Strategy hält mit Abstand die meisten Bitcoins als börsennotiertes Unternehmen. Für die Finanzierung bekam zuletzt STRC immer größeres Gewicht. Nun schlägt Michael Saylor eine Änderung vor – in Zukunft sollen zweimal pro Monat Dividenden bei STRC ausgezahlt werden.
STRC spielt für Strategy zuletzt eine immer größere Rolle. Das bevorzugte Wertpapier hat sich in wenigen Monaten von einem weiteren Finanzierungsbaustein zu einem zentralen Produkt der Kapitalmarktstory entwickelt.
Der Grund: STRC verbindet für Strategy einen hohen laufenden Ertrag mit vergleichsweise niedriger Volatilität und wachsender Liquidität. Genau darauf baut nun auch der jüngste Vorstoß des Unternehmens auf. Mit dem neuen Vorschlag will Strategy die Ausschüttungsfrequenz erhöhen, ohne die jährliche Dividendenverpflichtung anzutasten. Das zeigt, wie wichtig STRC inzwischen für Nachfrage, Kapitalzufluss und die breitere Positionierung des Unternehmens geworden ist.
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Strategy will STRC künftig zweimal pro Monat ausschütten
Die wichtigste neue Entwicklung ist der Vorschlag, STRC künftig nicht mehr monatlich, sondern halbmonatlich auszuschütten. Konkret sollen Dividenden künftig zum 15. und zum Monatsende fließen. Strategy betont dabei ausdrücklich, dass sich an der jährlichen Dividendenlast und an der ökonomischen Substanz nichts ändern soll.
Strategy is proposing to pay semi-monthly dividends on $STRC, instead of monthly. No change to the annual dividend obligations or dividend rate. These proposed changes are intended to stabilize price, dampen cyclicality, drive liquidity, and grow demand. pic.twitter.com/jHFRaDz6oP
— Michael Saylor (@saylor) April 17, 2026
Die gleiche Summe würde also nur in kleineren Teilbeträgen häufiger ausgezahlt. Aus Sicht des Unternehmens soll das mehrere Effekte haben: geringerer Reinvestitionsverzug, bessere Handelbarkeit, mehr Liquidität, höhere Markteffizienz und letztlich auch mehr Preisstabilität.
Bemerkenswert ist auch der zeitliche Rahmen. Laut Strategy wurde die vorläufige Proxy-Unterlage am 17. April eingereicht, die definitive Fassung soll am 28. April folgen. Die Abstimmung läuft dann bis zur Hauptversammlung am 8. Juni. Falls die Änderung angenommen wird, wäre der erste Record Date unter dem neuen Rhythmus der 30. Juni, die erste Auszahlung unter dem neuen Modell dann am 15. Juli. Strategy argumentiert zudem, dass Nasdaq-Regeln die Frequenz begrenzen, weil zwischen Declaration und Record Date mindestens zehn Tage liegen müssen. Der Konzern verkauft den Schritt daher nicht als kosmetische Änderung, sondern als gezielte Weiterentwicklung eines bereits sehr erfolgreichen Produkts.
Was STRC ist – und warum die aktuellen Zahlen auffallen
STRC ist die perpetual preferred stock von Strategy mit variablem Dividendensatz. Laut Unternehmensdarstellung liegt die annualisierte Dividende im April 2026 bei 11,50 Prozent, zahlbar bislang monatlich in bar. Strategy beschreibt STRC als Instrument, dessen Dividendenrate monatlich angepasst wird, um den Kurs möglichst nah am Nennwert von 100 US-Dollar zu halten und Volatilität aus dem Papier zu nehmen. Genau dieses Profil erklärt, warum STRC intern immer stärker gewichtet wird: Es soll hohe laufende Erträge mit planbarerem Kursverhalten verbinden.
Auch die aktuellen Kennzahlen wirken beachtlich. So notiert STRC bei 99,21 US-Dollar, die Effektivrendite liegt bei 11,59 Prozent. Das Notional beläuft sich auf rund 6.357,8 Millionen US-Dollar, der nächste Record Date ist der 15. April 2026, der nächste Auszahlungstermin der 30. April 2026. Hinzu kommen ein durchschnittliches 30-Tage-Handelsvolumen von 368,0 Millionen US-Dollar, eine historische 30-Tage-Volatilität von nur 3 Prozent und ein BTC Rating von 4,4x.
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Strategy selbst verweist zusätzlich darauf, dass STRC mit rund 6,4 Milliarden US-Dollar Volumen inzwischen eine enorme Größe erreicht hat. In der Investorenpräsentation heißt es sogar, STRC wäre mit halbmonatlichen Dividenden die einzige Preferred-Aktie dieser Art weltweit. Genau das zeigt, warum STRC für Strategy längst mehr ist als nur ein Nebenprodukt der Finanzierung.
Strategy dominiert Bitcoin-Treasuries deutlich
Ein Blick auf die aktuellen Zahlen zeigt, wie dominant Strategy im Vergleich zu anderen börsennotierten Bitcoin-Haltern ist. Das Unternehmen hält rund 780.897 BTC im Wert von etwa 60,3 Milliarden US-Dollar.
Damit kontrolliert Strategy allein rund 3,72 % des gesamten Bitcoin-Angebots – eine Größenordnung, die kein anderer Player auch nur ansatzweise erreicht. Zum Vergleich: Marathon Digital Holdings kommt auf etwa 38.689 BTC (rund 2,99 Milliarden US-Dollar), während Twenty One Capital rund 37.229 BTC hält. Selbst große Namen wie Galaxy Digital Holdings mit 17.102 BTC oder Riot Platforms mit 15.680 BTC liegen weit zurück.
Strategy besitzt damit mehr als das 20-fache vieler Konkurrenten. Diese massive Akkumulation macht das Unternehmen zum klaren Marktführer unter den Bitcoin-Treasuries – und erklärt zugleich, warum Produkte wie STRC eine immer zentralere Rolle spielen, um diese aggressive Kapitalstrategie weiter zu finanzieren. Das unterstützt die Bitcoin Prognose.
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