Wale schieben 82,1 Mio. XRP zu Binance – kommt der Kursrutsch?

On Feb. 18, 2026 at 3:54 pm UTC by · 3 Min. read

XRP Kurs unter Druck: Wale senden deutlich mehr XRP zu Binance. Was das über Verkaufsdruck verrät.

Große XRP-Transfers Richtung Binance nehmen wieder zu. On-Chain-Daten zeigen ein Niveau wie zuletzt im Dezember – während ETF-Flows gemischte Signale senden. Wie viel Verkaufsdruck steckt wirklich dahinter?

On-Chain-Alarm: Warum ausgerechnet Binance jetzt zählt

Das Signal, über das der Markt heute spricht, ist nicht „Wal-Aktivität“ im luftleeren Raum, sondern sehr konkret: große XRP-Transfers in Richtung Binance. CryptoQuant beziffert den 30-Tage-Durchschnitt dieser großen Zuflüsse auf etwa 82,1 Millionen XRP – der höchste Wert seit Dezember. In der Binance-Square-Zusammenfassung der CryptoQuant-Quicktake wird der Indikator als 30-Tage-Moving-Average großer Transfers zu Binance beschrieben, kombiniert mit dem durchschnittlichen XRP-Kurs.

Bei einem XRP-Kurs von 1,47 US-Dollar entspricht das rechnerisch einem Notional von grob 121 Millionen US-Dollar, die im Monatsmittel zusätzlich Richtung einer der größten Handelsdrehscheiben wandern. Ob diese Coins am Ende wirklich im Orderbuch landen, ist damit noch nicht entschieden – aber die Option zu verkaufen wird mit jedem Transfer auf eine Börse einfacher.

Mehr Angebot heißt nicht automatisch „Abverkauf“

Einzahlungen auf Börsen sind in der On-Chain-Logik zunächst einmal genau das: Coins werden in Exchange-Walletsverschoben. CryptoQuant definiert „Exchange Inflow“ entsprechend als Einzahlungen in Börsenwallets. Viele Analysten werten steigende Inflows deshalb als möglichen Vorboten von Verkaufsdruck – Nansen spricht bei abrupt steigenden Einzahlungen in Spot-Börsen häufig von zunehmender Verkaufsbereitschaft.

Der Haken: Inflows sind nicht gleichbedeutend mit „Market-Sell“. Große Transfers können auch für Collateral, interne Wallet-Umstrukturierungen, Market-Making oder vorbereitete OTC-Abwicklungen genutzt werden. Genau deshalb warnen auch On-Chain-Erklärstücke davor, einzelne Metriken ohne Kontext zu überinterpretieren. Heißt praktisch: Das CryptoQuant-Signal erhöht das Risiko einer Angebotswelle – es beweist sie nicht.

Spannend ist der Kontext, den die Binance-Square-Zusammenfassung ebenfalls nennt: Nach einem Dezember-Schub sollen sich die Flows eine Zeit lang in einer Bandbreite um 50 bis 60 Millionen XRP stabilisiert haben, bevor sie nun wieder anziehen. Genau solche Regimewechsel sind es, auf die kurzfristige Trader achten – weil Liquidität an Börsen nicht selten der Ort ist, an dem Bewegungen plötzlich „sichtbar“ werden.

XRP-Kurs heute: Stabilisierung auf dünnem Eis

Der Kurs selbst wirkt auf den ersten Blick ruhig: CoinGecko führt XRP am 18. Februar bei 1,47 US-Dollar, plus 2,5 Prozent in 24 Stunden. Gleichzeitig bleibt das große Bild unangenehm: Gegenüber dem Allzeithoch von 3,65 US-Dollar (18. Juli 2025) fehlen weiterhin 59,3 Prozent. Marktkapitalisierung: rund 90 Milliarden US-Dollar bei einem umlaufenden Bestand von etwa 60,9 Milliarden XRP.

Für die Erzählung „Droht jetzt der heftige Kursabsturz?“ ist entscheidend, ob der Markt das zusätzliche Angebot absorbieren kann – oder ob es in eine ohnehin fragile Liquiditätslage trifft.

Hier weiterlesen: Ripple Prognose (XRP): Aktuell 2026 & langfristige Entwicklung bis 2030

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