XRP vor Mega-Comeback? Ripple-Legende überrascht Anleger

Updated on Mai 28, 2026 at 3:57 pm UTC by · 4 Min. read

XRP bleibt schwach und notiert erneut unter 1,30 US-Dollar. Der Ausbruchsversuch ist gescheitert, während sich der Abverkauf weiter fortsetzt und Anleger zunehmend das Interesse verlieren. Doch jetzt sorgt ausgerechnet Ex-Ripple-CTO David Schwartz mit einer neuen Idee rund um XRP-Staking und mögliche Steuervorteile plötzlich wieder für Gesprächsstoff.

XRP bleibt angeschlagen. Der Token ist zuletzt wieder unter 1,30 US-Dollar gefallen, womit der jüngste Ausbruchsversuch zunächst gescheitert ist. Auf Monatssicht steht ein deutliches Minus, während echte Impulse weiterhin fehlen. Weder Momentum noch Nachfrage noch ein starkes Narrativ sprechen kurzfristig klar für XRP.

Genau deshalb wirkt der Coin aktuell für viele Anleger wenig spannend. Umso auffälliger ist nun eine neue Idee aus dem Umfeld einer früheren XRP-Führungskraft. David Schwartz, ehemaliger Ripple-CTO und einer der Architekten des XRP Ledgers, bringt ein hypothetisches Staking-Modell ins Spiel, das vor allem steuerlich interessant wäre. Was hätte das für Auswirkungen auf die Ripple Prognose?

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XRP-Staking? David Schwartz bringt steuerfreundliches Modell ins Spiel

David Schwartz hat eine neue Debatte über mögliches XRP-Staking ausgelöst. Dabei geht es jedoch nicht um ein unmittelbar bevorstehendes Produkt oder ein bereits aktives Feature auf dem XRP Ledger. Vielmehr skizzierte der frühere Ripple-CTO ein theoretisches Modell, das zeigen soll, wie Staking-Erträge steuerlich anders behandelt werden könnten. Der zentrale Punkt: Entscheidend sei, ob die Belohnungen bereits vorher existierten oder erst durch den Staking-Prozess neu geschaffen werden.

Nach Schwartz’ Argumentation wären Rewards, die aus einem bestehenden Bestand an Nutzer übertragen werden, eher wie klassisches Einkommen zu behandeln. Werden Token jedoch erst neu geprägt, sieht er einen anderen Fall. Dann entstehe aus seiner Sicht neues Eigentum, ähnlich wie bei einem selbst hergestellten Gegenstand. Bekannt wurde dabei der Vergleich mit einem gestrickten Pullover: Erst wenn dieser verkauft werde, entstehe ein steuerlich relevanter Erlös. Eine Besteuerung bereits vor dem Verkauf könne deshalb regulatorisch überzogen wirken.

Für XRP ist das spannend, aber weiterhin rein hypothetisch. Der XRP Ledger besitzt aktuell kein natives Staking wie klassische Proof-of-Stake-Netzwerke. Schwartz hatte in der Vergangenheit zudem mehrfach betont, dass XRPL bewusst ohne Mining- oder Staking-Anreize konstruiert wurde. Stattdessen basiert das Netzwerk auf einem anderen Konsensmodell mit ausgewählten Validatoren.

Kurzfristig ändert diese Idee also nichts an der schwachen Kursstruktur. Sie liefert aber zumindest wieder ein technisches und regulatorisches Narrativ für XRP.

XRP Ledger baut DeFi weiter aus – doch der Kurs bleibt schwach

Technologisch entwickelt sich das XRP Ledger aktuell deutlich weiter. Die XRP Ledger Foundation hat erst vor wenigen Tagen mit „AMM V2“ einen neuen Standard für dezentrale Liquiditätspools vorgestellt. Im Fokus stehen dabei sogenannte StableSwap-Kurven und Concentrated Liquidity. Ziel ist es, die Kapital-Effizienz auf dem XRPL-DEX zu erhöhen und Preisstabilität insbesondere bei Stablecoins, Devisenmärkten und tokenisierten Real-World-Assets zu verbessern. Damit orientiert sich das XRP-Ökosystem zunehmend an modernen DeFi-Strukturen, wie sie bereits von Ethereum- oder Solana-Anwendungen bekannt sind.

Vor allem StableSwap-Pools gelten als wichtig für effiziente Stablecoin-Trades mit geringem Slippage-Risiko. Concentrated Liquidity wiederum erlaubt es Liquiditätsanbietern, Kapital gezielter in bestimmten Preisbereichen einzusetzen. Dadurch sollen höhere Renditen und bessere Handelsbedingungen entstehen. Die Erweiterungen zeigen klar, dass sich XRPL stärker als Infrastruktur für institutionelle Anwendungen, RWA-Tokenisierung und DeFi positionieren möchte.

Zusätzlich wird derzeit über weitere technische Verbesserungen diskutiert. Entwickler arbeiten unter anderem an effizienteren DEX-Funktionen und neuen Standards für Onchain-Finanzprodukte. Auch das Thema programmierbare Anwendungen auf XRPL gewinnt wieder an Bedeutung. Der Wettbewerb mit Ethereum, Solana oder Avalanche zwingt XRP dazu, technologisch aufzuholen und neue Narrative aufzubauen.

Das Problem bleibt jedoch der Markt selbst. Trotz neuer Features reagiert der XRP-Kurs bislang kaum positiv. Anleger konzentrieren sich aktuell stärker auf Momentum, Kapitalzuflüsse und kurzfristige Trends – und genau dort schwächelt XRP weiterhin deutlich. Der Coin notiert weit entfernt vom Allzeithoch, Handelsvolumen und Dynamik bleiben überschaubar. Viele Investoren sehen zwar technologische Fortschritte, zweifeln aber daran, ob daraus kurzfristig auch echte Nachfrage nach XRP entsteht.

Damit zeigt sich aktuell ein bekanntes Bild: Fundamental entwickelt sich das XRP Ledger weiter, während der Markt preistechnisch bislang kaum Interesse signalisiert. Genau diese Diskrepanz zwischen technischer Entwicklung und schwacher Kursperformance prägt XRP derzeit besonders stark.

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