Bitcoin Bärenmarkt: Der STRC-Crash ist laut Bitwise bullisch

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Bitcoin konnte nach dem Rutsch unter 60.000 US-Dollar wieder deutlich zulegen. Der Rebound über 61.000 US-Dollar hellt das kurzfristige Chartbild etwas auf. Dennoch bleibt der übergeordnete Abwärtstrend zunächst intakt und belastet die Marktstimmung. Bitwise-CIO Matt Hougan sieht den STRC-Crash jedoch als möglichen Schritt zur Bodenbildung.

Bitcoin bleibt im Bärenmarkt gefangen. In der vergangenen Woche rutschte die größte Kryptowährung erneut unter die Marke von 60.000 US-Dollar und testete neue Tiefs. Damit setzte sich der übergeordnete Abwärtstrend zunächst fort, während die Stimmung am Markt angespannt blieb. Besonders die Unsicherheit rund um Strategy, MSTR und das bevorzugte Eigenkapitalinstrument STRC sorgte für massiven FUD.

Anleger fürchteten neue Risiken, mögliche Verkäufe und eine weitere Belastung für Bitcoin. Doch heute zeigt sich erstmals wieder ein spürbarer Rebound. Bitcoin steigt um mehr als 3 Prozent und klettert zurück über 61.000 US-Dollar. Das hellt das kurzfristige Chartbild etwas auf. Übergeordnet bleibt die Lage zwar fragil, doch Bitwise-CIO Matt Hougan sieht den STRC-Crash sogar als potenziell bullisches Signal.

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Bitwise-CIO: STRC-Crash könnte notwendiger Schritt zur Bodenbildung sein

Matt Hougan, Chief Investment Officer von Bitwise, bewertet die jüngsten Turbulenzen rund um STRC nicht nur als Belastungsfaktor, sondern als typisches Zeichen einer späten Marktphase. In seinem neuen Memo beschreibt er die Volatilität bei STRC als „natürlichen und wichtigen Teil des Krypto-Zyklus“. Nach seiner Einschätzung nähert sich der Markt dadurch sogar einer Bodenbildung. Der Grund: In jeder Krypto-Phase entstehen Übertreibungen, Hebel und Finanzkonstrukte, die in der Abwärtsphase wieder bereinigt werden müssen.

STRC wurde von Strategy als bevorzugtes Eigenkapitalinstrument aufgelegt. Ziel war es, Investoren eine hohe Rendite zu bieten und den Kurs möglichst stabil um den Nennwert von 100 US-Dollar zu halten. Anfangs funktionierte dieses Modell. Strategy erhöhte die Ausschüttung schrittweise bis auf 11,5 Prozent, während Anleger Milliarden investierten. Die Einnahmen nutzte Strategy wiederum für Bitcoin-Käufe. Damit wurde STRC indirekt zu einer weiteren Nachfragequelle für Bitcoin.

Das Problem entstand, als Bitcoin und MSTR unter Druck gerieten. Anleger begannen zu zweifeln, ob Strategy die Dividenden dauerhaft zahlen würde. STRC fiel deutlich unter den Nennwert und rutschte zeitweise bis auf 75 US-Dollar. Laut Hougan sei die Sorge teilweise nachvollziehbar gewesen, aber nicht gleichbedeutend mit einem akuten Kollapsrisiko. Strategy verfüge weiterhin über hohe Bitcoin-Bestände und liquide Mittel. Gleichzeitig könne das Unternehmen Dividenden im Extremfall aussetzen, auch wenn diese weiter auflaufen.

Entscheidend war nun die neue Strategie von Strategy. Das Unternehmen will STRC nicht mehr automatisch durch höhere Zinsen zurück auf 100 US-Dollar verteidigen. Stattdessen darf das Instrument variabler handeln. Zudem kann Strategy Bitcoin verkaufen, um Dividenden zu finanzieren, und STRC am Markt zurückkaufen. Für Hougan zeigt das: Strategy wird künftig nicht mehr der dominante, einseitige Bitcoin-Käufer sein. Die Rolle verändert sich. Der nächste große Nachfrageimpuls dürfte stattdessen von Institutionen kommen – also Banken, Vermögensverwaltern, Pensionsfonds, Staatsfonds und Finanzberatern.

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Besonders spannend ist Hougans zyklische Einordnung. STRC stehe für überschüssigen Risikoappetit: Kapital suchte hohe Rendite und geringe Volatilität, wurde aber letztlich in Bitcoin investiert – ein Asset, das beides nicht garantiert. Dieses Kapital müsse nun aus dem System gespült werden. Genau solche Bereinigungen seien historisch oft Voraussetzung für neue Tiefs und spätere Bullenmärkte gewesen. Hougan vergleicht die Situation mit dem früheren GBTC-Premium, dessen Abbau ebenfalls schmerzhaft war, aber letztlich eine Bodenbildung ermöglichte.

Für eine finale Trendwende nennt Hougan mehrere Signale: MSTR könnte unter den Nettoinventarwert fallen, der Fear-&-Greed-Index müsste extreme Angst zeigen, und Funding Rates sollten deutlich negativ werden. Dann wäre die Stimmung so schlecht, dass sie aus konträrer Sicht wieder bullisch wird. Sein Fazit bleibt daher vorsichtig optimistisch: Der Prozess ist schmerzhaft, aber notwendig. Der Boden sei näher denn je – und im Herbst könnte ein neuer Bullenmarkt starten.

„Wir befinden uns mitten in diesem Prozess, und die Probleme mit STRC sind ein fester Bestandteil davon. Dies ist – wie bei jedem Zyklus – eine schmerzhafte, aber notwendige Phase des aktuellen Krypto-Marktzyklus.

Während sich der Markt weiter bereinigt, bin ich davon überzeugt, dass die Talsohle näher ist denn je – und dass wir im Herbst in einen neuen Bullenmarkt eintreten werden.“

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