Solana schockt Anleger: Ändert sich jetzt alles?

Updated 1 Stunde ago by · 3 Min. read

Solana bleibt trotz wachsender Netzwerkaktivität charttechnisch klar unter Druck. Der SOL-Kurs notiert wieder unter 75 US-Dollar und zeigt deutliche Schwäche. Gleichzeitig markieren zentrale On-Chain-Daten neue Rekorde und signalisieren steigende Nutzung.

Solana bleibt charttechnisch deutlich angeschlagen. Auf Wochensicht verliert SOL rund acht Prozent und rutscht erneut unter die Marke von 75 US-Dollar. Innerhalb eines Jahres hat die Kryptowährung damit mehr als die Hälfte ihres Werts eingebüßt. Gegenüber dem bisherigen Allzeithoch von rund 263 US-Dollar beläuft sich der Rückgang sogar auf mehr als 70 Prozent.

Der übergeordnete Bärenmarkt ist somit weiterhin intakt, während es dem Kurs an nachhaltigem Momentum fehlt. Gleichzeitig entwickelt sich das zugrunde liegende Netzwerk jedoch in die entgegengesetzte Richtung. Neue Rekordwerte bei Transaktionen und Stablecoins zeigen eine auffällige Abkopplung zwischen schwachem Tokenkurs und wachsender On-Chain-Aktivität.

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Solana erreicht neue Rekorde bei Transaktionen und Stablecoins

Während der SOL-Kurs weiter unter Druck steht, hat das Solana-Netzwerk im Juni mehr als 3,77 Milliarden sogenannte Non-Vote-Transaktionen verarbeitet. Damit wurde auf monatlicher Basis ein neuer Höchststand erreicht. Nach Angaben von Solana entsprach dies sogar rund 56 Prozent der Transaktionen, die im betrachteten Zeitraum auf den übrigen erfassten Netzwerken zusammen ausgeführt wurden.

Die Unterscheidung zwischen Vote- und Non-Vote-Transaktionen ist dabei entscheidend. Vote-Transaktionen werden von Validatoren genutzt, um am Konsensmechanismus teilzunehmen und Blöcke zu bestätigen. Non-Vote-Transaktionen bilden dagegen überwiegend die tatsächliche Nutzung des Netzwerks ab – beispielsweise Token-Transfers, Swaps auf dezentralen Börsen, Stablecoin-Zahlungen oder Interaktionen mit DeFi-Anwendungen. Ein steigender Wert deutet somit auf eine zunehmende operative Aktivität hin. Allerdings beinhaltet die Kennzahl sowohl erfolgreiche als auch fehlgeschlagene beziehungsweise zurückgesetzte Transaktionen.

Parallel erreichte der Bestand an Stablecoins auf Solana im zweiten Quartal 2026 mit rund 16,6 Milliarden US-Dollarebenfalls ein Rekordniveau. Die Stablecoin Supply misst den Gesamtwert der an den US-Dollar gekoppelten Token, die auf einer Blockchain verfügbar sind. Ein Anstieg bedeutet, dass mehr digitale Dollar innerhalb des Ökosystems gehalten und potenziell für Handel, Kreditmärkte, Zahlungen oder Liquiditätspools eingesetzt werden können.

Beide Kennzahlen beschreiben damit unterschiedliche Aspekte: Die Transaktionszahl misst die Intensität der Netzwerknutzung, während die Stablecoin Supply das verfügbare On-Chain-Kapital abbildet. Zusammen zeigen die Rekorde, dass Solanas Infrastruktur trotz des schwachen SOL-Kurses intensiver genutzt wird und mehr dollarbasierte Liquidität bindet. Eine unmittelbare Aussage über die künftige Kursentwicklung lässt sich daraus jedoch nicht ableiten.

Solana-Prognose: Analyst hält Kurs von 990 US-Dollar für möglich

Passend zur wachsenden Netzwerkaktivität formuliert der bekannte Krypto-Trader Ansem ein besonders ambitioniertes langfristiges Kursziel für Solana. Seine Prognose orientiert sich nicht an einem klassischen Chartmuster, sondern an der früheren Rekordbewertung von Ethereum. Dessen Marktkapitalisierung erreichte auf dem Höhepunkt des vergangenen Zyklus ungefähr 600 Milliarden US-Dollar. Sollte Solana künftig ebenfalls eine solche Bewertung erzielen, würde sich daraus laut Ansem ein SOL-Kurs von rund 990 US-Dollar ergeben.

Die Rechnung basiert grundsätzlich darauf, die angestrebte Marktkapitalisierung durch die verfügbare Anzahl an SOL-Token zu teilen. Gegenüber einem Kurs von rund 75 US-Dollar entspräche das einem Anstieg um mehr als das Zwölffache. Dafür müsste Solana jedoch nicht nur Ethereum bei der historischen Bewertung einholen, sondern seine aktuelle Nutzung, Liquidität und Entwickleraktivität langfristig deutlich ausbauen.

Zudem könnten Veränderungen der umlaufenden Tokenmenge den tatsächlich erforderlichen Kurs beeinflussen. Die Prognose beschreibt daher ein mögliches Bewertungsszenario und keine zeitlich festgelegte oder garantierte Kursentwicklung.

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