Mit dem jüngsten Kurseinbruch bei Bitcoin steht auch Ethereum weiherhin unter Verkaufsdruck und fiel zuletzt unter die 2.800-USD-Marke. Der Altcoin lanciert nun am unteren Band seines seitwärts gerichteten Trendkanals, während große On-Chain-Transfers eines lange inaktiven Whales zusätzliche Unsicherheit erzeugen. Erfahre hier mehr!
Der Ethereum-Preis stürzt unter zügig 2.800 US-Dollar: Wie geht es nun weiter?
Während der Bitcoin-Kurs zum Zeitpunkt der Verfassung dieses Artikels unter 85.000 US-Dollar lanciert, steht auch Ethereum weiterhin unter anhaltendem Abwärtsdruck.
Im Zuge des Oktober-Flashcrashs fiel Ether Ende November erstmals seit Juli 2025 wieder unter 2.800 US-Dollar (rosa), markiert als untere Begrenzung eines seitwärts gerichteten Trendkanals, der bis rund 3.400 US-Dollar (gelb) reicht.
In den folgenden Wochen prallte der Kurs mehrfach am oberen und unteren Rand des Kanals ab. Seit Mitte Januar offenbart Ethereum aus technischer Sicht jedoch zunehmende Schwäche:
Anstatt vom unteren Band in Richtung 3.400 US-Dollar zu verlaufen, erreichte der Kurs gestern bei 3.025 US-Dollar sein letztes Hoch, ehe heute ein deutlicher Rückgang in Richtung 2.800 US-Dollar einsetzte.
Damit bestätigt sich die Prognose der Vorwoche: Ethereum kämpft weiterhin mit strukturellen technischen Problemen. Ein Durchbruch unter den mittelfristigen Trendkanal würde das Abwärtspotenzial weiter erhöhen, mit einem möglichen Support bei 2.650 US-Dollar.
Sollte Bitcoin hingegen den Abwärtsdruck überwinden und eine neue Gegenbewegung starten, dürfte auch Ethereum davon profitieren. In diesem Szenario liegen meine zentralen Kursziele bei zunächst 2.950 US-Dollar, gefolgt von 3.100 US-Dollar.
Unterdessen verdeutlicht die Liquidations Heatmap von Coinglass die Fragilität des Marktes: Zwischen 2.850 und 2.780 US-Dollar kommt es allein auf der Börse Binance immer wieder zu Liquidierungen über 35 Millionen US-Dollar, was natürlich höhere Volatilität begünstigt.
In unserem Live-Ticker erfährst du mehr über die führende Smart-Contract-Plattform:
Ethereum DAO kehrt zurück: Vitalik Buterin und Foundation starten Governance- und Sicherheitsfonds
Fast ein Jahrzehnt nach ihrer Auflösung wird die Ethereum DAO wiederbelebt, unterstützt von Ethereum-Mitgründer Vitalik Buterin, der Ethereum Foundation und Griff Green, Mitgründer mehrerer Ethereum-Projekte.
Anders als das ursprüngliche Modell von 2016, das nach dem Hack von 3,6 Millionen ETH eingestellt wurde, startet die neue DAO mit 75.000 ETH – größtenteils ungenutzte Mittel aus dem ursprünglichen Fonds.
13,5 Millionen US-Dollar sind speziell für Sicherheitsprojekte vorgesehen, während der Rest auf der Beacon-Chain gestakt wird, um passive Einkünfte zu generieren und künftige Sicherheitsmaßnahmen zu finanzieren.
Das Ziel ist es, eine stabilere Governance-Struktur für Ethereum zu schaffen, die aus den Fehlern der Vergangenheit lernt.
Die Initiative soll nicht nur die Netzwerksicherheit erhöhen, sondern auch die Professionalisierung dezentraler Organisationen in einem gereiften Krypto-Markt vorantreiben.
Kryptowährungen geraten ins Hintertreffen: Fundamentale Schwäche oder vorläufige Konsolidierung?
Bitcoin und Ethereum hinken derzeit hinter anderen Assets wie Aktien und Edelmetallen hinterher, erklärt Analyst Garrett Bullish.
Die Hauptgründe seien die Nachwirkungen eines Deleveraging-Zyklus, strukturelle Marktprobleme und mögliche Marktmanipulationen.
Besonders stark betroffen seien Retail-Investoren, die Hebel von 10- bis 20-fach nutzen. Der Kapitalabfluss habe viele Positionen stark belastet.
Zudem fehlen professionelle institutionelle Anleger weitgehend, sodass Kursentwicklungen stark von kurzfristigen Stimmungen und Narrativen beeinflusst werden.
Trotz der aktuellen Schwäche bleiben BTC und ETH jedoch solide langfristige Anlagen. Analysten vergleichen die aktuelle Phase mit einer Konsolidierung bei Silber vor einem Aufschwung.
Die Underperformance sei demnach keine Schwächung der fundamentalen Investment-These, sondern Teil einer normalen Konsolidierungsphase innerhalb eines größeren Aufwärtstrends.
Vitalik Buterin erklärt: Trotz Fortschritten mangelt es an Anwendungen mit echtem Mehrwert
Ethereum-Mitbegründer Vitalik Buterin äußerte sich in einem Interview mit Foresight-News und der 706-Community zuletzt kritisch über die aktuelle Lage der Krypto-Branche.
Zwar habe der Sektor in den vergangenen Jahren deutliche technologische Fortschritte erzielt, insbesondere bei Skalierung, Wallets und Infrastruktur, doch Anwendungen mit echtem gesellschaftlichem Mehrwert blieben weitgehend aus.
Statt nachhaltiger Innovation dominierten kurzfristige Spekulationen, die lediglich den Anschein von echtem Fortschritt erwecken. Dementsprechend ist die Warnung von Buterin deutlich:
Ohne relevante Projekte drohe Kryptowährungen ein langsames Ende – nicht etwa durch Regulierung oder Konkurrenz, sondern durch fehlenden langfristigen Nutzen.
Ethereum sei zwar technisch verbessert, doch Layer 2-Lösungen oft noch zu zentralisiert, und Massenadoption erfordere dezentrale, benutzerfreundliche Anwendungen, die über den Finanzsektor hinaus Mehrwert bieten.
