Bitcoin-Bärenmarkt schon vorbei? Experten bleiben skeptisch

32 Minuten ago by · 5 Min. read

Bitcoin startet mit neuem Momentum in die Woche und notiert wieder über 66.000 US-Dollar. Die Entspannung im Nahen Osten sorgt kurzfristig für bessere Stimmung an den Finanzmärkten. Dennoch bleiben viele Analysten vorsichtig und sehen noch keine bestätigte Trendwende. Gleichzeitig suchen Anleger nach neuen Narrativen, die frische Nachfrage in den Kryptomarkt bringen könnten.

Bitcoin startet fester in die neue Woche. Nach der Erholung über 65.000 US-Dollar kletterte BTC zeitweise in Richtung 66.000 bis 67.000 US-Dollar. Auslöser war vor allem die Entspannung im Nahost-Konflikt: Das angekündigte Abkommen zwischen den USA und Iran sorgte kurzfristig für Risk-on-Stimmung, fallende Ölrisiken und neue Nachfrage nach Krypto-Assets. Auch am Dienstag bleibt Bitcoin über 66.000 US-Dollar stabilisiert, womit der Markt nach den jüngsten Verlusten zunächst konstruktiver wirkt.

Dennoch ist die Erholung noch kein bestätigter Trendwechsel. Denn mehrere Marktbeobachter warnen, dass technische und on-chain-basierte Signale weiterhin fragil bleiben.

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Bitcoin-Prognose: Warum Experten trotz Erholung skeptisch bleiben

Swissblock bleibt trotz des starken Wochenstarts vorsichtig. Der Kern der Analyse: Bitcoin sei noch nicht „out of the woods“, weil sowohl Price Momentum als auch OBV weiter in einem schwachen Momentum- und Beteiligungsregime liegen. OBV steht für On-Balance Volume und misst vereinfacht, ob Volumen eher in steigende oder fallende Tage fließt. Damit geht es nicht nur um den Preis, sondern um die Frage, ob die Bewegung auch von echter Marktteilnahme getragen wird.

Genau hier sieht Swissblock das Problem. In typischen Abschwüngen verschlechtert sich zuerst das Momentum, danach nimmt die Marktteilnahme ab, erst später folgt der Preis. Dieses Muster habe sich im laufenden Bärenzyklus bereits gezeigt: Momentum drehte in die Schwäche, OBV folgte, anschließend gab auch der Bitcoin-Kurs nach. Die aktuelle Erholung wirkt daher noch anfällig, solange beide Indikatoren nicht wieder gemeinsam in ein starkes Regime wechseln.

Das bedeutet: Bitcoin kann sich kurzfristig stabilisieren, doch ein nachhaltiger Boden ist aus Sicht dieser Analyse noch nicht bestätigt. Entscheidend wäre, dass nicht nur der Kurs steigt, sondern auch Momentum und Volumenstruktur wieder bullisch drehen. Bis dahin bleibt das Risiko eines erneuten Tests der Tiefs bestehen.

Auch andere Stimmen ordnen die Bewegung vorsichtig ein. Nach dem Sprung infolge der Iran-USA-Entspannung diskutieren Analysten weiter, ob es sich bereits um eine Bodenbildung oder nur um eine technische Erholung handelt. Zudem bleiben schwächere institutionelle Nachfrage, makroökonomische Unsicherheit und wichtige technische Marken Belastungsfaktoren.

MVRV Z-Score signalisiert: Bitcoin ist günstiger, aber noch kein klassischer Boden

Eine weitere wichtige On-Chain-Metrik ist der MVRV Z-Score. Dieser vergleicht die aktuelle Marktkapitalisierung von Bitcoin mit der sogenannten Realized Cap, also dem Wert, zu dem die Coins zuletzt on-chain bewegt wurden. Vereinfacht gesagt zeigt die Kennzahl, ob Bitcoin historisch betrachtet über- oder unterbewertet ist.

Aktuell befindet sich der MVRV Z-Score nur noch knapp über der neutralen Zone und signalisiert damit deutlich weniger Überbewertung als noch während der Hausse 2024 und 2025. Historisch betrachtet ist Bitcoin damit bereits vergleichsweise günstig bewertet. Allerdings liegt die Kennzahl noch immer über den Extremwerten früherer Bärenmarkt-Tiefs.

Sowohl beim Boden 2018 als auch während der Kapitulation 2022 fiel der MVRV Z-Score zeitweise in den grünen Bereich nahe oder sogar unter die Nulllinie. Genau diese Phase markierte damals die maximale Angst im Markt, als selbst langfristige Anleger ihre Bestände aufgaben. Davon ist der Markt aktuell noch entfernt. Zwar hat sich die Bewertung deutlich normalisiert, doch eine finale Kapitulation mit extremer Panik ist bislang nicht erkennbar. Das spricht dafür, dass Bitcoin zwar attraktiv bewertet erscheint, ein letzter Ausverkauf zur Ausbildung eines endgültigen Bärenmarkt-Bodens jedoch weiterhin möglich bleibt.

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Neue Narrative könnten den Markt antreiben – Bitcoin-Layer-2 rückt in den Fokus

Damit Bitcoin nachhaltig aus dem aktuellen Bärenmarkt ausbrechen kann, braucht es vermutlich mehr als nur eine kurzfristige Erholung. Neue Nachfrage, frisches Kapital und vor allem überzeugende Narrative dürften entscheidend sein, um eine neue Aufwärtsbewegung einzuleiten. Während in früheren Zyklen Themen wie DeFi, NFTs oder ETFs als Kurstreiber fungierten, richtet sich der Blick vieler Anleger inzwischen auf das Bitcoin-Ökosystem selbst. Insbesondere Bitcoin-Layer-2-Lösungen gelten als potenzieller Wachstumsmarkt, da sie zusätzliche Anwendungsfälle ermöglichen und das Netzwerk funktionaler machen sollen.

Ein Projekt, das in diesem Bereich aktuell Aufmerksamkeit auf sich zieht, ist Bitcoin Hyper. Während viele Altcoins im laufenden Bärenmarkt mit schwacher Nachfrage kämpfen, zeigt das Projekt im Presale bislang bemerkenswerte relative Stärke. Bereits rund 33 Millionen US-Dollar wurden von Investoren eingesammelt – ein Wert, den derzeit nur wenige neue Krypto-Projekte erreichen.

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Der Ansatz von Bitcoin Hyper besteht darin, die Sicherheit und Bekanntheit von Bitcoin mit der Geschwindigkeit moderner Blockchains zu verbinden. Technologisch setzt das Projekt auf eine Layer-2-Architektur, die über eine ZK-Bridge mit dem Bitcoin-Netzwerk verbunden werden soll. Dadurch könnten Bitcoin-Bestände künftig deutlich flexibler genutzt werden, ohne auf die Sicherheit des Basissystems verzichten zu müssen.

Spannend erscheint zudem die Orientierung an modernen Smart-Contract-Ökosystemen. Das Ziel besteht darin, die Vorteile von Bitcoin und Solana miteinander zu kombinieren: die starke Marke und Sicherheit von Bitcoin auf der einen Seite, hohe Geschwindigkeit und geringe Transaktionskosten auf der anderen.

Zusätzliche Nachfrage erzeugt derzeit auch das Staking-Modell. Anleger können ihre Token bereits im Presale hinterlegen und erhalten dafür aktuell Renditen von bis zu 36 Prozent APY. Gerade in einem Umfeld, in dem viele Marktteilnehmer auf neue Wachstumsbereiche innerhalb des Bitcoin-Sektors setzen, könnte dies für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgen.

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