Während Ethereum erneut unter die psychologisch wichtige Marke von 2.000 US-Dollar fällt, verweisen Chartanalysten auf ein mögliches zyklisches Fraktal im Monatschart. Laut Trader Tardigrade ähnelt die aktuelle Marktstruktur der Konsolidierungsphase 2019–2020, die dem explosiven Bullenmarkt vorausging. Die These: Eine Phase gradueller Reakkumulation könnte mittelfristig den Boden für einen strukturellen Ausbruch bereiten.
X-Analyst sieht im Ethereum-Chart ein wiederkehrendes Muster
Während Ethereum gerade wieder unterhalb der psychologisch wichtigen 2.000-USD-Marke notiert, könnte die Kryptowährung nach Einschätzung des Analysten Trader Tardigrade ein bekanntes zyklisches Muster wiederholen.
Grundlage ist ein mehrjähriges Fraktal im Monatschart, das strukturelle Parallelen zur Marktphase 2019–2020 aufweist – also jener Konsolidierungsperiode, die dem explosiven Bullenmarkt 2020/2021 vorausging.
Im damaligen Zyklus verzeichnete Ethereum zunächst einen deutlichen Rückgang im Jahr 2019. Anschließend etablierte sich über das Jahr 2020 hinweg eine klar erkennbare Doppelbodenstruktur, ehe der Markt in eine dynamische, volumengetriebene Aufwärtsbewegung überging.
Diese Sequenz aus Kapitulation, Akkumulation und Breakout gilt in der technischen Analyse als klassisches Reakkumulationsmuster innerhalb eines übergeordneten Bullenzyklus.
Laut der aktuellen Chartanalyse zeigt sich nun eine vergleichbare Marktarchitektur. Im Jahr 2024 kam es zunächst zu einem signifikanten Rücksetzer.
Darauf folgte eine potenzielle Doppelbodenbildung, die sich über die Jahre 2025 und 2026 erstrecken könnte. Parallel dazu bilden sich steigende Tiefs innerhalb eines langfristigen Trendkanals, was auf eine graduelle strukturelle Stabilisierung hindeutet.
„Geschichte reimt sich“ – strukturelle Ähnlichkeit ohne Garantie
Fraktal-Analysen basieren auf der Annahme, dass sich Marktpsychologie in wiederkehrenden Mustern manifestiert.
Insbesondere in ausgedehnten Konsolidierungsphasen liefern solche Strukturen ein bullishes Narrativ, das auf eine mögliche Akkumulationsphase vor einem impulsiven Ausbruch hindeutet.
Befürworter der These argumentieren, dass fundamentale Faktoren wie Skalierungs-Upgrades, institutionelle Infrastruktur und zunehmende Onchain-Nutzung das technische Setup unterstützen könnten.
Kritiker verweisen hingegen auf veränderte makroökonomische und regulatorische Rahmenbedingungen. ETF-Strukturen, restriktivere Liquiditätsbedingungen und strengere Aufsicht unterscheiden das aktuelle Marktumfeld signifikant von früheren Zyklen.
Das Monatsfraktal liefert damit ein konstruktives, aber konditionales Signal. Eine valide Bestätigung des Szenarios würde erst durch eine klare Volumenexpansion sowie einen strukturellen Ausbruch über zentrale makroökonomische Widerstände erfolgen.
Der Ethereum-Kurs unter anhaltendem Abwärtsdruck
Zum Zeitpunkt der Verfassung dieses Artikels notiert der Ethereum-Kurs bei 1.957 US-Dollar, was einem Anstieg von 0,18 Prozent in 24 Stunden entspricht.
Kurzfristig ist eine leichte Erholung erkennbar, während auf Monatsbasis weiterhin eine deutliche Korrektur sichtbar bleibt.
Trotzdem bleibt die übergeordnete Struktur auf dem 4H-Chart klar abwärtsgerichtet:
Seit dem markanten Hoch oberhalb von 3.300 USD dominieren tiefere Hochs und tiefere Tiefs, begleitet von einer fallenden gleitenden Durchschnittslinie, die aktuell im Bereich um 2.050–2.100 USD als dynamischer Widerstand fungiert.
Der impulsive Abverkauf Anfang Februar führte zu einem Sell-off bis knapp über 1.760 USD, wo sich eine temporäre Bodenbildung etablierte.
Seither bewegt sich der Kurs in einer seitwärts gerichteten Konsolidierungsphase zwischen 1.760 USD und rund 2.200 USD. Aktuell notiert ETH um 1.960 USD und damit unterhalb der zentralen Widerstandszone bei 2.070–2.200 USD.
Solange diese Zone nicht per Schlusskurs überwunden wird, bleibt jede Aufwärtsbewegung technisch als Gegenreaktion im Abwärtstrend zu werten. Der RSI pendelt im neutralen Bereich um 45–47 Punkte und signalisiert fehlende Momentum-Dynamik.
Ein Bruch unter 1.760 USD würde das bärische Szenario reaktivieren, während ein nachhaltiger Ausbruch über 2.200 USD die Struktur neutralisieren und Raum bis 2.400 USD eröffnen könnte.
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