phase habe enorme Aufmerksamkeit gebunden und Bitcoin im Retail-Bereich ausgebremst.

Doch genau hier sieht Alden die Chance: Sobald KI-Aktien „so absurd groß“ werden, dass weiteres Wachstum fundamental kaum noch zu rechtfertigen ist, dürfte Kapital rotieren. Wenn Anleger erkennen, dass das Chance-Risiko-Verhältnis kippt, suchen sie nach unterbewerteten Alternativen. Und Bitcoin – aktuell günstig bewertet, unterrepräsentiert in Portfolios und durch langfristige Holder verknappt – könnte genau diese Alternative sein.

Kapitalrotation, KI-Adoption und unterschätztes Potenzial bei Bitcoin

Aldens bullisches Szenario basiert auf mehreren strukturellen Argumenten. Erstens: Die Angebotsseite bei Bitcoin verengt sich zunehmend. Langfristige Investoren halten ihre Bestände („Diamond Hands“) und reduzieren die frei verfügbare Liquidität am Markt. In einer Phase, in der Bitcoin als „unterowned“ gilt, kann bereits ein vergleichsweise kleiner Nachfrageimpuls starke Preisbewegungen auslösen.

Zweitens sieht Alden eine fundamentale Schnittstelle zwischen KI und Bitcoin. KI-Agenten können kein klassisches Bankkonto eröffnen oder KYC-Prozesse durchlaufen. Permissionless-Netzwerke wie Bitcoin bieten dagegen die Möglichkeit, eigenständig Wallets zu erstellen und Transaktionen durchzuführen. Für Micropayments, Streaming-Zahlungen oder autonome Machine-to-Machine-Ökonomien könnte Bitcoin – ergänzt durch Stablecoins – ein ideales Geldsystem darstellen.

Drittens verweist Alden auf das enorme langfristige Marktpotenzial. Ein dezentrales, nicht manipulierbares Ledger repräsentiere aktuell womöglich nur rund 0,2 Prozent der globalen Vermögenswerte. Sollte Bitcoin mittelfristig zwei oder gar zwanzig Prozent dieses Marktes erfassen, ergäbe sich ein massiver Bewertungshebel.

Schließlich betont sie den Netzwerkeffekt: Nach 17 Jahren hat Bitcoin Sicherheits- und Dezentralitätsargumente klar für sich entschieden. Während man eine KI-Aktie nicht selbst verwahren kann, bietet Bitcoin selbstverwahrbares, nicht inflationierbares Geld.

Genau diese Eigenschaft könnte in einer Welt zunehmender Digitalisierung und Automatisierung wieder in den Fokus rücken – insbesondere dann, wenn die KI-Euphorie ihren Höhepunkt überschreitet und Kapital neue Narrative sucht.

Für Bestseller-Autorin und Makrostrategin Alden ist daher klar: Die nächste große Bitcoin-Rallye könnte paradoxerweise ausgerechnet durch eine überhitzte KI-Blase ausgelöst werden.

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