Bitcoin bleibt im Bärenmarkt angeschlagen und zeigt kaum nachhaltige Stärke. Unterhalb von 58.000 US-Dollar dürfte die Nervosität am Markt weiter steigen. Doch laut Cyclop könnte genau die erwartete Kapitulation ausbleiben.
Der Bärenmarkt bleibt intakt. Bitcoin ist zuletzt wieder unter die Marke von 60.000 US-Dollar gerutscht und zeigt weiterhin keine echte Stärke. Die Dynamik bleibt schwach, Erholungen werden schnell verkauft und neue Verlaufstiefs rücken zunehmend in den Fokus. Noch deutlicher fällt die Schwäche bei vielen Altcoins aus, die bereits deutlich weiter von ihren Hochs entfernt notieren.
Gleichzeitig macht sich im Markt immer mehr Angst breit. Doch genau hier liegt die Gefahr: Wer jetzt bereits sicher von einer Bodenbildung ausgeht, könnte laut aktueller Analyse von CryptoCon einen entscheidenden Punkt übersehen.
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Bitcoin-Boden schon erreicht? Warum dieser Experte skeptisch bleibt
CryptoCon warnt in seiner aktuellen Einschätzung davor, den Bitcoin-Boden vorschnell auszurufen. Zwar gebe es inzwischen zahlreiche Stimmen, die davon ausgehen, dass der Zyklusboden bereits erreicht wurde. Als Argumente werden häufig klassische On-Chain-Metriken, hohe realisierte Verluste, überverkaufte Indikatoren oder bullische Divergenzen im Wochen-RSI genannt. Auf den ersten Blick klingt das nach einer typischen Bodenbildung. Doch genau hier setzt die Skepsis des Analysten an.
Denn laut CryptoCon fehlt dem Markt aktuell noch das, was frühere große Bitcoin-Böden geprägt hat: echte Kapitulation, breite Apathie und ein Gefühl, dass Bitcoin strukturell „gescheitert“ sei. Stattdessen gebe es noch immer viele selbstbewusste Aussagen, dass die Korrektur abgeschlossen sei und Anleger nun nur noch den nächsten Aufwärtszyklus abwarten müssten. Diese Zuversicht passe nicht zu den psychologischen Extremen, die in früheren Bärenmärkten häufig am finalen Tiefpunkt zu beobachten waren.
Everyone has their opinion on what "everyone" is thinking right now, so I'll be adding mine as an update to the Bitcoin Calendar of the Masses:
"Bottom is in, We Did It!"
There are lots of confident claims that the cycle bottom is in, citing some profit loss metrics at cycle… pic.twitter.com/ZcXNtU58ez
— CryptoCon (@CryptoCon_) June 30, 2026
Seine Analyse basiert dabei auf drei Faktoren: Zyklus-Timing, technische Datentrigger und Marktpsychologie. Aus seiner Sicht ist diese Kombination noch nicht vollständig erfüllt. Besonders die Stimmung sei problematisch. Während viele Marktteilnehmer zwar nervös sind, fehlt ihm offenbar noch der finale Moment der Hoffnungslosigkeit. Genau dieser Punkt könnte bedeuten, dass Bitcoin zunächst weitere Schwäche zeigen muss, bevor ein belastbarer Boden entsteht.
Damit bleibt die Analyse nicht zwingend ultrabärisch, aber sie mahnt zur Vorsicht. Ein Boden kann sich zwar vorbereiten, doch ein echter Trendwechsel braucht mehr als einzelne bullische Signale. Solange Bitcoin keine nachhaltige Stärke zeigt, bleibt das Risiko weiterer Rücksetzer hoch.
Bitcoin unter 58.000 US-Dollar: Warum der finale Crash ausbleiben könnte
Der Trader Cyclop sieht den Bitcoin-Markt aktuell in einer psychologisch schwierigen Phase. Viele Anleger würden sich in zwei Lager aufteilen: Die einen rufen bereits den Boden aus, die anderen warten auf den großen Absturz in Richtung 30.000 bis 40.000 US-Dollar. Genau deshalb glaubt er jedoch, dass keines dieser beiden Szenarien sauber eintreten muss. Denn echte Wendepunkte entstehen seiner Ansicht nach nicht dort, wo die Mehrheit sie erwartet.
🚨 MOST PEOPLE AREN'T READY FOR WHAT HAPPENS BELOW $58K
I’ve been trading crypto for 9 years and have never seen anything like this
Everyone is screaming that bottom is in, or we're going to 30k, but it won't be either of these
Reversals never happen without shaking out… https://t.co/RbKI2qNuEz pic.twitter.com/I4amKT95ZT
— 𝗰𝘆𝗰𝗹𝗼𝗽 (@nobrainflip) June 30, 2026
Sein Basisszenario: Bitcoin dürfte zunächst über den Sommer in einer Seitwärtsphase bleiben und anschließend langsam in Richtung 50.000 US-Dollar abgleiten. Danach hält er noch einen letzten Ausverkauf bis etwa 42.000 US-Dollar für möglich. Dieser Rücksetzer könnte stark genug sein, um Anleger davon zu überzeugen, dass nun der finale Crash auf 30.000 US-Dollar folgt. Doch genau dieser finale Kapitulationsdocht könnte ausbleiben.
Cyclop verweist dabei auf frühere Zyklen. Auch beim letzten Bärenmarkt warteten viele Anleger auf 10.000 oder 15.000 US-Dollar, obwohl 16.000 US-Dollar rückblickend ein exzellenter Einstieg waren. Viele kauften nicht, weil sie noch tiefere Kurse erwarteten. Andere kauften zu früh, verloren ihre Überzeugung und verkauften wieder.
Deshalb verfolgt er nun eine DCA-Strategie. Einen Teil habe er bereits gekauft, weitere Käufe plant er bei 58.000, 55.000, 52.000 und besonders stark bei 42.000 US-Dollar. Sein Fazit: Lieber bei 50.000 US-Dollar kaufen, als vergeblich auf 30.000 US-Dollar zu warten.
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