MicroStrategy vor S&P 500-Aufnahme: alles hängt am Bitcoin-Kurs

Updated on Juli 1, 2025 at 5:25 pm UTC by · 3 Min. read

MicroStrategy steht kurz vor der Aufnahme in den S&P 500, sofern Bitcoin bis 30.Juni über 95.240 US-Dollar schließt. Die Hintergründe.

Es ist die vielleicht entscheidende Woche für Michael Saylor und Bitcoin: MicroStrategy steht wenige Tage vor einem möglichen Eintritt in den S&P 500. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Firma um Michael Saylor in den S&P 500 aufgenommen wird, liegt laut Analyst Jeff Walton bei satten 91 Prozent – vorausgesetzt, der Bitcoin-Kurs hält bis zum 30. Juni die Marke von 95.240 US-Dollar. Die Hintergründe.

MicroStrategy will in den S&P 500

CEO Michael Saylor, seit Jahren das Gesicht für puren Bitcoin-Maximalismus, steht mit seinem Unternehmen kurz vor einer Aufnahme in den S&P 500. MicroStrategy bringt dabei etwas mit, das so noch kein anderes Unternehmen bisher je mitbrachte: 592.345 Bitcoin, Stand Juni 2025. Damit ist Saylor faktisch der “Bitcoin-Wolf der Wall Street”.

Bereits im Dezember 2024 wurde MicroStrategy in den Nasdaq-100 aufgenommen, der S&P 500 wäre die nächste Ausbaustufe. Nun könnte MicroStrategy möglicherweise das zweite Krypto-Unternehmen im S&P 500 sein. Erst im Mai wurde Coinbase in den Leitindex aufgenommen.

MicroStrategy muss positive Quartalszahlen liefern, sonst gibt es keine Aufnahme in den S&P 500

Laut der jüngsten Analyse von Jeff Walton liegt die Eintrittswahrscheinlichkeit für MicroStrategy in den S&P 500 bei satten 91  Prozent. Aber nur, solange Bitcoin es über das Wochenende schafft über 95.240 US-Dollar zu schließen. Am 30. Juni, kommender Montag, ist die Deadline. Sinkt BTC darunter, ist der Traum für das laufende Quartal erst einmal ausgeträumt.

Eine der größten Hürden für MicroStrategy auf dem Weg in den S&P 500 sind die “cumulative positive earnings“: MicroStrategy muss im laufenden zweiten Quartal eine Summe aller Gewinne und Verluste aus den letzten vier Quartalen vorweisen, die am Ende im Plus steht. In den zurückliegenden drei Quartalen hatte das Unternehmen jeweils Verluste gemeldet, ergo, alle Hoffnungen ruhen jetzt auf einem starken Ergebnis für Q2.

Ob das gelingt, hängt komplett von der Bitcoin-Performance ab. Analyst Jeff Walton äußert sich dazu in einem Video auf X. Er argumentiert, sollte der Bitcoin-Kurs unter 95.240 US-Dollar fallen, reiche der Gewinn im zweiten Quartal nicht aus, um die vorangegangenen Verluste auszugleichen. Das Unternehmen würde dann vier profitable Quartale in Serie erneut verpassen.

Walton stützt seine Einschätzung auf eine historische Betrachtung der Bitcoin-Volatilität:

“Seit September 2014 hat Bitcoin in Sechs-Tage-Perioden nur in 8,7 Prozent der Fälle mehr als zehn Prozent verloren. In 91 Prozent der Fälle blieb der Kurs stabiler“, so der Analyst.

Im Moment sieht es noch ganz gut aus für Saylor und Co.: Bitcoin notiert aktuell bei rund 107.000 US-Dollar. Aber es bleibt ein nicht zu knapper Wettlauf gegen die Volatilität. Über das Wochenende kann noch viel passieren. Sicher dürfte sich Saylor wohl erst am 01. Juli fühlen.

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