GameStop behält 4.710 BTC und beendet damit Sorgen über einen Abverkauf in Höhe von 368 Mio. USD
GameStop (GME) hat bestätigt, dass das Unternehmen alle 4.710 Bitcoin in seiner Bilanz behalten hat. Diese wurden zum 31. Januar 2026 mit rund 368,4 Millionen USD bewertet. Damit enden zweimonatige Spekulationen über einen Abverkauf, die durch einen Onchain-Transfer an Coinbase Prime ausgelöst worden waren. Die Offenlegung im 10-K-Jahresbericht des Unternehmens, der am Dienstag bei der Securities and Exchange Commission (SEC) eingereicht wurde, beendet offiziell die Unsicherheit, die GMEs Bitcoin-Position seit Januar überschattet hatte.
Die Bestätigung nimmt 4.710 BTC aus dem Pool der Coins, die der Markt bereits als potenzielles Verkaufsangebot eingepreist hatte – eine Unterscheidung, die strukturelles Gewicht hat, da die Positionierung institutioneller Bitcoin-Anleger inmitten der allgemeinen Marktvolatilität weiterhin genau beobachtet wird.
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GameStop Bitcoin-Bericht: Was die Offenlegung bestätigt
Der am Dienstag bei der SEC eingereichte 10-K-Bericht zeigt, dass GameStop 4.709 seiner 4.710 BTC – also 99,98 % seiner gesamten Bestände – im Rahmen einer im Januar ausgeführten Covered-Call-Strategie als Sicherheit bei Coinbase Prime hinterlegt hat. Ein einziger verbleibender Bitcoin wird nicht als Sicherheit geführt.
Der Bericht löst direkt die Spekulationen auf, die aufkamen, als Onchain-Analysten den vollständigen Transfer der Bitcoin von GameStop zu Coinbase Prime als potenziellen Vorboten einer Liquidation markierten.
₿ITCOIN: GAMESTOP CONVERTS $368M $BTC HOLDINGS INTO OPTIONS INCOME PLAY @GameStop’s $GME $420 million bitcoin transfer earlier this year was not an exit, but it’s not holding the coins anymore either.
In its annual report filed Tuesday, they revealed that 4,709 BTC (all but 1… pic.twitter.com/VUsmaR5Z8y
— BSCN (@BSCNews) March 26, 2026
Im Rahmen der Covered-Call-Struktur verkaufte GameStop kurzfristige Kaufoptionen mit Ausübungspreisen zwischen 105.000 USD und 110.000 USD, die diesen Freitag auslaufen. Die Strategie ermöglicht es GameStop, Optionsprämien zu vereinnahmen und gleichzeitig seine Bitcoin zu behalten, sofern diese Kontrakte nicht ausgeübt werden, wie es bei einigen bereits im Januar der Fall war. Der 10-K-Bericht verzeichnet einen nicht realisierten Gewinn von 2,3 Millionen USD und eine Verbindlichkeit von 700.000 USD im Zusammenhang mit den offenen Optionspositionen.
Da Coinbase Prime als Gegenpartei das Recht zur Weiterverpfändung (Rehypothekarisierung) der hinterlegten Coins hat, buchte GameStop die Vermögenswerte aus seiner Bilanz aus und ersetzte sie durch eine Forderung aus digitalen Vermögenswerten. Diese buchhalterische Behandlung – und kein Verkauf – führte dazu, dass die Position in den Standard-Bitcoin-Treasury-Rankings verschwand und GameStop in den Daten von BitcoinTreasuries von Platz 21 auf Platz 190 abrutschte. Die Coins wurden jedoch nie verkauft.
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GameStop Bitcoin Treasury: Unternehmensüberzeugung im Kontext des klassischen Einzelhandels
Das Board von GameStop autorisierte Bitcoin im März 2025 als Reservewährung – eine Entscheidung, die auch deshalb bemerkenswert war, weil sie von einem etablierten Videospiel-Einzelhändler kam, der mit dem strukturellen Niedergang seines Kerngeschäfts zu kämpfen hatte. Der Schritt löste Vergleiche mit dem Modell von MicroStrategy aus, obwohl die Position von GameStop mit 4.710 BTC nur einen Bruchteil von MicroStrategys Beständen ausmacht und mit wesentlich mehr Vorsicht angegangen wurde. Das Unternehmen hielt seinen Bestand bis zum dritten Quartal 2025 konstant bei knapp über 4.700 BTC, ohne die Allokation signifikant zu erhöhen.
(Quelle: TFTC)
Die Covered-Call-Strategie deutet darauf hin, dass GameStop Bitcoin nicht als passive Reserve betrachtet, sondern als renditegenerierenden Vermögenswert – ein anspruchsvollerer Ansatz als einfaches Buy-and-Hold. Diese Unterscheidung ist wichtig für die Bewertung der GME-Aktie durch institutionelle Analysten als Krypto-Proxy. Die GME-Aktien sind 2026 bisher um 14 % gestiegen, was teilweise die Kursentwicklung von Bitcoin und das Ende der Abverkaufs-Unsicherheit widerspiegelt.
Der Bericht macht keine Angaben zu den durchschnittlichen Anschaffungskosten von GameStop, wodurch die Frage nach der Mark-to-Market-Rentabilität offen bleibt. Was er jedoch bestätigt, ist, dass sich die Überzeugung des Boards vom März 2025 nicht geändert hat.
Investoren werden nun die Ergebnisse von GameStop für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026 beobachten, die etwa im Juni 2026 erwartet werden. Dabei wird auf quantifizierte Covered-Call-Einnahmen, etwaige Änderungen der BTC-Allokation und mögliche Akquisitionsaktivitäten geachtet, die ebenfalls zu den Kursgewinnen seit Jahresbeginn beigetragen haben. Der nächste Berichtszyklus, nicht der aktuelle, wird darüber entscheiden, ob GameStop seine Bitcoin-Strategie vertieft oder auf dem derzeitigen vorsichtigen Niveau beibehält.
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