Der XRP Kurs gibt heute um rund 3 Prozent nach. Ausbleibende ETF-Zuflüsse treiben das Bild rund um XRP zuletzt ein.
Der Kryptomarkt zeigt sich heute leicht schwächer, während Anleger gespannt auf den anstehenden Zinsentscheid der US-Notenbank warten. In diesem Umfeld reduzieren viele Marktteilnehmende kurzfristig ihr Exposure in risikobehafteten Assetklassen, um mögliche Volatilität abzufedern.
Bitcoin gibt im Tagesverlauf um rund zwei Prozent nach und notiert aktuell bei etwa 72.000 US-Dollar. Auch XRP steht unter Druck, verliert rund drei Prozent und fällt wieder unter die Marke von 1,50 US-Dollar. Insgesamt deutet die Marktstruktur darauf hin, dass Investoren vor wichtigen makroökonomischen Impulsen vorsichtiger agieren und Gewinne teilweise sichern.
Fehlende Kapitalzuflüsse bei XRP-ETFs belasten das Sentiment
Aktuelle Marktdaten zeigen, dass XRP-basierte Investmentprodukte zuletzt keine neuen Nettozuflüsse verzeichnen konnten. Besonders auffällig ist dabei, dass seit Anfang März keine signifikanten Mittel mehr in entsprechende ETFs geflossen sind. Zuvor galten diese Produkte über mehrere Monate hinweg als stabile Quelle institutioneller Nachfrage und konnten kontinuierlich Kapital anziehen. Die jüngste Entwicklung markiert somit einen klaren Bruch im bisherigen Trend und trübt die XRP Prognose ein.
🚨MARKETS: $XRP ETFS HAVEN'T SEEN NET INFLOWS SINCE MARCH 4
What happened?!
After nearly three months as some of the industry's most successful investment products, spot @Ripple ETFs are now struggling with prolonged outflows.
The last time the products saw net inflows was… pic.twitter.com/KIUzBLxSc5
— BSCN (@BSCNews) March 17, 2026
Diese ausbleibenden Zuflüsse deuten darauf hin, dass institutionelle Investoren aktuell zurückhaltender agieren. Gründe hierfür könnten sowohl im makroökonomischen Umfeld als auch in einer kurzfristigen Neubewertung der Chancen-Risiko-Struktur liegen. Gerade im Vorfeld wichtiger geldpolitischer Entscheidungen – wie dem aktuellen Fed-Meeting – ist eine solche Zurückhaltung nicht ungewöhnlich. Kapital wird temporär aus volatileren Märkten abgezogen oder zumindest nicht weiter aufgebaut.
Darüber hinaus können anhaltende oder wiederkehrende Abflüsse aus solchen Produkten ein Signal für ein schwächeres kurzfristiges Momentum sein. Wenn selbst strukturierte Investmentvehikel keine neuen Mittel mehr anziehen, fehlt ein wichtiger Nachfragefaktor, der zuvor zur Stabilisierung oder sogar zu Aufwärtsbewegungen beigetragen hat. Dies kann insbesondere bei Assets wie XRP, die stark von externen Kapitalflüssen profitieren, spürbare Auswirkungen auf die Preisentwicklung haben.
Ein gewisser Gegenpol zu dieser Entwicklung zeigt sich jedoch bei den On-Chain-Daten. Die jüngsten Zahlen zum Exchange Net Position Change deuten darauf hin, dass vermehrt XRP von den Börsen abgezogen wird. Das reduziert das unmittelbar verfügbare Angebot und kann grundsätzlich als konstruktives Signal interpretiert werden.
Gleichzeitig bleibt die Nachfrage bislang verhalten, sodass sich insgesamt ein Bild der Konsolidierung ergibt. Kurzfristig dürfte daher weniger ein klarer Trend als vielmehr eine Phase der Stabilisierung im Vordergrund stehen. Ein Krypto Geheimtipp ist XRP im März 2026 damit wohl nicht.
On-Chain-Daten zeigen steigenden Anteil XRP-Verlusten
Ein weiterer spannender Blick ergibt sich aus der On-Chain-Metrik „Percent Supply in Profit“. Diese zeigt, welcher Anteil aller XRP aktuell im Gewinn liegt – und damit indirekt, wie viele Marktteilnehmende sich in profitablen Positionen befinden. In der jüngsten Korrektur ist dieser Anteil deutlich zurückgegangen und liegt inzwischen unter der Marke von 50 Prozent. Das bedeutet: Mehr als die Hälfte aller XRP-Adressen befindet sich aktuell im Minus.
Historisch betrachtet waren solche Niveaus häufig Phasen, in denen sich attraktive Einstiegsgelegenheiten ergeben haben, da ein Großteil des Marktes bereits Verluste realisiert oder zumindest auf Buchverlusten sitzt. Gleichzeitig signalisiert dies, dass XRP im Zuge der Korrektur zunehmend günstiger bewertet wird.
Allerdings zeigt ein Blick in die Vergangenheit auch, dass echte Kapitulationsphasen teilweise deutlich tiefer verliefen. In früheren Marktzyklen sank der Anteil profitabler Adressen zeitweise auf nur noch 20 bis 25 Prozent. Vor diesem Hintergrund lässt sich festhalten: Zwar nimmt der Druck zu und Bewertungen werden attraktiver, doch eine vollständige Kapitulation – die häufig mit nachhaltigen Bodenbildungen einhergeht – ist bislang noch nicht eindeutig erkennbar.
Zusammenfassend befindet sich XRP aktuell in einer Phase der Unsicherheit und Konsolidierung. Schwächere Kapitalzuflüsse und makroökonomische Faktoren bremsen kurzfristig das Momentum. Gleichzeitig zeigen On-Chain-Daten erste konstruktive Signale. Entscheidend wird nun sein, ob neue Nachfrage entsteht oder die Korrektur sich weiter ausdehnt.
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