Bitcoin bleibt im aktuellen Bärenmarkt klar unter Druck. Zwar konnte sich der Kurs zuletzt von 60.000 auf 63.000 US-Dollar erholen, doch die Stimmung bleibt schwach. Viele Anleger hoffen bereits auf eine Bodenbildung, während einige Analysten weiterhin deutlich tiefere Kurse erwarten. Besonders Doctor Profit warnt vor einer noch ausstehenden Kapitulationsphase.
Bitcoin steht weiter massiv unter Druck. Nach dem Test der Zone um 60.000 US-Dollar folgte zwar eine leichte Erholung in Richtung 63.000 US-Dollar, doch das große Bild bleibt schwach. Auf Wochensicht verlor BTC rund 15 Prozent, während ETF-Abflüsse, schwaches Sentiment und die Kapitalrotation in KI-Aktien belasten.
Damit notiert Bitcoin weiterhin mehr als 50 Prozent unter dem Allzeithoch. Genau in dieser Schwäche sieht Jamie Coutts langfristig zwar attraktive Kaufkurse – doch ein großes Makro-Problem bleibt.
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Bitcoin langfristig attraktiv – doch Anleihen werden 2027 zum Risiko
Jamie Coutts argumentiert, dass Bitcoin technisch zunehmend in eine langfristige Akkumulationszone rückt. Historische Bärenmarkt-Strukturen würden dafürsprechen, dass Q2 oder Q3 den Boden markieren könnten. Aus seiner Sicht nähert sich das relative Setup damit interessanten Niveaus. Doch bullisch will er erst werden, wenn die langfristigen technischen Signale echte Erschöpfung zeigen und der Trend dreht.
I'll be the first to turn bullish on Bitcoin when the long-term technicals hit exhaustion and the trend turns. I've argued Q2/Q3 would mark the bottom based on historical bear-market structures. Its playing out that way. The relative setup is approaching very attractive levels.… pic.twitter.com/Wn2C9bAg0p
— Jamie Coutts CMT (@Jamie1Coutts) June 8, 2026
Das Problem liegt für Coutts weniger bei Bitcoin selbst, sondern im US-Anleihemarkt. 2027 laufen laut seiner Analyse rund 3,67 Billionen US-Dollar an US-Staatsanleihen aus. Diese Schulden stammen teilweise aus der Niedrigzinsphase und müssen nun zu deutlich höheren Zinsen refinanziert werden. Statt nahezu null Prozent stehen inzwischen eher vier bis fünf Prozent im Raum. Genau diese Neubepreisung könnte Liquidität aus Risikoanlagen ziehen.
Gleichzeitig fließt Kapital seit Monaten aus Bitcoin und Krypto ab. Reuters berichtet ebenfalls, dass Investoren zunehmend in KI-Aktien und große IPO-Themen rotieren, während Bitcoin 2026 deutlich unter Druck steht.
Coutts sieht deshalb ein Spannungsfeld: Einerseits könnte Bitcoin bei mehr Liquidität früh profitieren. Andererseits müssten die US-Treasuries vermutlich erst stärker unter Druck geraten, bevor die Fed wieder expansiver reagiert. Solange die Liquidität knapp bleibt und Risikoanlagen nicht bevorzugt werden, könnte Bitcoin trotz attraktiver Langfrist-Bewertung noch weiter leiden. Genau das macht die aktuelle Lage so heikel: technisch interessant, makroökonomisch aber weiterhin gefährlich.
Analyst sieht Kapitulationsphase – droht Bitcoin jetzt der Absturz auf 40.000 US-Dollar?
Der bekannte technische Analyst Doctor Profit bleibt einer der bearishsten Stimmen im aktuellen Marktumfeld. Während viele Anleger den Rücksetzer auf 60.000 US-Dollar bereits als finalen Boden interpretieren, vertritt er die gegenteilige Auffassung. Seiner Einschätzung nach befindet sich Bitcoin erst am Beginn der entscheidenden Kapitulationsphase des Bärenmarktes.
Im Zentrum seiner Analyse steht die sogenannte „Confirmed BlackRock Bottom“-Zone. Gemeint ist der Bereich zwischen 40.000 und 48.000 US-Dollar, in dem Anfang 2024 die Spot-Bitcoin-ETFs von BlackRock und anderen Anbietern gestartet wurden. Genau dort erwartet Doctor Profit das finale Tief des aktuellen Zyklus. Aus seiner Sicht wurde der Bärenmarkt bislang nicht vollständig abgeschlossen.
Kurzfristig erkennt der Analyst jedoch weiterhin eine wichtige Unterstützungszone bei rund 60.000 US-Dollar. Dieses technische Niveau habe seit dem ETF-Start mehrfach als Unterstützung fungiert. Solange diese Marke hält, sei sogar eine Erholung in Richtung 65.000 bis 66.000 US-Dollar denkbar. Eine solche Gegenbewegung würde seiner Einschätzung nach jedoch nichts am übergeordneten Abwärtstrend ändern.
#Bitcoin – What's Next?
The Big Sunday Report: All We Need to Know
🚩TA / LCA / Psychological Breakdown:
Congratulations to everyone who followed the plan, both shorts from 120k and 80,500 are printing big and the entire framework from September 2025 has played out with… pic.twitter.com/wj0HevWOKB
— Doctor Profit 🇨🇭 (@DrProfitCrypto) June 7, 2026
Besonders wichtig ist dabei sein sogenanntes „Stage-5“-Modell. In dieser Phase eines Bärenmarktes komme es typischerweise zu extremer Volatilität, heftigen Short-Squeezes und anschließenden Liquidationswellen. Anleger würden durch starke Gegenbewegungen immer wieder zu früh auf eine Trendwende hoffen, bevor die eigentliche Kapitulation einsetzt.
Den finalen Tiefpunkt erwartet Doctor Profit erst zwischen September und Oktober 2026. Als möglichen Auslöser nennt er ein größeres Marktereignis, vergleichbar mit dem Zusammenbruch von FTX im Jahr 2022. Besonders stark gehe er davon aus, dass hoch gehebelte Marktteilnehmer sowie große Bitcoin-Halter unter Druck geraten könnten.
Seine Prognose bleibt damit klar: Die Zone um 60.000 US-Dollar könnte kurzfristig halten und sogar eine technische Erholung ermöglichen. Das eigentliche Risiko sieht er jedoch weiterhin deutlich tiefer. Erst im Bereich zwischen 40.000 und 48.000 US-Dollar würde für ihn ein langfristig attraktiver Einstiegsbereich entstehen.
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