XRP-News: Spot-ETF-Zuflüsse stoppen nach acht Wochen Rekordlauf
XRP ETF Zuflüsse stagnieren bei Null. Nach 1,48 Mrd. USD Nettozuflüssen bricht die institutionelle Nachfrage bei der $1,15 Marke ein. XRP Kurs unter Druck.
Die achtwöchige Zuflussserie hatte die Wahrnehmung einer dauerhaften, sich selbst verstärkenden institutionellen Nachfrage nach regulierten XRP-Investments geschaffen.
Dieses Narrativ stützte sich darauf, dass jedes positive Wochenergebnis das vorherige validierte.
Als der XRP Kurs Anfang Juli am Widerstandsniveau von 1,15 US-Dollar scheiterte, wie Daten von CoinStats belegen, schwand die Überzeugung hinter diesen sequenziellen Käufen.
XRP-News: Die Spot XRP ETFs verzeichneten am Montag, den 13. Juli, laut Daten von Invezz, keinerlei Zuflüsse. Dies markiert das Ende einer beeindruckenden Serie von acht aufeinanderfolgenden Wochen mit Nettozuflüssen, in denen seit der Einführung der Produkte im November 2025 insgesamt 1,48 Milliarden US-Dollar investiert wurden.
Bereits am Freitag, den 11. Juli, deutete sich mit einem symbolischen Zufluss von nur 107.000 US-Dollar eine Abschwächung an. Den bisherigen Tiefpunkt der Trendwende markierte jedoch der 8. Juli mit einem Abfluss von 7,29 Millionen US-Dollar an einem einzigen Handelstag.
Dabei handelt es sich keineswegs nur um einen ereignisarmen Tag für die XRP-ETF-Mechanik. Vielmehr zeigt sich ein gleichzeitiger Einbruch aller Nachfragesignale, die der Markt zur Messung der Überzeugung nutzt: Institutionelle Kapitalflüsse, Aktivitäten bei Retail-Derivaten und die allgemeine Stimmung deuten in derselben Handelssitzung in die gleiche Richtung.
XRP-News: Der Mechanismus hinter dem Stillstand der ETF-Zuflüsse
Die Funktionsweise hinter dieser Entwicklung ist komplex: Die achtwöchige Zuflussserie hatte die Wahrnehmung einer dauerhaften, sich selbst verstärkenden institutionellen Nachfrage nach regulierten XRP-Investments geschaffen. Dieses Narrativ stützte sich darauf, dass jedes positive Wochenergebnis das vorherige validierte. Als der XRP-Kurs Anfang Juli am Widerstandsniveau von 1,15 US-Dollar scheiterte, wie Daten von CoinStats belegen, schwand die Überzeugung hinter diesen sequenziellen Käufen. Dies führte zur ersten roten Woche für XRP ETFs seit mehr als zwei Monaten.
Die sieben US-amerikanischen Spot-XRP-ETFs verwalten laut FinanceFeeds mit Stand vom 9. Juli ein Gesamtvermögen (AUM) von rund 988 Millionen US-Dollar und halten etwa 970,9 Millionen XRP in Verwahrung. Damit liegt der Wert unter dem Höchststand von über einer Milliarde US-Dollar, der Anfang 2026 erreicht wurde.
Setzt man diesen Wert in Relation zu den kumulierten Nettozuflüssen von 1,48 Milliarden US-Dollar, wird deutlich, wie stark der Preisverfall von XRP den Marktwert der akkumulierten Positionen erodiert hat – selbst wenn die Nettoflüsse über den Großteil der Zeit nominal positiv blieben.
Die entscheidende analytische Frage lautet nun nicht mehr, ob die XRP-Zuflüsse eine mehrwöchige Serie halten können. Es geht vielmehr darum, ob die aktuelle Nachfragestruktur – die stark von Privatanlegern geprägt ist, sensibel auf kurzfristige Preisrücksetzer reagiert und nicht durch die bei der Einführung erwarteten tiefen institutionellen Allokationen verankert ist – ausreicht, um weiteren Verkaufsdruck abzufangen.
XRP-Kurs: Technische Struktur bietet kaum Entlastung
Der XRP-Kurs setzte seine Korrektur am Dienstag den vierten Tag in Folge fort. Er notiert innerhalb eines absteigenden Kanals unterhalb aller drei wichtigen exponentiellen gleitenden Durchschnitte: dem 50-Tage-EMA bei 1,16 US-Dollar, dem 100-Tage-EMA bei 1,26 US-Dollar und dem 200-Tage-EMA bei 1,47 US-Dollar.
Der Relative Strength Index (RSI) liegt bei etwa 39, was darauf hindeutet, dass die Verkäufer weiterhin die Kontrolle über das Momentum behalten. Die unmittelbare Unterstützung liegt bei 1,04 US-Dollar; ein nachhaltiger Durchbruch unter dieses Niveau würde den Weg in Richtung 0,78 US-Dollar ebnen, der unteren Grenze des aktuellen bärischen Kanals.
Ripple-CEO Brad Garlinghouse enthüllte jüngst in einer Rede an der University of Kansas School of Business, dass das Unternehmen ernsthaft in Erwägung gezogen hatte, sich aufzulösen und die XRP-Bestände an die Aktionäre auszuschütten, anstatt die 2020 eingereichte Klage der US-Börsenaufsicht SEC anzufechten. Ripple und die SEC einigten sich offiziell im Mai 2025, nachdem Richterin Analisa Torres zuvor entschieden hatte, dass XRP an sich kein Wertpapier ist – ein Urteil, das den rechtlichen Weg für die darauf folgenden Spot-ETF-Zulassungen ebnete.
Die Lücke zwischen den derzeitigen kumulierten Zuflüssen von 1,48 Milliarden US-Dollar und der Prognose von JPMorgan für das erste Jahr bietet einen wichtigen Kontext, um die tatsächliche institutionelle Nachfrage zu bewerten. Frühere Episoden institutioneller Abflüsse haben bereits gezeigt, dass XRP-ETF-Flüsse empfindlicher auf kurzfristige Preisablehnungen reagieren, als das ursprüngliche Narrativ zum Start vermuten ließ.
Raphael Adrian ist ein Krypto-Journalist und Analyst, der bei Coinspeaker über Krypto-News, PR-Inhalte und Marktanalysen schreibt. Hier gilt er als Lead-Autor und Experte für Kryptowährungs-Prognosen. Mit seinem journalistischen Hintergrund und seiner Spezialisierung auf Finanzen, Business und digitale Assets berichtet er seit Jahren über Blockchain-Trends, neue Projekte und Entwicklungen am Kryptomarkt.
Seine Kenntnisse in fundamentaler und technischer Analyse ermöglichen es ihm, Marktbewegungen fundiert zu bewerten, Potenziale von Projekten einzuordnen und datenbasierte Krypto-Prognosen zu erstellen. In seiner Arbeit legt er besonderen Wert auf verständliche, recherchierte Inhalte, die Leser bei fundierten Entscheidungen im Kryptomarkt unterstützen.
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