Bitcoin Prognose: Strategy-CEO – „erst unter 10.000 wird’s kritisch

Updated 11 Stunden ago by · 3 Min. read

Strategy stand zuletzt erneut im Zentrum heftiger Diskussionen am Kryptomarkt. Bitcoin-Verkäufe und die schwache STRC-Entwicklung sorgten kurzfristig für zusätzliche Unsicherheit. Mittlerweile bewertet der Markt den Aufbau größerer Kapitalreserven jedoch positiver. CEO Phong Le versucht nun, die verbleibenden Sorgen klar einzuordnen.

Zuletzt sorgten Diskussionen rund um Strategy und Michael Saylor für erhebliche Unruhe am Bitcoin-Markt. Im Mittelpunkt stand vor allem das Finanzierungsmodell des weltweit größten börsennotierten Bitcoin-Halters. Das bevorzugte Wertpapier STRC, das möglichst nahe an seinem Referenzwert von 100 US-Dollar notieren soll, rutschte zeitweise deutlich darunter.

Dadurch wuchsen Zweifel, ob Strategy weiterhin ausreichend günstig Kapital aufnehmen und zugleich die hohen Ausschüttungen seiner Vorzugsaktien bedienen kann. In der Folge erhöhte das Unternehmen die STRC-Dividende und stellte sein Kapitalmanagement neu auf.

Besonders kritisch wurde aufgenommen, dass Strategy erstmals seit dem Aufbau seiner Bitcoin-Treasury größere Bestände verkaufte. Zwischen Ende Juni und Anfang Juli trennte sich das Unternehmen von 3.588 BTC. Die Verkäufe brachten rund 218 Millionen US-Dollar ein und dienten unter anderem dazu, Ausschüttungen zu finanzieren und die Dollarreserve zu stärken. Kurzfristig belastete dieser Schritt die Stimmung, da er mit Saylors früherer konsequenter „Never sell your Bitcoin“-Botschaft brach.

Mittlerweile bewertet ein Teil des Marktes den Strategiewechsel jedoch differenzierter. Strategy hat seine Liquiditätsreserve auf rund drei Milliarden US-Dollar ausgebaut und zuletzt dafür vor allem neue MSTR-Aktien verkauft, ohne weitere Bitcoin zu veräußern. Eine größere Cash-Position reduziert den unmittelbaren Finanzierungsdruck und soll sicherstellen, dass Zinsen sowie Dividenden auch während eines längeren Bärenmarktes bedient werden können. Der jüngste Bitcoin-Rebound hat die akuten Sorgen zusätzlich etwas gedämpft.

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Strategy-CEO beruhigt: Erst unter 10.000 Dollar wird es kritisch

Strategy-CEO Phong Le weist die Befürchtung zurück, dass der Konzern bereits bei den aktuellen Bitcoin-Kursen vor ernsthaften Bilanzproblemen stehe. In einem aktuellen Interview erklärte er, dass Bitcoin seiner Einschätzung nach erst in einen Bereich von ungefähr 8.000 bis 10.000 US-Dollar fallen müsste, bevor die Schuldenstruktur des Unternehmens zu einer wirklichen Gefahr werde. Bis zu einem solchen Extremszenario fühle sich Strategy mit seiner Bilanz weiterhin „sehr sicher“.

Die Aussage basiert vor allem auf dem enormen Abstand zwischen dem aktuellen Marktwert der Bitcoin-Bestände und den Verbindlichkeiten des Unternehmens. Strategy hält nach den jüngsten Verkäufen weiterhin rund 843.775 BTC. Selbst nach dem massiven Kursrückgang besitzt dieser Bestand einen Wert von mehreren Dutzend Milliarden US-Dollar und stellt damit eine erhebliche Vermögensbasis dar. Gleichzeitig wurden viele Verbindlichkeiten langfristig strukturiert. Es existiert daher nicht automatisch ein kurzfristiger Margin Call, nur weil Bitcoin vorübergehend unter den durchschnittlichen Kaufpreis von Strategy fällt.

Bitcoins Buchverluste gefährden Strategy nicht

Genau hier liegt ein häufiger Denkfehler in der aktuellen Debatte: Buchverluste auf Bitcoin bedeuten nicht unmittelbar, dass Strategy seine Coins zwangsweise verkaufen muss. Problematisch würde es vielmehr dann, wenn über einen längeren Zeitraum hohe Ausschüttungen und Zinszahlungen anfallen, während gleichzeitig weder neue Aktien noch Vorzugsaktien zu akzeptablen Konditionen platziert werden können. Deshalb baut das Unternehmen nun bewusst eine Dollarreserve auf. Ende Juni lag diese bereits bei rund 2,55 Milliarden US-Dollar; durch weitere Aktienverkäufe wurde sie anschließend auf etwa drei Milliarden US-Dollar erhöht.

Le bleibt zugleich langfristig ausgesprochen optimistisch. Seiner Ansicht nach wird Bitcoin innerhalb der kommenden zehn Jahre ähnlich selbstverständlich wahrgenommen werden wie heute das Internet oder der US-Dollar. Staaten dürften dann neben Gold und Dollar auch Bitcoin als strategischen Vermögenswert halten. Strategy wolle in diesem Szenario der größte Bitcoin-Besitzer der Welt bleiben. Die jüngsten Verkäufe seien damit keine Abkehr von der Bitcoin-These, sondern Teil eines defensiveren Kapitalmanagements, das Strategy durch den aktuellen Bärenmarkt und in den nächsten Aufwärtszyklus führen soll.

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