Der Bitcoin-Markt verzeichnet aktuell wenig Impulse. Heute konsolidiert Bitcoin, die Seitwärtsrange bleibt intakt. Dennoch könnte die Bodenbildung für BTC voranschreiten.
Bitcoin zeigt sich zur Wochenmitte schwächer und notiert rund 2 % im Minus. Nachdem der Kurs erneut am technischen Widerstand bei 70.000 US-Dollar gescheitert ist, setzen verstärkt Gewinnmitnahmen ein. Aktuell fällt BTC wieder in Richtung 68.000 US-Dollar zurück.
Neben charttechnischen Faktoren belasten vor allem makroökonomische Unsicherheiten das Sentiment. Insbesondere geopolitische Spannungen rund um den Iran-Konflikt sorgen für Nervosität an den Märkten. Nach dem Ablauf einer gesetzten Deadline durch Donald Trump wächst die Sorge vor einer weiteren Eskalation.
Anleger agieren vorsichtiger, reduzieren Risiko und fahren Exposure in volatilen Assets wie Bitcoin zurück.
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Bodenbildung bei Bitcoin? Diese Analysen sprechen dafür
Trotz der kurzfristigen Schwäche sehen einige Analysten aktuell erste Anzeichen für eine mögliche Bodenbildung. Eine viel beachtete These basiert auf der frappierenden Ähnlichkeit zum Marktverlauf aus dem Jahr 2022. Damals zeigte sich im Tageschart ein nahezu identisches Muster im RSI, kombiniert mit einem Ausbruch über eine entscheidende Widerstandslinie. Genau dieses Setup scheint sich nun zu wiederholen.
Playing out nearly PERFECTLY 🔥
RSI at the EXACT SAME point on the Daily as it was in 2022.
Breaking above the EXACT SAME level (blue line).
At the EXACT SAME time.
Fade it. I dare you. 😏 https://t.co/QroFEE6iAw pic.twitter.com/HBbBV3N32C
— Quantum Ascend (@quantum_ascend) April 6, 2026
Der RSI befindet sich erneut auf vergleichbarem Niveau und deutet darauf hin, dass sich das Momentum nach einer längeren Schwächephase stabilisiert. Auch die Struktur des Preischarts – inklusive Seitwärtsphase nach einem starken Abverkauf – ähnelt stark der damaligen Bodenbildung. Sollte sich diese Analogie bestätigen, könnte ein impulsiver Aufwärtsmove bevorstehen.
Ergänzend dazu verweisen On-Chain-Daten auf eine fortschreitende Marktbereinigung. Laut aktuellen Auswertungen nähern sich mehrere wichtige Kostenbasis-Modelle zunehmend an. Besonders relevant ist hierbei die sogenannte „Realized Price“, also der durchschnittliche Kaufpreis aller im Umlauf befindlichen Coins. Historisch betrachtet tendieren Bärenmärkte dazu, genau in dem Moment ihren Boden zu finden, wenn sich diese Kennzahlen angleichen. Hintergrund ist eine Kapitulation schwacher Marktteilnehmer, während langfristige Investoren akkumulieren. Dieser Übergang führt zu einer homogeneren Investorenstruktur mit höherer Überzeugung.
Bitcoin bear market bottoms tend to form when multiple onchain cost-basis models converge, and the investor base shifts toward a uniform cohort of high-conviction holders. Current conditions suggest that process is now well underway.
In our latest newsletter, @_Checkmatey_… pic.twitter.com/gLlOTypUxh
— _Checkonchain (@_checkonchain) April 7, 2026
Die Analysten von Checkonchain betonen, dass genau dieser Prozess aktuell im Gange ist. Wenn kurzfristige Halter ihre Positionen unterhalb der Realized Price verkaufen, wandern Coins zunehmend in die Hände langfristiger Investoren. Gleichzeitig sinkt der Verkaufsdruck strukturell. Diese Konvergenz verschiedener Bewertungsmodelle war in der Vergangenheit ein verlässlicher Indikator für zyklische Tiefpunkte.
Zwar bedeutet das nicht zwingend, dass der absolute Tiefpunkt bereits erreicht ist, doch das Chancen-Risiko-Verhältnis verbessert sich zunehmend. Für langfristig orientierte Anleger könnten sich damit erneut attraktive Einstiegsniveaus ergeben.
ETF-Flows belasten: Fehlender Kaufdruck wird zum Problem
Ein entscheidender Belastungsfaktor für Bitcoin bleibt aktuell der nachlassende Kaufdruck durch die US-Spot-ETFs. Während diese Produkte Anfang des Zyklus noch als zentraler Kurstreiber galten, zeigt sich mittlerweile ein deutlich anderes Bild. Die Daten verdeutlichen, dass seit Oktober 2025 keine konstanten Nettozuflüsse mehr zu beobachten sind. Stattdessen dominieren immer wieder Phasen mit teils massiven Abflüssen. Diese treten nicht nur punktuell auf, sondern ziehen sich wiederholt durch mehrere Wochen und Monate.
Gerade diese fehlende Kontinuität bei institutionellen Zuflüssen schwächt die Marktstruktur erheblich. Denn ETFs fungieren als wichtiger Liquiditätsanker und sorgen in starken Marktphasen für nachhaltigen Kaufdruck. Bleibt dieser aus oder dreht sich sogar ins Negative, fehlt Bitcoin ein zentraler Impulsgeber.
In Summe verdichten sich die Hinweise auf eine fortschreitende Bodenbildung und eine mögliche Rückkehr bullischer Dynamik. Sowohl technische Muster als auch On-Chain-Daten sprechen dafür, dass sich der Markt strukturell stabilisiert.
Entscheidend bleibt jedoch, dass neuer Kapitalzufluss in den Markt kommt. Insbesondere auf kurzfristiger Zeitebene wäre stärkerer Kaufdruck notwendig, um Widerstände nachhaltig zu durchbrechen und eine echte Trendwende einzuleiten, so die neuen Bitcoin Prognosen.
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