Der Kryptomarkt bleibt aktuell extrem selektiv. Während viele Altcoins weiter schwach tendieren, entwickeln einzelne Narrative plötzlich enorme Dynamik. Besonders Chain-Abstraction, Privacy und Bitcoin-L2-Technologien rücken jetzt stärker in den Fokus vieler Anleger.
Der Kryptomarkt zeigt sich im Mai 2026 weiter selektiv. Viele Altcoins notieren noch deutlich unter ihren Allzeithochs, während einzelne Projekte plötzlich massive relative Stärke entwickeln. Genau das ist zuletzt bei NEAR Protocol zu beobachten gewesen.
Der Coin hat sich innerhalb eines Monats nahezu verdoppelt und zählt aktuell zu den stärksten Large-Cap-Altcoins im Markt. Während viele Anleger den Fokus zuletzt auf Solana, Bitcoin oder Privacy-Coins legten, schiebt sich NEAR nun wieder stärker in den Mittelpunkt. Vor allem die strategische Neuausrichtung des Netzwerks sorgt für Aufmerksamkeit. Analysten sehen hier inzwischen deutlich mehr als nur eine weitere Layer-1-Blockchain mit guten Technologien.
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Was ist das NEAR Protocol?
NEAR Protocol ist eine Layer-1-Blockchain, die ursprünglich entwickelt wurde, um schnelle, günstige und besonders benutzerfreundliche Anwendungen bereitzustellen. Technisch setzte NEAR früh auf Sharding, eine skalierbare Infrastruktur sowie WebAssembly-Technologie. Ziel war es, Entwicklern eine leistungsfähigere Alternative zu Ethereum anzubieten. Dennoch konnte sich NEAR im Wettbewerb der großen Smart-Contract-Plattformen zunächst nicht entscheidend durchsetzen.
Während Ethereum seine Dominanz im DeFi-Bereich verteidigte und Solana massiv vom Memecoin- und Retail-Hype profitierte, geriet NEAR zwischen die Fronten. Genau deshalb erfolgte nun ein strategischer Pivot. Statt direkt um Entwickler und TVL zu konkurrieren, positioniert sich NEAR inzwischen als Infrastruktur-Layer für Chain-Abstraction, KI-Agenten, Privacy und Cross-Chain-Interaktionen.
Warum Experten den Strategiewechsel jetzt für brillant halten
Der Analyst Vadim beschreibt die aktuelle Entwicklung bei NEAR als einen der intelligentesten Strategiewechsel im gesamten Kryptomarkt. Ursprünglich wollte NEAR vor allem durch bessere Technologie gewinnen: schnellere Ausführung, bessere Skalierung und modernere Entwicklerwerkzeuge. Doch der Markt zeigte laut ihm, dass technische Überlegenheit allein nicht ausreicht. Ethereum behielt die Liquidität und Solana gewann die Aufmerksamkeit der Retail-Nutzer.
Genau deshalb änderte NEAR seine Strategie fundamental. Statt Nutzer und Kapital aktiv auf die eigene Blockchain ziehen zu wollen, baut NEAR nun Infrastruktur, die bestehende Netzwerke miteinander verbindet. Der zentrale Ansatz lautet „Chain Abstraction“. Nutzer sollen künftig gar nicht mehr merken, auf welcher Blockchain sie eigentlich aktiv sind.
NEAR's original thesis didn't work. The pivot is brilliant.
The original bet: build the best L1 runtime. Async Rust, WASM, sharded by design. Attract developers, get killer apps, win on technical merit. I joined for this thesis.
What actually happened: DeFi capital stayed… pic.twitter.com/gxbq6AEajq
— Vadim (AI, ⋈) (@zacodil) May 25, 2026
Eine Schlüsselrolle spielen dabei die sogenannten „NEAR Intents“. Nutzer formulieren lediglich ihr gewünschtes Ergebnis, beispielsweise einen Swap zwischen verschiedenen Chains. Anschließend übernehmen sogenannte Solver automatisch die Ausführung über die beste verfügbare Liquidität hinweg. Entscheidend dabei: Die Liquidität muss gar nicht mehr auf NEAR selbst liegen.
Hinzu kommen die „MPC Chain Signatures“. Damit kann ein einzelner NEAR-Account Assets auf Ethereum, Solana oder sogar Bitcoin kontrollieren. Neue Wallets oder komplizierte Bridges werden dadurch überflüssig. Besonders spannend wirkt zudem der Privacy-Ansatz. Mit „Confidential Intents“ sollen Transaktionen privat abgewickelt werden können, teilweise bereits standardmäßig. Laut Vadim laufen inzwischen rund 42 Prozent des Intents-Volumens über vertrauliche Ausführungen.
Der Analyst sieht darin gleich mehrere starke Narrative gleichzeitig vereint: Chain-Abstraction, Privacy, KI-Agenten und Stablecoin-Payments. Besonders bemerkenswert sei laut ihm, dass NEAR diese Infrastruktur bereits aufgebaut habe, bevor genau diese Trends im Markt dominant wurden.
Gerade deshalb bewerten viele Anleger die jüngste Stärke von NEAR inzwischen nicht mehr nur als kurzfristigen Pump. Vielmehr könnte der Strategiewechsel dafür sorgen, dass sich das Netzwerk langfristig neu positioniert – und womöglich deutlich relevanter wird als noch vor wenigen Monaten.
Warum diese Vision auch für Bitcoin-L2 bullish sein könnte
Die Entwicklung rund um NEAR zeigt derzeit einen klaren Trend im Kryptomarkt: Nutzer wollen keine komplizierten Wallets, Bridges oder technischen Hürden mehr. Genau deshalb gewinnen neue Infrastrukturen an Bedeutung, die verschiedene Netzwerke verbinden und Blockchain-Technologie einfacher nutzbar machen. Besonders spannend könnte das nun auch für Bitcoin werden. Denn während Ethereum und Solana bereits große Ökosysteme aufgebaut haben, gilt Bitcoin technisch weiterhin als vergleichsweise eingeschränkt. Genau hier setzen Bitcoin-L2-Projekte an.
Die Grundidee dahinter ist enorm spannend: Bitcoin soll nicht mehr nur digitales Gold bleiben, sondern künftig deutlich mehr Anwendungsfälle ermöglichen. Schnellere Transaktionen, Smart Contracts, DeFi-Anwendungen oder KI-Integrationen könnten dadurch langfristig direkt mit dem Bitcoin-Netzwerk verbunden werden. Sollte sich diese Entwicklung durchsetzen, würde das womöglich auch die Nachfrage nach nativen Bitcoins erhöhen. Denn viele dieser Lösungen benötigen BTC als Basis-Asset oder Sicherheitsmechanismus im Hintergrund.
Ein Projekt, das aktuell besonders viel Aufmerksamkeit erhält, ist Bitcoin Hyper. Der Presale zeigt trotz des schwierigen Marktumfelds bemerkenswerte relative Stärke. Inzwischen wurden bereits rund 33 Millionen US-Dollar eingesammelt – ein Wert, den aktuell nur wenige neue Projekte erreichen. Genau das deutet auf starkes Interesse spekulativer Anleger hin.
Technologisch verfolgt Bitcoin Hyper einen Ansatz, der die Vorteile von Solana und Bitcoin kombinieren soll. Im Mittelpunkt steht eine Bitcoin-L2-Infrastruktur mit hoher Skalierbarkeit und schnellen Ausführungen. Gleichzeitig sollen zk-Proofs sowie eine Bridge zwischen Layer-1 und Layer-2 die Sicherheit und Interoperabilität verbessern. Besonders spannend wirkt dabei die Verbindung aus hoher Geschwindigkeit und Bitcoin-Sicherheit – ein Bereich, den viele Analysten aktuell als einen der größten Trends der kommenden Marktphase ansehen.
Hinzu kommt ein Staking-Modell mit derzeit rund 36 Prozent APY. Solche Renditen ziehen im frühen Stadium oft zusätzlich Kapital an. Der Preis steigt heute wieder, letzte Chacne auf maximale Buchgewinne.
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