Bitcoin Prognose: Clarity Act könnte alle schocken

Updated 13 Stunden ago by · 4 Min. read

Der Clarity Act wird immer wahrscheinlicher. Nun könnten massive Bitcoin-Zuflüsse die Folge sein.

Die Diskussion um klare Krypto-Regeln in den USA gewinnt wieder deutlich an Dynamik. Nach monatelangem Stillstand gibt es beim Clarity Act offenbar einen wichtigen Fortschritt: Die Senatoren Thom Tillis und Angela Alsobrooks haben einen Kompromiss zur besonders umstrittenen Frage von Stablecoin-Renditen erzielt.

Genau dieser Punkt hatte die Verhandlungen lange blockiert, weil Banken verhindern wollten, dass Stablecoin-Anbieter Zinsen oder zinsähnliche Belohnungen anbieten, die klassischen Bankeinlagen Konkurrenz machen. Der neue Text soll solche bankähnlichen Rewards verbieten, gleichzeitig aber bestimmte aktivitätsbezogene Boni weiter ermöglichen. Damit wäre ein zentraler Streitpunkt entschärft.

Auch am Markt wird der Durchbruch sichtbar. Auf Polymarket liegt die Wahrscheinlichkeit, dass der Clarity Act 2026 unterzeichnet wird, zuletzt bei rund 62 Prozent. Das ist bemerkenswert, da die Quote zuvor nach politischen Verzögerungen deutlich gefallen war. Für Bitcoin ist diese Entwicklung relevant, weil regulatorische Klarheit in den USA institutionelle Zurückhaltung abbauen könnte. Der Markt würde damit nicht nur auf alte Zyklusmuster schauen, sondern stärker auf Liquidität, ETFs, Banken, Verwahrer und neue institutionelle Nachfrage.

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Ist der Clarity Act bullisch für Bitcoin?

Der Analyst MartyParty sieht genau in dieser Marktveränderung den entscheidenden Punkt. Seine These: Viele klassische Bitcoin-Erklärungen greifen nicht mehr richtig. Wer weiterhin nur mit „Sell in May“, dem Vierjahreszyklus oder historischen Mustern argumentiert, unterschätzt aus seiner Sicht, dass Bitcoin erst seit rund zwei Jahren eine echte institutionelle Käuferbasis hat. Spot-ETFs, große Vermögensverwalter und regulierte Verwahrung haben den Markt strukturell verändert.

Der Clarity Act könnte diesen Wandel weiter beschleunigen. Denn wenn die USA digitale Assets klarer regulieren, sinkt für viele Institutionen das Compliance-Risiko. Banken und Verwahrer könnten Bitcoin-Dienstleistungen offensiver anbieten. Asset Manager wie BlackRock oder Fidelity hätten eine stabilere Grundlage für Produkte, Modellportfolios und Mandate. Pensionsfonds, Versicherungen, Family Offices und Corporate Treasuries könnten Bitcoin leichter als regulierten Bestandteil ihrer Allokation prüfen. Genau daraus leitet MartyParty seine bullische Bitcoin-Prognose ab.

Besonders wichtig ist: Der Clarity Act würde nicht automatisch bedeuten, dass alle Institutionen sofort Bitcoin kaufen. Aber er könnte die Hürde senken, Bitcoin überhaupt professionell zu integrieren. In Kombination mit steigender US-Liquidität, ETF-Strukturen und einem Markt, der laut MartyParty weniger stark von einzelnen Offshore-Börsen dominiert wird, entsteht ein anderes Setup als in früheren Zyklen. Seine Botschaft lautet daher: Bitcoin wird nicht mehr nur von Retail-Euphorie oder Halving-Erzählungen getrieben, sondern zunehmend von regulierten Kapitalströmen. Sollte der Clarity Act tatsächlich kommen, könnte das für Bitcoin ein neuer institutioneller Nachfrageimpuls werden.

Profis sehen Bitcoin-Boden bestätigt und setzen auf Clarity Act

Der Milliardär und Galaxy-Digital-CEO Mike Novogratz zeigt sich aktuell klar optimistisch für Bitcoin. In einem Interview betont er, dass der Markt aus seiner Sicht bereits einen nachhaltigen Boden gebildet hat. Nach den starken Korrekturen der vergangenen Monate sei die Bereinigung weitgehend abgeschlossen, während gleichzeitig neue Nachfragequellen entstehen. Besonders hebt Novogratz hervor, dass institutionelle Investoren zunehmend eine tragende Rolle spielen und den Markt stabilisieren.

Als zentralen Katalysator nennt er den möglichen Durchbruch beim Clarity Act in den USA. Sollte dieser tatsächlich verabschiedet werden, erwartet Novogratz eine deutliche Ausweitung der globalen Krypto-Adoption. Klare regulatorische Rahmenbedingungen könnten Unsicherheiten beseitigen und es großen Kapitalverwaltern erleichtern, in Bitcoin zu investieren. In seiner Einschätzung würde dies nicht nur neue Milliarden an Kapital anziehen, sondern auch die strukturelle Akzeptanz von Bitcoin als Anlageklasse weiter festigen.

Auch der bekannte Investor Kevin O’Leary schlägt in dieselbe Kerbe und verbindet den möglichen Durchbruch beim Clarity Act direkt mit einer extrem bullischen Bitcoin-Prognose. Seiner Einschätzung nach dürfte das Gesetz verabschiedet werden – und genau das könnte den Kurs massiv antreiben. O’Leary nennt dabei konkrete Zielmarken von 150.000 bis sogar 200.000 US-Dollar für Bitcoin, sollte regulatorische Klarheit tatsächlich Realität werden.

Gleichzeitig positioniert er sich deutlich gegen Altcoins. Für institutionelle Investoren gebe es laut ihm kaum rationale Gründe, in kleinere Kryptowährungen zu investieren, solange regulatorische Unsicherheit besteht. Kapital dürfte sich daher stärker auf Bitcoin konzentrieren, der als etablierteste und sicherste Anlage gilt. Sollte der Clarity Act kommen, könnte sich dieser Trend weiter verstärken.

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