Während der Solana-Kurs weiter unter Druck steht, zeigen US-Spot-Solana-ETFs überraschende Stärke. Mit Nettozuflüssen von 8,43 Millionen US-Dollar markierten die Produkte den höchsten Tageswert seit vier Wochen. Die Kapitalbewegung fällt in ein volatiles Marktumfeld und kontrastiert deutlich mit der schwachen Kursentwicklung von SOL – ein mögliches Indiz für selektives institutionelles Interesse trotz Unsicherheiten.
Solana-ETFs sammelten trotz Kurseinbruch fast 8,5 Millionen USD ein
US-Solana-Spot-ETFs haben am 10. Februar Nettozuflüsse von 8,43 Millionen US-Dollar verzeichnet – der höchste Tageswert seit 28 Tagen. Damit endete eine kurze Phase mit Abflüssen und es mehren sich Anzeichen für eine Stabilisierung der Anlegerstimmung.
Bemerkenswert ist die Entwicklung vor allem deshalb, weil sie in ein weiterhin volatiles Marktumfeld fällt und der anhaltenden Kursschwäche von Solana (SOL) entgegensteht.
Laut Daten des SolanaFloor ETF Trackers markiert der Wert den stärksten Mittelzufluss seit dem 15. Januar, als knapp 9 Millionen US-Dollar in die Finanzprodukte flossen.
Den Großteil des frischen Kapitals zog Bitwise mit seinem Produkt BSOL an, das 7,7 Millionen US-Dollar verbuchte. Fidelitys FSOL folgte mit Nettozuflüssen von 732.040 US-Dollar.
Andere Emittenten wie Grayscale, VanEck, 21Shares und Franklin Templeton meldeten hingegen kaum veränderte Mittelbewegungen.
Insgesamt verwalten US-Spot-Solana-ETFs nun rund 700,16 Millionen US-Dollar. Das entspricht etwa 1,55 Prozent der aktuellen Solana-Marktkapitalisierung von rund 45,2 Milliarden US-Dollar.
Im Vergleich zu Bitcoin-ETFs und Ethereum-ETFs bleibt das Volumen zwar überschaubar, innerhalb des Solana-Segments signalisiert es jedoch eine spürbare Belebung. Zum Vergleich:
Bitcoin-ETFs verzeichneten am selben Tag Zuflüsse von 166,56 Millionen US-Dollar, während Ethereum-Produkte auch „nur“ 13,82 Millionen US-Dollar anzogen.
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Kursrückgang trotz Rekordaktivität im Solana-Netzwerk
Trotz positiver ETF-Daten bleibt der Spotmarkt unter Druck. Laut CMC verlor SOL binnen 24 Stunden 0,2 Prozent und notiert damit nur knapp über der psychologischen Marke von 80 US-Dollar.
Auf Wochensicht summiert sich das Minus auf 12,7 Prozent, und im Monatsvergleich sogar auf 44 Prozent. Makroökonomische Unsicherheiten und eine defensivere Positionierung vieler Investoren belasten risikoreiche Anlageklassen wie Kryptowährungen weiterhin.
Auffällig ist die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und Onchain-Daten. So verarbeitete das Solana-Netzwerk zuletzt rund 959 Millionen Transaktionen innerhalb einer Woche – ein neuer Höchstwert.
🚨BREAKING: @Solana recorded ~959M weekly transactions, a new all-time high. pic.twitter.com/RlUbEcFhxK
— SolanaFloor (@SolanaFloor) February 10, 2026
Die steigende Netzwerkaktivität unterstreicht die operative Leistungsfähigkeit der Blockchain, steht jedoch im klaren Gegensatz zur rückläufigen Preisentwicklung.
Diese Divergenz wirft die Frage auf, inwieweit fundamentale Nutzungskennzahlen aktuell in die Preisbildung einfließen.
Großbank meldet Krypto-Exposure: 108 Millionen USD in Solana!
Zusätzliche Impulse liefert eine aktuelle Offenlegung von Goldman Sachs. Im 13F-Bericht für das vierte Quartal 2025 meldete die Investmentbank Solana-ETF-Bestände im Wert von 108 Millionen US-Dollar.
Insgesamt hält Goldman (über regulierte Krypto-ETFs) digitale Vermögenswerte im Umfang von 2,36 Milliarden US-Dollar – rund 0,33 Prozent des gesamten Portfolios.
Davon entfallen 1,1 Milliarden US-Dollar auf Bitcoin, etwa 1 Milliarde US-Dollar auf Ethereum, rund 153 Millionen US-Dollar auf XRP und 108 Millionen US-Dollar auf Solana.
Im Quartalsverlauf reduzierte Goldman seine Bitcoin-ETF-Position um 39,4 Prozent und die Ethereum-Allokation um 27,2 Prozent.
Gleichzeitig baute die Bank erstmals systematisch eine Solana-Position auf und diversifizierte diese über mehrere Anbieter, darunter Bitwise, Grayscale, Fidelity, VanEck, 21Shares und Franklin Templeton.
Solana macht damit rund vier bis fünf Prozent des gesamten Krypto-ETF-Engagements aus.
Der jüngste Nettozufluss von 8,43 Millionen US-Dollar allein signalisiert zwar noch keine nachhaltige Trendwende, doch in Kombination mit wachsender Netzwerkaktivität und institutionellem Interesse deutet er darauf hin, dass Investoren Solana-ETFs weiterhin als strategische Beimischung in diversifizierten Krypto-Portfolios betrachten. Und das trotz anhaltender Preisschwäche am Markt!
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