Bitcoin News: OGs stoppen Verkäufe, Fidelity wagt spektakuläre Prognose

Updated on Feb. 28, 2026 at 12:26 am UTC by · 4 Min. read

Während der Bitcoin-Kurs erneut auf 65.000 US-Dollar fällt, gibt es einige spannende Entwicklungen. Einerseits stoppen OGs ihre Verkäufe, während der Verkaufsdruck aktuell eher von spekulativen Anlegern kommt. Bitcoin-Wale bauen ihr Engagement schon wieder aus und ein führender Fidelity-Experte wird bullischer.

Zum Ende der Handelswoche nimmt der Verkaufsdruck am Kryptomarkt erneut zu. Bitcoin fällt zurück auf rund 65.000 US-Dollar und gibt damit einen Großteil des jüngsten Rebounds preis, der die Leitwährung zeitweise bis auf 70.000 US-Dollar geführt hatte. Belastend wirkt vor allem die schwache Stimmung an den Aktienmärkten: Der S&P 500 verliert am Freitag über 500 Punkte. Inflationssorgen und zunehmende Unsicherheit rund um mögliche KI-Disruptionen drücken auf das Sentiment.

Auch bei Bitcoin bleibt die Schwäche spürbar, während verschiedene Stimmungsindikatoren weiterhin extreme Angst signalisieren. Doch wann kann man Bitcoin kaufen? Was zeigen die Daten und sagen die Experten?

Verkäufer wechseln: OGs ziehen sich zurück, Short-Term-Holder dominieren

Interessant ist jedoch, dass sich die Struktur der Verkäufer zuletzt verändert hat. In den vergangenen Wochen waren es vor allem langfristige Marktteilnehmer – oft als „Bitcoin OGs“ bezeichnet –, die durch erhöhte Aktivität auffielen. Kennzahlen wie die Coin Days Destroyed (CDD) signalisierten zeitweise, dass ältere Coins vermehrt bewegt wurden. Solche Bewegungen gelten häufig als Indiz dafür, dass erfahrene Investoren Gewinne realisieren oder Risiko reduzieren.

Aktuell zeigen On-Chain-Daten jedoch ein anderes Bild. Die CDD-Werte sind deutlich zurückgegangen, was darauf hindeutet, dass ältere Bestände derzeit kaum noch transferiert werden. Selbst unter Einbeziehung eines gleitenden 90-Tage-Durchschnitts bleibt das Aktivitätsniveau historisch niedrig. Das spricht dafür, dass viele langfristige Halter ihre Verkäufe vorerst abgeschlossen haben oder zumindest nicht mehr aggressiv auf dem Markt auftreten.

Stattdessen rücken kurzfristige Investoren in den Fokus. Daten zu Short-Term-Holdern zeigen, dass in den vergangenen 24 Stunden zehntausende BTC mit Verlust an Börsen transferiert wurden. Diese Coins stammen typischerweise von Marktteilnehmern, die erst in den vergangenen Monaten eingestiegen sind und nun unter Druck geraten. Verkäufe mit realisierten Verlusten deuten häufig auf Kapitulation hin – ein Muster, das in volatilen Marktphasen immer wieder zu beobachten ist.

Die aktuelle Marktschwäche scheint somit weniger von strategischen Langzeitinvestoren getrieben zu sein, sondern vielmehr von kurzfristig orientierten Akteuren, die auf fallende Kurse reagieren. Das verändert die Dynamik: Während OG-Verkäufe oft strukturellen Angebotsdruck erzeugen, sind Short-Term-Abgaben eher sentimentgetrieben und können schneller wieder abebben. Das verbessert die Bitcoin Prognose für 2026.

Wale akkumulieren: Historisch oft ein starkes Signal

Trotz der aktuellen Schwächephase gibt es On-Chain-Daten, die ein konstruktiveres Bild zeichnen. Die Zahl der Adressen mit mehr als 100 Bitcoin hat ein neues Allzeithoch erreicht. Das deutet darauf hin, dass große Marktteilnehmer – häufig als Wale bezeichnet – ihre Bestände weiter ausbauen. Historisch betrachtet war eine steigende Anzahl großer Wallets oft ein Zeichen für strategische Akkumulation in Phasen erhöhter Unsicherheit.

Große Investoren agieren in der Regel weniger impulsiv als kurzfristige Marktteilnehmer. Sie nutzen Korrekturen, um Positionen auszubauen, statt panisch zu verkaufen. Wenn die Anzahl der Adressen mit signifikanten Beständen steigt, spricht das dafür, dass Kapital mit langfristigem Anlagehorizont in den Markt fließt. In früheren Marktzyklen gingen solche Akkumulationsphasen häufig mittelfristigen Erholungsbewegungen voraus.

Entscheidend wird nun sein, ob sich dieser Trend fortsetzt. Sollte die Menge an Bitcoin, die von langfristigen Haltern und Walen absorbiert wird, weiter zunehmen, könnte dies das verfügbare Angebot am Markt verknappen. Eine Kombination aus nachlassendem Verkaufsdruck der Short-Term-Holder und anhaltender Akkumulation durch kapitalkräftige Investoren würde die Grundlage für eine stabilere Preisstruktur schaffen – und potenziell eine neue Aufwärtsbewegung unterstützen.

Fidelity-Analyse: Boden nahe, aber Zeitfaktor bleibt entscheidend

Die aktuelle Einschätzung von Fidelity-Experte Jurrien Timmer zeichnet ein differenziertes Bild. Bitcoin wird dabei nicht als alleiniger „Endgegner“ aller Assetklassen gesehen, sondern als Teil des sogenannten Hard-Money-Teams – mit Gold weiterhin in der Führungsrolle. Entscheidend sei daher nicht nur der reine Dollarpreis von Bitcoin, sondern auch das Verhältnis zu Gold. Genau hier setzt die Analyse über das Gold/Bitcoin-Ratio und dessen Z-Score an.

Ein Blick auf die langfristige Power-Law-Kurve zeigt, dass der Bereich um 60.000 US-Dollar als strukturelle Unterstützungszone fungiert. Frühere Hoch- und Tiefpunkte sowie die steigende Support-Linie der Trendkurve verlaufen in dieser Region. Rein preislich könnte Bitcoin damit bereits nahe eines zyklischen Bodens notieren. Historisch fielen stärkere Korrekturen häufig in den Bereich dieser langfristigen Trendunterstützung zurück.

Allerdings verweist Timmer auf den Z-Score des Gold/Bitcoin-Verhältnisses. In der Vergangenheit signalisierten extreme Divergenzen Wendepunkte – etwa 2021 und 2025 bei Hochs sowie 2022 beim Tief. Aktuell liegt der Indikator zwar erhöht, aber noch nicht auf den Extremniveaus früherer Bodenbildungen. Das spricht dafür, dass der Preis zwar in einer potenziellen Bodenregion liegt, zeitlich jedoch noch eine Phase der Konsolidierung notwendig sein könnte.

Der Tenor: Ein abrupter Einbruch ist nicht zwingend das Basisszenario. Wahrscheinlicher erscheint ein längeres „Backing and Filling“ im Bereich zwischen 60.000 und 70.000 US-Dollar.

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