Solana News: Solana aktiviert Alpenglow-Upgrade für Live-Validatortests

On Mai 13, 2026 at 7:34 am UTC by · 4 Min. read

Solana Alpenglow geht live: Tests für Finalität im Sub-Sekunden-Bereich

Das Alpenglow-Upgrade von Solana ist am 11. Mai in die Testphase für Community-Validatoren eingetreten. Das Entwicklungsunternehmen Anza beschreibt die Aktivierung als die größte Konsensänderung in der Geschichte des Netzwerks. Ziel sind Blockbestätigungszeiten von etwa 150 Millisekunden, die unter günstigen Netzwerkbedingungen auf bis zu 100 Millisekunden sinken könnten. Dies sind wegweisende Neuigkeiten für Solana.

Das Upgrade ersetzt TowerBFT und entfernt Proof of History aus dem Kernprozess des Netzwerks – eine strukturelle Änderung, die so bedeutend ist, dass ihr Erfolg oder Misserfolg die Wettbewerbsposition von Solana unter den High-Throughput-Layer-1-Netzwerken bis Ende 2026 maßgeblich definieren wird. SOL handelte nach der Ankündigung nahe der Marke von 97 USD mit einer Intraday-Spanne zwischen 94 USD und 98 USD, was auf eine begrenzte kurzfristige Marktreaktion auf eine Entwicklung hindeutet, die dem Mainnet noch weit vorgelagert ist.

Die Testphase platziert Alpenglow auf einem Community-Test-Cluster, in dem Validator-Betreiber das neue Konsensdesign vor einem breiteren Rollout bewerten können. Anza lud weitere Betreiber ein, dem nächsten Community-Cluster beizutreten. Auf der offiziellen Seite für Netzwerk-Upgrades von Solana wird Alpenglow für Agave 4.1 erwartet – die Client-Version, mit der die Mainnet-Bereitstellung derzeit für Ende 2026 vorgesehen ist.

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Solana News: Alpenglow und der Votor-Konsensmechanismus: Was die Architekturänderung tatsächlich für die Solana-Finalität bedeutet

Der technische Kern von Alpenglow ist Votor, ein leichtgewichtiges Abstimmungssystem, das darauf ausgelegt ist, Blöcke in ein oder zwei Runden abzuschließen, abhängig vom Anteil der Validatoren, die innerhalb eines bestimmten Zeitfensters antworten.

Während TowerBFT von Validatoren verlangte, Stimmen als On-Chain-Transaktionen zu veröffentlichen, was schätzungsweise 50 % oder mehr des Blockdurchsatzes verbrauchte, verlagert Votor diesen Prozess vollständig Off-Chain. Hierbei werden direkte Nachrichtenübermittlung und Signatur-Aggregation genutzt, um einen Konsens zu erzielen, ohne Blockplatz zu belegen.

Die praktische Auswirkung besteht darin, dass etwa 75 % der zuvor verbrauchten Blockkapazität für Nutzertransaktionen verfügbar werden – ein Gewinn an Ressourceneffizienz, der unabhängig von der reinen Latenzverbesserung ist und diese ergänzt.

Alpenglow führt zudem Rotor für die Block-Propagierung ein, was den bestehenden Turbine-Mechanismus ersetzt, und übernimmt eine feste Blockzeit von 400 Millisekunden mit lokalen Timeouts, die bis zu 5 % Clock-Drift tolerieren. Dies eliminiert die kontinuierliche Hash-Kette, die Proof of History erforderte.

Auch das Fehlertoleranzmodell verschiebt sich: Alpenglow übernimmt ein Framework, das bis zu 20 % bösartige Validatoren, 20 % Offline-Validatoren oder 40 % kombiniert toleriert, verglichen mit der 33 %-Obergrenze traditioneller byzantinischer fehlertoleranter Systeme.

Das Upgrade führt außerdem ein Validator Admission Ticket (VAT) in Höhe von 1,6 SOL pro Epoche ein. Dabei handelt es sich um eine Gebühr, die Validatoren zahlen müssen, um in das Konsens-Set aufgenommen zu werden, was direkt mit der Entfernung von Abstimmungstransaktionen aus den Blöcken zusammenhängt.

Der Vorschlag, der diesen Änderungen zugrunde liegt (SIMD-0326), erhielt bei der Abstimmung der Solana-Validatoren 2025 eine Zustimmung von 98,27 %. Seine akademischen Ursprünge gehen auf die Forschung zu verteilten Systemen an der ETH Zürich zurück.

Dieses Governance-Ergebnis stellt ein ungewöhnlich klares Mandat für eine Änderung dieser strukturellen Tiefe dar und reduziert das Koordinationsrisiko erheblich, das andere große Protokoll-Neuschreibungen bereits in der Vorschlagsphase hat scheitern lassen. Der Giugliano-Hardfork von Polygon, der ebenfalls auf Finalitätsverbesserungen bei einer konkurrierenden Layer-1 abzielte, stieß auf strittigere Governance-Bedingungen – ein Kontrast, der erwähnenswert ist, während Alpenglows Weg zum Mainnet voranschreitet.

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