Bärenmarkt-Alarm! Ist der Zyklus schon vorbei – und was heißt das jetzt?

On Dez. 19, 2025 at 2:15 pm UTC by · 5 Min. read

Bärenmarkt 2025? Bitcoin bei 88.000 US-Dollar, Altcoins unter Druck. Risiken erkennen und handlungsfähig bleiben.

Ist der Bärenmarkt schon da? Der Kryptomarkt ist aktuell jedenfalls durchlebt von Nervosität und kurzen Erholungen; bis zur nächsten Ohrfeige. Bitcoin notiert am 19. Dezember 2025 laut CoinGecko bei knapp 88.000 US-Dollar, Ethereum schreibt knapp unter 3000 US-Dollar. Es gibt nur zwei Optionen, hoch oder runter: Entweder der Zyklus ist bereits gebrochen oder es handelt sich „nur“ um eine schmerzhafte Korrektur innerhalb eines laufenden Zyklus. Die Argumente.

Zwei Szenarien, niemand hat Gewissheit

Niemand weiß wirklich, ob der Markt schon in den Bärenmodus gekippt ist, aber zumindest sollte man das Szenario auf dem Schirm haben. Der Markt war in den vergangenen Tagen sichtbar anfällig: Die Stimmung rund um eine mögliche Jahresend-Rallye ist gekippt und der Markt geriet wieder deutlich unter Druck.

Das erste Szenario wäre klar bärisch: Ein Markt, der sich selbst das Fundament wegzieht: Nicht, weil „Krypto halt volatil ist“, sondern weil Vertrauen als Rohstoff verbrannt wird. Stichwort: Marktmanipulation. Wenn in kurzer Taktung Promi- oder Polit-Meme-Coins wie Trump Coin oder Melania-Coin etc. durch die Timelines schießen, parallel Zoll-Schlagzeilen die Risikolaune drücken und dann auch noch eine Liquiditätswelle nach der nächsten ausgelöscht wird, kippt die Stimmung schnell von „Buy the dip“ zu „Nie wieder“. Das trifft vor allem auch Frischlinge im Space: Wer neu reinläuft und als Erstkontakt Chaos, Gerüchte und abrupte Abverkäufe serviert bekommt, fühlt sich nicht wie ein Investor, sondern wie Exit-Liquidität – und macht die Tür wieder zu.

Die für viele mit Sicherheit angenehmere Option ist Szenario 2: Bitcoin kann sich in einem laufenden Zyklus problemlos eine saftige Korrektur leisten, ohne dass damit automatisch der Stecker gezogen ist. Rücksetzer im Bereich von rund 30 Prozent sind im Krypto-Space kein exotischer Ausnahmefall, es gehört nunmal auch zu einem Asset dazu, das 24/7 gehandelt wird und Stimmungen gnadenlos in den Kurs übersetzt. Außerdem ist makrotechnisch (noch) alles in Ordnung. Das findet jedenfalls auch Analyst Fred Krueger via X. Auch interessant: Makroanalyse: Bullrun oder Bärenfalle? Liquidität flutet Markt, Rezession lauert.

Altcoins haben massive Probleme in diesem Zyklus

Während Bitcoin den Markt derzeit sichtbar zusammenhält, hängen viele Altcoins am Tropf der Risikolaune. Die Bitcoin-Dominanz ist laut Coinmarketcap wieder bei 59,2 Prozent. Wenn so viel Gewicht auf einer einzigen Asset-Klasse liegt, wird es für den Rest automatisch schwerer, eigene Dynamik zu entwickeln. Breite Altcoin-Rallyes brauchen nicht nur gute Stories, sondern vor allem Liquidität, die bereit ist, aus Bitcoin in volatilere Assets umzusteigen.

Hinzu kommt ein strukturelles Problem, das im nächsten Bärenmarkt nicht kleiner wird: Die Angebotsseite ist gigantisch. CoinGecko listet aktuell 19.112 aktive Kryptowährungen. Das ist ein Markt mit massivem Überhang. Es ist zwar keine Untergangsprophezeiung für Altcoins, aber nichtsdestoweniger ist klar, dass nicht jedes Projekt erfolgreich werden kann. Umso wichtiger ist es, sich die richtigen Projekte rauszusuchen. Lies hier den Coinspeaker Guide: Krypto Geheimtipp: unbekannte Kryptowährungen mit Potenzial.

Mögliche Liquiditätsspritzen

Für den aktuellen Markt ist entscheidend, wie viel Liquidität bereit steht. Die US-Notenbank hat bereits Maßnahmen ergriffen, um saisonalen Stress im Geldmarkt abzufedern etwa durch angekündigte Käufe kurzlaufender US-Staatsanleihen (Treasury Bills) und zusätzliche Reinvestitionen, um die Reserven im System zu stabilisieren. Die Fed will verhindern, dass zum Jahresende der Dollar-Funding-Markt unruhig wird und diese Beruhigung kann (muss nicht, aber kann) die Risikobereitschaft an den Märkten stützen.

 

Was tun, wenn der Bärenmarkt wirklich startet? Ein Fahrplan

Wenn der Markt wirklich bereits in den Bärenmodus gekippt sein sollte, ist der reflexhafte Aktionismus fast immer der teuerste Begleiter. Wer in einer ausgeprägten Angstphase jede rote Kerze wieder “wegtraden” will, handelt meist nicht strategisch, sondern emotional.

Disziplin und Struktur heißt vor allem auch: Liquidität bereit haben. Das schützt vor dem klassischen Fehler, sich zu früh festzulegen. Wer Reserve hält, kann abwarten, statt bei jedem Rücksetzer den nächsten Notverkauf zu planen. Und man kann reagieren, sobald sich echte Chancen zeigen statt nur Hoffnung nachzukaufen.

Gerade tückisch sind die Zwischenrallyes: kurze, knackige Erholungen, die sich wie Trendwende anfühlen und dann doch nur ein Atemholen sind. Hier ist Risikomanagement goldwert. Erholungen können Fenster sein, um Positionen zu entschärfen, Übergewichtungen zu glätten oder schlicht wieder Luft im Portfolio zu schaffen. Dass solche Phasen rund um große Termine besonders rot ausfallen können, ist kein Geheimnis: Coinspeaker berichtete über den heutigen „dreifachen Hexensabbat“ und den nahenden Verfall großer Bitcoin-Optionsvolumina Ende Dezember als Volatilitätsfaktoren.

Was sich aber trotzdem sauber festhalten lässt: In einem Bärenmarkt ist nicht die perfekte Prognose von Vorteil, sondern ein Plan, der auch dann funktioniert, wenn der Markt noch einmal tiefer geht.

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