Experte sagt: Diesen Chart sollte jeder Krypto-Anleger kennen

On März 3, 2026 at 9:16 am UTC by · 3 Min. read

Nachdem die geopolitischen Risiken in den letzten Tagen weitgehend eingepreist wurden und der Kryptomarkt stabil scheint, richten Experten den Blick auf einen weiteren Indikator: den PMI. Deutet sich hier der nächste Krypto Bullrun an?

Der Kryptomarkt zeigt sich nach einem turbulenten Wochenende erstaunlich robust. Der zunächst deutliche Abverkauf rund um den Beginn des Irankriegs sorgte kurzfristig für Unsicherheit, doch die Panik hielt nicht lange an. Bereits zum Wochenstart setzte eine kräftige Gegenbewegung ein, sowohl an den Aktienmärkten als auch bei digitalen Assets. Bitcoin kletterte wieder über 68.000 US-Dollar, Ethereum behauptet sich stabil oberhalb der Marke von 2.000 US-Dollar.

Aktuell wirkt es, als habe der Markt die geopolitischen Risiken zumindest vorerst eingepreist. Stattdessen rücken nun wieder makroökonomische Faktoren und der übergeordnete Konjunkturzyklus stärker in den Fokus der Anleger.

Business-Zyklus und Bitcoin: Warum der PMI jetzt entscheidend ist

Ein viel beachteter Indikator ist aktuell der sogenannte Einkaufsmanagerindex (Purchasing Managers’ Index, PMI). Dieser misst die wirtschaftliche Aktivität im verarbeitenden Gewerbe. Werte über 50 signalisieren Expansion, Werte unter 50 eine Kontraktion.

Laut dem von Dan Gambardello geteilten Beitrag ist der US-Manufacturing-PMI zuletzt auf 52,4 % gestiegen – und liegt damit den zweiten Monat in Folge über der Expansionsschwelle.

Historisch betrachtet war genau diese Phase – der Übergang von Kontraktion zu Expansion – häufig ein Wendepunkt für Risikoassets.

So wird betont, dass Manufacturing über weite Strecken von 2025 in der Kontraktion verharrte und nur wenige Monate über 50 notierte. Nun zeigt sich erstmals wieder eine stabile Erholung. Besonders auffällig: Neue Aufträge (55,8 %) und Auftragsbestände (56,6 %, höchster Stand seit Mai 2022) deuten auf eine steigende Nachfrage hin. Gleichzeitig sind die Lagerbestände der Kunden mit 38,8 % niedrig – ein klassisches Signal für bevorstehende Produktionsausweitungen.

Viele Marktteilnehmer sehen hier eine klare Verbindung zum Kryptomarkt. Wenn sich der Business-Zyklus ausweitet, verbessert sich die Liquiditätssituation, Risikobereitschaft steigt, Kapital fließt wieder verstärkt in wachstumsorientierte Assets. Bitcoin reagierte in der Vergangenheit häufig frühzeitig auf solche makroökonomischen Wendepunkte – insbesondere in Phasen, in denen sich das verarbeitende Gewerbe aus einer Rezession herausbewegte. Wer in 2026 Kryptowährungen kaufen möchte, behält auch den PMI im Blick.

50 %-Drawdown und Zykluswende: Parallelen zu 2020?

Ferner verweist Gambardello darauf, dass Bitcoin zuvor einen fünfmonatigen Drawdown von rund 50 % erlebt hat – eine Korrektur, die viele Marktteilnehmer aus dem Markt gedrängt haben dürfte. Solche scharfen Rücksetzer sind im Kryptomarkt nicht ungewöhnlich, markieren aber oft eine Phase der Bereinigung vor einer möglichen neuen Aufwärtsbewegung. Dies macht die Bitcoin Prognose für 2026 konstruktiv.

Die Argumentation: Wenn ein signifikanter Abverkauf mit einer anschließenden makroökonomischen Zykluswende zusammenfällt, entsteht ein strukturell interessantes Setup.

Bereits 2020 zeigte sich ein ähnliches Muster. Nach einem starken Einbruch folgte mit dem Wiederanspringen der wirtschaftlichen Aktivität eine expansive Phase, die von massiver Liquidität begleitet wurde – und letztlich in einem ausgeprägten Bullenmarkt mündete.

Wichtig ist jedoch die Differenzierung: Ein PMI über 50 allein garantiert keinen neuen Krypto-Bullrun. Entscheidend ist die Nachhaltigkeit. Bleibt der Index mehrere Monate in der Expansionszone und bestätigen weitere Frühindikatoren – etwa Auftragseingänge, Investitionsbereitschaft oder Kreditwachstum – diesen Trend, könnte sich das makroökonomische Umfeld deutlich aufhellen.

Für Bitcoin und Ethereum bedeutet das: Die kurzfristige geopolitische Volatilität tritt in den Hintergrund, während der Markt zunehmend auf strukturelle Signale achtet. Sollte sich die wirtschaftliche Expansion verfestigen, könnte die jüngste Konsolidierung rückblickend als Übergangsphase in einen neuen Zyklus gewertet werden.

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