XRP verharrt rund 65 Prozent unter dem Allzeithoch. Doch die Bewertung könnte günstig sein. Was steckt dahinter?
XRP bleibt einer der beliebtesten Coins unter Privatanlegern und zählt weiterhin zu den Top 5 nach Marktkapitalisierung. Dennoch zeigt sich zuletzt eine klare relative Schwäche: Mit einem Kurs von rund 1,30 US-Dollar notiert XRP etwa 65 Prozent unter seinem Allzeithoch. Der Markt befindet sich insgesamt in einer Bärenmarktphase, Dynamik fehlt vielerorts.
Doch genau in solchen Phasen entstehen oft Chancen. Mehrere On-Chain-Daten und Metriken deuten aktuell darauf hin, dass XRP womöglich unterbewertet sein könnte. Vor allem langfristige Indikatoren zeigen ein Bild, das historisch häufig mit attraktiven Einstiegsniveaus korrelierte – auch wenn kurzfristige Risiken bestehen bleiben.
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MVRV-Daten zeigen: XRP wirkt historisch günstig
Ein zentraler Indikator für die Bewertung von Kryptowährungen ist der sogenannte MVRV (Market Value to Realized Value). Dieser zeigt, ob Anleger im Durchschnitt im Gewinn oder Verlust sind. Laut Daten von Santiment liegt der durchschnittliche Return aktiver XRP-Wallets aktuell bei rund -41 Prozent – ein extrem niedriger Wert, der zuletzt nach dem FTX-Crash 2022 erreicht wurde.
📉 Average wallets that have been active on the XRP Ledger over the past year are down an average of -41% on their investments. This is the lowest MVRV (Mean Value to Realized Value) for XRP traders since the FTX crash in November, 2022.
0⃣ Because cryptocurrencies are zero sum… pic.twitter.com/wADnXQ9vk2
— Santiment (@santimentfeed) April 7, 2026
Das bedeutet: Die Mehrheit der Investoren sitzt auf deutlichen Verlusten. Historisch betrachtet entstehen genau in solchen Phasen oft langfristige Kaufgelegenheiten. Denn wenn viele Marktteilnehmer bereits „kapituliert“ haben, sinkt der Verkaufsdruck. Gleichzeitig signalisiert ein negativer MVRV, dass XRP unter seinem „fairen Wert“ gehandelt werden könnte.
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Allerdings gilt auch: Solche Phasen können sich ziehen. Eine Unterbewertung ist kein sofortiger Kurstreiber, sondern eher ein Hinweis auf ein attraktives Risiko-Rendite-Verhältnis für geduldige Anleger.
Exchange-Bestände auf 5-Jahres-Tief: Verkaufsdruck sinkt
Ein weiterer spannender Indikator ist der Anteil der XRP-Bestände auf Krypto-Börsen. Laut aktuellen Glassnode-Daten befindet sich dieser auf dem niedrigsten Stand seit rund fünf Jahren. Das ist ein klares Signal dafür, dass immer mehr Investoren ihre Coins von Börsen abziehen und langfristig halten.
Warum ist das relevant? Coins auf Börsen sind potenziell jederzeit verkaufsbereit. Sinkende Exchange-Bestände bedeuten daher in der Regel auch sinkenden Verkaufsdruck. Gleichzeitig deutet dies auf wachsendes Vertrauen in den langfristigen Wert von XRP hin.
Historisch gingen solche Phasen häufig größeren Aufwärtsbewegungen voraus, da ein begrenztes Angebot auf den Börsen bei steigender Nachfrage schneller zu Preisanstiegen führen kann. Dennoch sollte man beachten: Auch wenn der strukturelle Verkaufsdruck sinkt, braucht es weiterhin neue Nachfrageimpulse, um eine nachhaltige Rallye auszulösen.
Supply in Profit: Noch keine vollständige Kapitulation
Die „Percent Supply in Profit“-Metrik zeigt, welcher Anteil aller XRP-Coins aktuell im Gewinn ist. Auch hier zeigt sich ein klarer Rückgang. Immer weniger Anleger befinden sich im Profit – ein typisches Merkmal von Bärenmarktphasen.
Interessant ist jedoch: Historisch gesehen wurden echte Marktböden oft erst dann erreicht, wenn ein noch größerer Teil der Anleger im Verlust war. Das bedeutet, dass XRP zwar bereits günstig wirkt, aber möglicherweise noch nicht die finale Kapitulationsphase erreicht hat.
Diese Phase ist psychologisch entscheidend: Erst wenn selbst überzeugte Investoren aufgeben, entstehen häufig die besten Kaufgelegenheiten. Aktuell könnte sich XRP also in einer Übergangsphase befinden – zwischen fortgeschrittener Korrektur und möglichem finalen Ausverkauf.
In Kombination mit den anderen Metriken ergibt sich jedoch ein klares Bild: XRP nähert sich zunehmend einem Bewertungsniveau, das langfristig orientierte Investoren als attraktiv ansehen könnten. Insoweit macht die hiesige Ripple Prognose zumindest Hoffnung.
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