Experte sagt: Bitcoin-Boden bei 60k, Allzeithoch in 2026

Updated on Mai 12, 2026 at 12:43 pm UTC by · 4 Min. read

Der Bitcoin-Kurs stagniert aktuell über 80.000 US-Dollar. Mitunter erwarten Trader den nächsten Swing im Bärenmarkt. Doch es mehren sich auch optimistische Stimmen für einen Bitcoin-Bullenmarkt.

Der Kryptomarkt zeigt sich am heutigen Handelstag etwas leichter. Dennoch hält sich Bitcoin weiter stabil über 80.000 US-Dollar und demonstriert damit relative Stärke in einem weiterhin schwierigen Marktumfeld. Vom Allzeithoch bleibt Bitcoin allerdings noch immer mehr als 30 Prozent entfernt. Viele Analysten sprechen deshalb lediglich von einer klassischen Bärenmarktrallye und erwarten erneut sinkende Kurse.

Gleichzeitig gibt es jedoch auch zunehmend optimistische Stimmen. Besonders der bekannte Krypto-Experte Arthur Hayes sieht den Tiefpunkt bereits hinter dem Markt. Für ihn markierte der Bereich um 60.000 US-Dollar den finalen Boden – nun soll sogar zeitnah ein neues Allzeithoch oberhalb von 126.000 US-Dollar folgen.

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Arthur Hayes sieht den Bitcoin-Boden bereits bestätigt

Der ehemalige BitMEX-CEO Arthur Hayes liefert derzeit eine der bullischsten Makro-Thesen für Bitcoin im gesamten Kryptomarkt. In seinem aktuellen Essay argumentiert Hayes, dass sich die weltweiten Rahmenbedingungen massiv zugunsten knapper Vermögenswerte wie Bitcoin verändern.

Besonders entscheidend sei dabei die Kombination aus geopolitischen Konflikten, steigenden Staatsausgaben und einer neuen Welle expansiver Geldpolitik. Hayes verweist darauf, dass sowohl die USA als auch China enorme Summen in künstliche Intelligenz, Energieinfrastruktur und militärische Aufrüstung investieren. Genau diese Entwicklung werde laut Hayes langfristig nur durch immer mehr Liquidität und neues Fiat-Geld finanziert werden können.

Dabei hebt Hayes insbesondere hervor, dass der Markt den Tiefpunkt bereits im Bereich von 60.000 US-Dollar gesehen habe. Seitdem habe Bitcoin trotz geopolitischer Risiken und hoher Unsicherheit relative Stärke gegenüber vielen anderen Risiko-Assets gezeigt. Laut Hayes beginne nun eine neue Phase, in der Bitcoin besonders stark von wachsender globaler Liquidität profitieren könnte. Er erwartet, dass sich der Kursanstieg deutlich beschleunigt, sobald Bitcoin nachhaltig die Region um 90.000 US-Dollar zurückerobert. Dort würden viele Short-Positionen und Optionswetten liegen, die zusätzliche Kaufdynamik auslösen könnten.

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Sein Kursziel wirkt entsprechend ambitioniert: Hayes hält ein neues Allzeithoch oberhalb von 126.000 US-Dollar mittlerweile für nahezu unausweichlich. Besonders spannend: Er argumentiert, dass Bitcoin aktuell sensibler auf Liquiditätsausweitungen reagiere als klassische Assets wie Gold oder Technologieaktien. Genau deshalb sieht Hayes den Beginn eines neuen, aggressiven Bullenmarkts.

„Anfang des Jahres erreichte Bitcoin seinen Tiefpunkt bei 60.000 US-Dollar, und mit einem Rückenwind von Billionen US-Dollar und Yuan, der noch geschaffen werden muss, ist die Rückeroberung der 126.000 US-Dollar eine ausgemachte Sache. Viele Hasser werden sich weigern, an dieser Bitcoin-Rallye teilzunehmen, weil der Bitcoin in den letzten 24 Monaten deutlich schlechter abgeschnitten hat als Technologie und Gold. Viele können nicht verstehen, warum Bitcoin als Absicherung gegen mutwillige Gelddruckerei überhaupt noch relevant ist. Aber es wird seine Sensibilität gegenüber einer Ausweitung der Fiat-Liquidität unter Beweis stellen.“

Fidelity-Analyst sieht ebenfalls gute Chancen für einen Bitcoin-Boden

Arthur Hayes ist mit seiner optimistischen Einschätzung keineswegs allein. Auch der bekannte Fidelity-Analyst Jurrien Timmer sieht aktuell zunehmend Signale dafür, dass Bitcoin den Boden bereits ausgebildet haben könnte. Besonders interessant: Timmer verweist darauf, dass sich Bitcoin trotz geopolitischer Risiken, Ölpreis-Sorgen und hoher Unsicherheit bemerkenswert stabil hält. Während viele Assets in schwierigen Marktphasen stark einbrechen würden, konsolidiere Bitcoin aktuell vergleichsweise kontrolliert nahe wichtiger Unterstützungen. Genau das sei laut Timmer typisch für bullische Marktphasen und nicht für klassische Bärenmärkte.

Zudem hebt der Fidelity-Experte hervor, dass Bitcoin derzeit zunehmend Stärke gegenüber Gold entwickelt. In seiner Analyse zeigt Timmer, dass Kapitalflüsse zuletzt wieder verstärkt in Bitcoin statt in Gold gewandert sind. Während Gold kurzfristig sogar positiv mit Anleihen korreliere und dadurch weniger Diversifikation biete, sieht Timmer Bitcoin aktuell als spannenderen Hedge gegen Liquiditätsrisiken und makroökonomische Unsicherheit. Besonders bullisch bewertet er dabei die aktuelle Marktstruktur: Bitcoin habe seine überkaufte Situation nicht durch einen heftigen Crash abgebaut, sondern durch eine längere Seitwärtsbewegung nahe der Hochs. Genau dieses Verhalten sei historisch oft ein Zeichen starker Nachfrage gewesen.

Auch der technische Chart stimmt Timmer optimistisch. Der Bereich um 60.000 US-Dollar habe sich zuletzt mehrfach als starke Unterstützung erwiesen. Gleichzeitig stabilisiere sich das Momentum erneut. Damit verdichten sich laut Fidelity die Hinweise, dass Bitcoin aktuell eher eine größere Bodenbildung abschließt als einen neuen Abwärtstrend vorbereitet.

MVRV Z-Score deutet ebenfalls auf mögliche Bodenbildung hin

Auch die bekannte Onchain-Metrik „MVRV Z-Score“ liefert derzeit Hinweise darauf, dass Bitcoin zuletzt womöglich eine größere Bodenbildungsphase durchlaufen hat. Der Indikator vergleicht die aktuelle Marktbewertung von Bitcoin mit dem realisierten Wert des Netzwerks – also dem durchschnittlichen Kaufpreis aller Coins im Umlauf. Vereinfacht gesagt zeigt der MVRV Z-Score, ob Bitcoin historisch betrachtet eher überbewertet oder unterbewertet gehandelt wird.

Besonders spannend: Der Z-Score ist zuletzt auf den niedrigsten Stand seit dem Jahr 2023 gefallen. Zwischenzeitlich rutschte die Kennzahl fast wieder in den historisch unterbewerteten Bereich ab. Genau dort bildete Bitcoin in früheren Marktzyklen häufig wichtige Tiefpunkte aus.

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