Der CLARITY Act soll erstmals einen umfassenden bundesweiten Rechtsrahmen für den Handel mit Kryptowährungen in den USA schaffen. Kern des Gesetzes ist eine klarere Aufteilung der Zuständigkeiten zwischen der Börsenaufsicht SEC und der Rohstoffaufsicht CFTC. Zudem sollen einheitliche Vorgaben für Handelsplattformen, Offenlegungspflichten, Verbraucherschutz und die Bekämpfung von Marktmanipulation entstehen. Im Mai passierte der Entwurf den […]
Der CLARITY Act soll erstmals einen umfassenden bundesweiten Rechtsrahmen für den Handel mit Kryptowährungen in den USA schaffen. Kern des Gesetzes ist eine klarere Aufteilung der Zuständigkeiten zwischen der Börsenaufsicht SEC und der Rohstoffaufsicht CFTC. Zudem sollen einheitliche Vorgaben für Handelsplattformen, Offenlegungspflichten, Verbraucherschutz und die Bekämpfung von Marktmanipulation entstehen. Im Mai passierte der Entwurf den Bankenausschuss des Senats mit 15 zu 9 Stimmen. Seitdem ist das Verfahren jedoch ins Stocken geraten.
Eine Abstimmung im gesamten Senat wurde bislang nicht angesetzt. Gleichzeitig schließt sich vor der parlamentarischen Sommerpause das verfügbare Zeitfenster. Andere politische Vorhaben und die näher rückenden Zwischenwahlen könnten das Gesetz zusätzlich verdrängen. Damit wächst das Risiko, dass die lange geplante Kryptoregulierung 2026 nicht mehr verabschiedet wird und vorerst politisch scheitert.
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Demokraten blockieren: Polymarket sieht nur noch 28 Prozent
Besonders der Widerstand demokratischer Senatoren erschwert derzeit eine schnelle Einigung. Die Republikaner verfügen nicht allein über die 60 Stimmen, die erforderlich wären, um das Gesetz im Senat gegen mögliche Verfahrensblockaden voranzubringen. Sie benötigen daher mehrere demokratische Unterstützer. Im zuständigen Bankenausschuss hatten jedoch lediglich zwei Demokraten für den Entwurf gestimmt.
Im Mittelpunkt der Kritik stehen unter anderem die vorgesehenen Ethikregeln.
Demokratische Politiker verlangen strengere Beschränkungen für Amtsträger, die selbst Kryptowährungen besitzen, handeln oder mit digitalen Projekten verbunden sind. Die bislang diskutierte Regelung würde öffentlichen Funktionsträgern zwar die Ausgabe oder Förderung eigener Token erschweren, Besitz und Handel jedoch nicht grundsätzlich verbieten. Angesichts der Kryptogeschäfte von Donald Trump reicht dies vielen Demokraten nicht aus. Weitere Bedenken betreffen den Verbraucher- und Anlegerschutz.
Die zunehmende Skepsis zeigt sich auch auf Polymarket: Dort wird die Wahrscheinlichkeit, dass der CLARITY Act noch 2026 unterzeichnet wird, aktuell nur mit 28 Prozent bewertet. Anfang des Jahres lagen die Erwartungen zeitweise deutlich höher.
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CLARITY Act scheitert? Dann könnte die SEC selbst handeln
Ein Scheitern des CLARITY Act würde nicht zwangsläufig bedeuten, dass die amerikanische Kryptoregulierung vollständig zum Stillstand kommt. SEC-Chef Paul Atkins erklärte nun, seine Behörde sei „bereit, willens und in der Lage“, innerhalb ihrer bestehenden gesetzlichen Befugnisse eigene Regeln für den Kryptomarkt auszuarbeiten. Die SEC könnte beispielsweise Anforderungen an Handelsplattformen, Broker, Verwahrstellen und bestimmte digitale Vermögenswerte konkretisieren.
SEC Ready to Set Crypto Rules if Congress Stalls on CLARITY Act
U.S. SEC Chair Paul Atkins said the agency is prepared to move ahead with crypto market rules within its authority if Congress fails to pass the CLARITY Act, although legislation would provide a more durable… pic.twitter.com/s0VIwXdi1I
— Wu Blockchain (@WuBlockchain) July 30, 2026
Atkins bevorzugt dennoch ausdrücklich eine gesetzliche Lösung. Ein vom Kongress verabschiedeter Rechtsrahmen wäre dauerhafter, würde die Zuständigkeiten von SEC und CFTC klarer festlegen und Unternehmen eine belastbarere Grundlage für Investitionen geben. Reine Behördenregeln könnten dagegen von einer späteren Regierung verändert, aufgehoben oder vor Gericht angefochten werden. Zudem kann die SEC nur innerhalb ihres bestehenden Mandats handeln. Einen umfassenden regulatorischen Rahmen für sämtliche digitalen Rohstoffe, Handelsplätze und Marktteilnehmer könnte sie allein kaum schaffen.
Kurzfristig könnte das Eingreifen der SEC dennoch verhindern, dass erneut ein vollständiges regulatorisches Vakuum entsteht. Unter Atkins dürfte die Behörde eher auf klare Registrierungsmöglichkeiten und praktisch umsetzbare Vorgaben setzen als auf die frühere Regulierung durch einzelne Klagen. Für die Kryptobranche wäre dies jedoch nur eine Übergangslösung: Ohne CLARITY Act blieben zentrale Abgrenzungsfragen offen und die regulatorische Sicherheit weiterhin stark von der jeweils amtierenden Regierung abhängig.
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Während die Regulierung stockt, baut Bitcoin Hyper die nächste Bitcoin-Ebene
Während sich die US-Politik weiterhin um verbindliche Kryptoregeln streitet, arbeitet die Branche längst an der nächsten technologischen Entwicklungsstufe. Besonders Bitcoin-Layer-2-Lösungen rücken dabei in den Fokus. Sie sollen das robuste Sicherheitsfundament von Bitcoin mit schnelleren Transaktionen, geringeren Gebühren und programmierbaren Anwendungen verbinden. Ein Projekt, das in diesem Segment aktuell relative Stärke zeigt, ist Bitcoin Hyper.
Das Konzept verfolgt einen spannenden Ansatz: Bitcoin Hyper möchte die Bekanntheit und Sicherheit von Bitcoin mit den technischen Vorteilen des Solana-Ökosystems kombinieren. Während das Bitcoin-Mainnet als besonders sicher gilt, ist es für komplexe Anwendungen und schnelle Transaktionen nur eingeschränkt geeignet. Die Layer-2-Infrastruktur soll deshalb einen zusätzlichen Ausführungsbereich schaffen, auf dem Transaktionen schneller und kostengünstiger verarbeitet werden können.
Eine zentrale Rolle spielt dabei eine Zero-Knowledge-basierte Bridge zwischen Bitcoin-Layer-1 und der neuen Layer-2. Nutzer sollen BTC über diese Brücke in das Bitcoin-Hyper-Ökosystem übertragen und dort für Anwendungen aus den Bereichen DeFi, Zahlungen oder Web3 einsetzen können. Die Verbindung mit einer Solana-kompatiblen Ausführungsumgebung könnte zugleich eine hohe Geschwindigkeit und bessere Skalierbarkeit ermöglichen. Damit adressiert das Projekt eine der wichtigsten Fragen des Bitcoin-Ökosystems: Wie lässt sich das enorme Kapital von Bitcoin produktiver nutzen?
Auch der Presale entwickelt derzeit ein auffälliges Momentum. Trotz des übergeordnet schwachen Kryptomarkts wurden nach Projektangaben bereits rund 33 Millionen US-Dollar eingesammelt. Diese Nachfrage deutet darauf hin, dass Investoren weiterhin gezielt nach Narrativen mit Wachstumspotenzial suchen. Zusätzlich können frühe Teilnehmer ihre Token aktuell staken, wobei eine dynamische Rendite von rund 36 Prozent APY ausgewiesen wird. Diese Verzinsung dürfte mit zunehmender Zahl gestakter Token jedoch sinken.
Dennoch zeigt die bisherige Kapitalaufnahme, dass innovative Bitcoin-Layer-2-Konzepte selbst im Bärenmarkt Anlegerinteresse wecken können. Sollte die Nachfrage nach skalierbaren Bitcoin-Anwendungen weiter steigen, könnte genau dieses Segment zu den entscheidenden Trends des nächsten Marktzyklus gehören.
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