Trotz heftiger Abverkäufe und massiver Liquidationen in den letzten 24 Stunden behauptet sich Ethereum oberhalb zentraler charttechnischer Marken. Besonders die Zone um 2.850 USD erweist sich bislang als zuverlässige Unterstützung. Zwar bleibt das Marktumfeld fragil, und schnelle Kurswechsel in Kombination mit hohen Liquidationen deuten weiterhin auf eine stark spekulative Marktstruktur mit erhöhter Hebelnutzung hin. Dennoch ist bislang kein klarer technischer Bruch erkennbar, was kurzfristig Raum für eine Erholung lässt.
Der Ethereum-Chart im Überblick: Diese Zielzonen sind relevant!
Nachdem Bitcoin gestern Abend einen steilen Anstieg über 90.000 US-Dollar verzeichnete, setzte heute Morgen ein weiterer marktweiter Abverkauf ein, der Bitcoin zurück auf 85.300 USD drückte und auch den Ethereum-Kurs um knapp 5 Prozent einbrechen ließ. Allerdings konnte sich der Markt in der letzten Stunde schon wieder erholen, weshalb Ethereum gerade bei 2.950 US-Dollar notiert, was dennoch einem Rückgang von 0,35 Prozent in 24 Stunden und 6,75 Prozent in 7 Tagen entspricht.ETH-Supply auf Handelsbörsen sinkt auf den tiefsten Stand seit 2016!
Parallel zur zähen Kursentwicklung erlebt Ethereum gerade eine der stärksten Angebotsverknappungen seiner Geschichte. Laut Daten von CryptoQuant ist etwa das „Ethereum Exchange Supply Ratio“ auf 0,137 gefallen – ein Niveau, das zuletzt 2016 erreicht wurde.
In früheren Marktzyklen gingen vergleichbare Rückgänge häufig größeren Kursanstiegen voraus, da ein geringeres Angebot auf Börsen den unmittelbaren Verkaufsdruck verringert und wachsende Überzeugung langfristiger Investoren signalisiert.
Neben dem sinkenden Angebot ist aber auch die institutionelle Nachfrage wieder gestiegen. Laut Coingecko-Daten halten inzwischen 27 börsennotierte Unternehmen und „staatsnahe Akteure“ zusammen rund 5,96 Millionen ETH im Wert von etwa 17,7 Milliarden US-Dollar.
Dies entspricht rund 5 Prozent des ETH-Gesamtangebots. Besonders auffällig ist dabei BitMine Immersion, das allein in den vergangenen 30 Tagen über 400.000 ETH akkumuliert hat.
Weiter unterstützt wird die Angebotsverknappung durch im Staking eingebundene Ether (etwa 37 Millionen Coins) und Layer-2-Ökosysteme.
Die Kombination aus schrumpfendem Verkaufsangebot und wachsender struktureller Nachfrage deutet auf ein zunehmend illiquides Marktumfeld hin – ein Szenario, das historisch oft stärkere Aufwärtsbewegungen begünstigt hat. Lies hier unsere Ethereum-Prognose!
Lies in unserem Live-Ticker mehr über Ethereum:
Ethereum-Bär verdoppelt Short-Wette und setzt 1 Million US-Dollar auf fallende ETH-Kurse
Der Kryptoanalyst Taiki Maeda, der bereits rund 500.000 US-Dollar mit Short-Positionen auf Ethereum verdient haben soll, setzt nun erneut eine Million USD gegen ETH.
Maeda argumentiert, dass die jüngste relative Stärke von Ethereum nicht auf organischer Nachfrage beruhe, sondern auf künstlicher, anreizgetriebener Akkumulation durch sogenannte Digital-Asset-Treasury-Käufer.
Besonders BitMine gilt ihm als zentraler Preistreiber mit wöchentlichen ETH-Käufen in dreistelliger Millionenhöhe.
Laut Maeda hängen diese Zukäufe mit Bonus- und Vergütungsstrukturen zusammen und könnten nach dem 15. Januar abrupt enden. Er erwartet dann eine deutliche Korrektur in Richtung des „fairen Werts“.
Vitalik Buterin warnt vor Komplexität: Ethereum soll einfacher werden, um wirklich vertrauenswürdig zu sein
Ethereum-Mitgründer Vitalik Buterin fordert einen strategischen Kurswechsel in der Weiterentwicklung des Protokolls und plädiert für radikale Vereinfachung.
Zwar sei Ethereum formal dezentral, doch zunehmende technische Komplexität berge die Gefahr, dass Nutzer faktisch einer kleinen Expertengruppe vertrauen müssen.
Echte Trustlessness bedeute, dass möglichst viele Menschen das gesamte Protokoll verstehen und überprüfen können.
Als Gegenmaßnahmen nennt Buterin unter anderem stateless Clients, leichtere Nodes und eine stärkere Rückbesinnung auf klar auditierbare Kernfunktionen.
Auch Layer-2 sollen stärker auf die ETH-Basisschicht setzen, statt eigene komplexe Systeme zu nutzen.
Die Ethereum-Roadmap unterstützt Buterins Ansatz mit Initiativen wie Verkle Trees, PeerDAS und verbesserten Wallet-Strukturen, um Dezentralisierung und Nutzbarkeit gleichzeitig zu stärken – dahingehend hat Ethereum aber noch einen weiten Weg vor sich!
