CFTC-Antrag: Coinbase plant 50 bis 60 Aktien-Perpetuals

On Sep. 19, 2026 at 1:48 p.m. UTC by · 3 Min. read

Coinbase beantragt bei der CFTC 50 bis 60 Aktien-Perpetuals für US-Trader; der Handelsstart könnte frühestens später im Jahr 2026 erfolgen.

Coinbase Derivatives hat bei der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) einen Antrag eingereicht, um Single-Stock-Perpetual-Futures für US-Trader zu listen. Damit will die Börse ein aus dem Krypto-Handel bekanntes Instrument erstmals auf einzelne US-Aktien übertragen, darunter Apple, Tesla und Nvidia. Die CFTC-Listung führt das Produkt aktuell noch als „approval pending“.

Coinbase beantragt rund 50 bis 60 Einzelaktien-Perpetuals

Laut dem Antrag plant Coinbase eine erste Serie von etwa 50 bis 60 Kontrakten. Neben Apple, Tesla und Nvidia wird auch Microsoft genannt. Das Unternehmen bezeichnet den Vorstoß selbst als „first set“ von US-Single-Stock-Perpetuals und will damit 24/5-Exposure auf einzelne Aktien ermöglichen.

Perpetual Futures unterscheiden sich von klassischen Terminkontrakten durch das fehlende Ablaufdatum: Trader können Positionen theoretisch unbegrenzt halten, solange Margin- und Funding-Anforderungen erfüllt bleiben. Wichtig für Anleger: Ein Single-Stock-Perpetual vermittelt weder Aktionärsrechte noch Dividenden oder Eigentum am Unternehmen, sondern ausschließlich Preis-Exposure. Kontraktspezifikationen und Hebelgrenzen sind laut dem Antrag noch nicht vollständig festgelegt. Bei einer Genehmigung könnte der Handelsstart laut Coinbase noch später im Jahr 2026 erfolgen.

Antrag erweitert Coinbases Onshore-Derivategeschäft

Perpetuals gelten als eines der populärsten Handelsinstrumente der Kryptomärkte, waren US-Tradern in den meisten Formen bislang aber verwehrt. Coinbase wurde nach eigenen Angaben Anfang 2026 als erste US-Börse zugelassen, regulierte Krypto-Perpetual-Futures anzubieten, und rollte später Kontrakte mit einem Hebel von bis zu 50x aus. Aktien-Perpetuals bietet die Börse bereits seit März berechtigten Nicht-US-Tradern an – der aktuelle Antrag zielt nun auf den heimischen Markt.

Der Vorstoß fällt in eine Phase, in der mehrere Plattformen um die Vormachtstellung bei US-Perpetuals konkurrieren. Auch Kalshi und Polymarket bewegen sich in diesem Feld, wie es im Primärbericht heißt – Details zu Marktvolumina oder rechtlichen Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Anbietern sind derzeit nicht abschließend verifiziert und daher hier bewusst ausgespart. Wie sich das Wachstum bei Perpetuals auf reale und tokenisierte Vermögenswerte insgesamt entwickelt, zeigt der Blick auf das RWA-Perpetuals-Volumen im August. Einen Vergleich zu Hebelmechaniken und Liquidationsrisiken bei Perpetuals liefert der Beitrag zu Polymarkets Perpetuals-Angebot, während rechtliche Fragen rund um Aktienbezug und Struktur im Artikel zu tokenisierten Aktien vertieft werden.

Ausblick: CFTC-Genehmigung bleibt der nächste Meilenstein

Vor dem Handelsstart benötigt Coinbase noch die regulatorische Freigabe der CFTC. Ob und in welcher Form die Behörde grünes Licht gibt, entscheidet letztlich über Hebelgrenzen, Kontraktdetails und den konkreten Zeitpunkt eines möglichen Launchs.


Kryptowährungen und darauf basierende Derivate wie Perpetual Futures sind hochspekulativ und mit erheblichem Verlustrisiko verbunden – gerade bei gehebelten Produkten drohen Liquidationen, sobald sich der Kurs gegen die Position bewegt. Handelsplattformen unterliegen zudem KYC-Pflichten; Anonymität ist bei regulierten Anbietern wie Coinbase nicht gegeben. Wer sich für gehebelte Perpetuals interessiert, sollte sich vorab mit den Risiken von Hebelprodukten und Liquidationsmechaniken vertraut machen, bevor eine Position eröffnet wird.

Quelle: Decrypt

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